Warum wir Kalorien, Kohlenhydrate und Co. brauchen

Kalorien sind nichts Schlechtes, denn sie versorgen uns mit der lebensnotwendigen Energie. Erfahren Sie, was Kalorien genau sind, wie sie sich zusammensetzen und wie wir den Kalorienbedarf errechnen.

18.09.2017

Kalorie ist eine alte Masseinheit der Energie beziehungsweise Wärmemenge. Eine Kilokalorie bezeichnet die benötigte Energie, um 1 Liter Wasser von 14,5 auf 15,5 Grad Celsius zu erwärmen. Mit Kalorie wird auch die Energie definiert, die wir mit der Nahrung aufnehmen, sowie die Energie, die unser Körper für alle seine Funktionen benötigt.

Kalorie oder Joule?

Die international geltende Energieeinheit lautet eigentlich Joule (kJ). Trotzdem wird der Brennwert von Lebensmitteln in beiden Einheiten angegeben. Allgemein sprechen wir von «Kalorie», die korrekte Bezeichnung lautet jedoch «Kilokalorie», kurz: kcal.

Kilokalorien (kcal) in Kilojoule (kJ) umrechnen

1 kcal = 4,184 kJ
1 kJ = 0,239 kcal

Kalorien und Nährstoffe in unserer Nahrung

Auf jeder Lebensmittelverpackung sind in der Nährwerttabelle die Kalorien pro Portion und die Nährstoffe wie Kohlenhydrate (Zucker), Fett, Salz, Eiweiss usw. angegeben. Detaillierte Nährwertangaben bietet die Schweizer Nährwertdatenbank.

Kalorien Freund oder Feind Grafik

Beispiel für eine Nährwerttabelle: Nährstoffangaben für Kartoffelchips. 

Kalorienbedarf berechnen

Die Nährwerttabelle zeigt auch, wie hoch der Anteil der Kalorien im Verhältnis zum Tagesbedarf ist. Dies ist nur ein Richtwert, denn der Kalorienbedarf ist individuell. Er hängt nicht nur von der körperlichen Aktivität ab, sondern auch von den biologischen Voraussetzungen wie Geschlecht, Alter, Grösse, Erbgut. Wie viele Kalorien eine Person in etwa pro Tag benötigt, gibt beispielsweise der Kalorienrechner «Mein Kalorienbedarf» der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung an. Kalorientabellen und weitere Kalorienrechner, zum Beispiel für den Kalorienverbrauch beim Sport oder für den BMI, bietet etwa yazio.com.

Lebenswichtige Energielieferanten

Eiweiss, Kohlenhydrate und Fett sind die Hauptnährstoffe in unserer Ernährung und versorgen unseren Organismus mit Energie.

Proteine (Eiweiss) sind der Baustoff für die Erneuerung unserer Zellen und Gewebe und dienen als Transportmittel für Substanzen wie Vitamine oder Eisen. Empfohlene Zufuhr für Erwachsene: 0,8 Gramm Eiweiss pro Kilogramm Körpergewicht, für Sportler leicht höher. In 100 Gramm Pouletbrust stecken rund 25 Gramm Eiweiss.

Unser Gehirn und die roten Blutkörperchen beziehen ihre Energie ausschliesslich aus diesem Nährstoff und setzen pro Tag ungefähr 180 Gramm Glucose um. Ein Überschuss an Kohlenhydraten wird als Depotfett im Körper gespeichert.

1 Gramm Fett hat mehr als doppelt so viele Kalorien (9 kcal) wie Kohlenhydrate (4 kcal) oder Eiweiss (4 kcal). Wir benötigen Fett als Polster für unsere Organe, als Wärmeschutz und zur Aufnahme fettlöslicher Vitamine. Fett ist auch ein wichtiger Geschmacksträger und trägt zur Sättigung bei. Gesättigte Fettsäuren braucht der Körper nur wenige, in erster Linie als Energielieferant. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren hingegen sind essenziell: Unser Körper kann sie nicht selbst herstellen und muss sie via Nahrung (z. B. Leinöl) aufnehmen.

Kleines Kalorien-Glossar

Nahrungsmittel liefern eine unterschiedliche Anzahl an Kalorien je Gramm. Käse oder Nüsse beispielsweise sind sehr energiedicht. Die gleiche Menge Gemüse oder Früchte enthält wesentlich weniger Kalorien.

Von «leeren» Kalorien spricht man, wenn Nahrungsmittel ausser Energie kaum lebenswichtige Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Leere Kalorien stecken etwa in Süssigkeiten, Backwaren, Chips, Fast Food, Limonaden, Alkohol.

So schön es klingen mag: Negativkalorien gibt es nicht. Kein Lebensmittel verbrennt beim Essen und Verdauen mehr Energie, als es dem Körper zuführt.

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