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Schwangerschaftsdiabetes: kein Grund zur Panik

Während der Schwangerschaft ist der Körper der werdenden Mutter belastet und naturgemäss weniger widerstandsfähig. Damit steigt auch das Risiko eines erhöhten Blutzuckerspiegels. Erkrankt eine schwangere Frau an Diabetes, macht sie sich verständlicherweise Sorgen um das Baby. Wird seine Entwicklung im Mutterleib durch die Krankheit beeinträchtigt? In fast allen Fällen kann die Ärztin Entwarnung geben.

Schwangerschaftsdiabetes

Ein Schwangerschaftsdiabetes kommt auch bei Nicht-Diabetikerinnen häufig vor. Ein erhöhter Blutzuckerspiegel tritt etwa bei 5 bis 10% aller Schwangeren auf. Damit gehört Schwangerschaftsdiabetes zu den häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft.

Geringes Risiko für Mutter und Kind

Schwanger und zuckerkrank zu sein ist kein Grund zur Beunruhigung. In den meisten Fällen handelt es sich um eine relativ harmlose Form des Diabetes Typ 2, die in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft in Erscheinung tritt. Die Risiken eines Schwangerschaftsdiabetes sind gering und die Ursachen bekannt. In erster Linie können die verschiedenen Schwangerschaftshormone für einen Anstieg des Blutzuckerspiegels verantwortlich sein. Eine weitere Ursache für Diabetes während der Schwangerschaft ist eine nicht ganz optimale Ernährung. Hand aufs Herz: Haben Sie nicht häufiger Lust auf Süsses, seit Sie schwanger sind?

Risikofaktoren für Schwangerschaftsdiabetes sind:

  • Übergewicht (BMI zwischen 25 und 30)
  • Diabetes in der Familie (Eltern oder Geschwister)
  • Schwangerschaftsdiabetes in einer früheren Schwangerschaft
  • Alter über 30
  • Wiederholte Fehlgeburten
  • Frühere Geburt mit einem Geburtsgewicht des Kindes über 4000 Gramm
  • Afrikanische, asiatische oder lateinamerikanische Herkunft
Blutzuckermessungen schaffen Klarheit

Schwangerschaftsdiabetes verursacht keine Beschwerden. Ihre Frauenärztin nimmt bei der ersten Untersuchung eine Messung der Blutzuckerwerte vor und wiederholt die Messungen, wenn nötig, in einer späteren Phase der Schwangerschaft. Die Früherkennung ist wichtig, damit Sie Ihre Lebensgewohnheiten entsprechend anpassen können.

Gesunde Ernährung und Bewegung als wirksame Therapie

Wenn Sie schwanger und zuckerkrank sind, ist in erster Linie eine Umstellung der Ernährung angezeigt. Nehmen Sie gesunde, kalorienarme Kost zu sich und widerstehen Sie den Verlockungen von Süssigkeiten. Das Erfolgsrezept bei der Bewältigung eines Schwangerschaftsdiabetes heisst: weniger Fett, mehr Eiweiss und grundsätzlich höherwertige Kohlenhydrate. Verschaffen Sie sich mehr Bewegung, indem Sie regelmässig laufen oder schwimmen, und nehmen Sie alle Gelegenheiten wahr, die Ihnen der Alltag für körperliche Aktivitäten bietet. Indem Sie zum Beispiel Treppen steigen und mehr zu Fuss gehen, bewirken Sie, dass Ihre Körperzellen besser auf das Insulin aus der Bauchspeicheldrüse ansprechen. Eine Insulintherapie und regelmässige Messungen der Blutzuckerwerte sind nur dann erforderlich, wenn der Blutzuckerspiegel trotz gesunder Ernährung und Bewegung dauerhaft zu hoch ist.

Normalerweise keine Langzeitfolgen

In der Regel ist der Schwangerschaftsdiabetes eine vorübergehende Erscheinung. Fast immer normalisieren sich die Blutzuckerwerte schon bald, nachdem der Körper die Plazenta ausgestossen hat. Um sicherzugehen, empfiehlt es sich, rund sechs Wochen nach der Geburt eine Blutzuckermessung vorzunehmen. Danach genügt eine jährliche Kontrolle.

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