Intervallfasten: Methoden und Nutzen

Beim Intervallfasten wird der gewohnte Mahlzeitenrhythmus durch längere Phasen des Nichtessens unterbrochen. Wir erklären die verschiedenen Methoden und den Nutzen.

07.06.2019 Carmen Schmidli

Wer fastet, verzichtet für einen gewissen Zeitraum teilweise oder ganz auf Nahrungs- und Genussmittel. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Formen des Fastens.

In den letzten Jahren ist das sogenannte Intervallfasten in den Fokus der Öffentlichkeit geraten, auch intermittierendes Fasten genannt. Die regelmässige Nahrungsaufnahme wird durch wiederkehrende Phasen des Fastens unterbrochen. Das Ziel des Intervallfastens: die langfristige Gewichtsregulation.

Verschiedene Methoden des Intervallfastens

Es gibt verschiedene Umsetzungsformen des Intervallfastens. Eine bekannte Form ist die sogenannte 5:2-Diät. An fünf Tagen wird wie gewohnt gegessen. An den beiden anderen Tagen der Woche reduziert man die Nahrungsaufnahme auf rund einen Viertel der üblichen Kalorienmenge. Das entspricht bei den meisten Personen einer Energiemenge von rund 500 kcal. Eine andere Variante des Intervallfastens ist die 16:8-Methode. Die tägliche Zeit des Essens beschränkt sich auf acht Stunden. In den darauffolgenden 16 Stunden verzichtet man auf feste Nahrung und kalorienhaltige Getränke. Am Wochenende wird entweder wie gewohnt gegessen oder man behält das 16:8-Zeitraster bei.

Auch Dinner-Cancelling kann man als eine Variante des Intervallfastens betrachten. Dabei wird an manchen Tagen das Abendessen ausgelassen. Dadurch entsteht eine Essenspause von rund 14 Stunden.

Was spricht für Intervallfasten?

In der heutigen Zeit ist Essen beinahe rund um die Uhr schnell und kostengünstig verfügbar. Die Verlockung lauert überall. Wird unser Körper aber laufend mit Nahrung versorgt, gibt es für ihn keine Notwendigkeit, auf seine Reserven zurückzugreifen. Die Folge: Überschüssige Kalorien werden im Körper in Depotfett umgewandelt. Das Körpergewicht steigt an. Beim Intervallfasten wird der Körper für einen gewissen Zeitraum gezwungen, seine Reserven anzugehen. Das ist der Vorteil des Intervallfastens. Denn feststeht: Unser Körper muss nicht ständig mit Nahrung versorgt werden. Drei Haupt- und bei Bedarf zwei Zwischenmahlzeiten sind in der Regel ausreichend.

Was spricht gegen Intervallfasten?

Momentan liegen keine Langzeituntersuchungen vor, die mögliche negative Effekte auf die Gesundheit ausschliessen. Es ist unklar, ob sich langfristig trotz Fastenphasen der Nährstoffbedarf des Körpers decken lässt. Ob es anderen Varianten zur Gewichtsregulation überlegen ist, lässt sich noch nicht abschliessend beurteilen. Ebenfalls unklar ist, welchen Einfluss Intervallfasten auf die Entwicklung von Essverhaltensstörungen hat.

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