Essen Sie sich glücklich

Essen ist immer auch Nahrung für die Seele. Wer seine Psyche nachhaltig stärken will, benötigt dazu aber die richtigen Nährstoffe. Welche Lebensmittel machen glücklich? Und wie beeinflusst Essen unsere Emotionen?

01.09.2022 Daniela Schori 3 Minuten

Kann man sich glücklich essen? Absolut! Essen löst positive Gefühle in uns aus. Schon der Duft oder Anblick von Erdbeeren, ofenfrischen Brötchen oder etwa einem Stück Kuchen sorgt für Glücksgefühle. Auch die Erinnerungen, die wir an ein bestimmtes Essen knüpfen – etwa Raclette nach einem Skitag oder der Sonntagsbraten aus unserer Kindheit – schenken uns ein wohliges Gefühl.

Nährstoffe für Glücksgefühle

Die Basis für unser Wohlbefinden sind jedoch Vitamine und Mineralstoffe. Diese Nährstoffe benötigt der Körper zur Herstellung von Glückshormonen. Zu den bekanntesten dieser Botenstoffe gehören das Serotonin, das Dopamin und das Endorphin. Sie wirken wie eine Droge auf unsere Psyche und damit auf unsere Emotionen.

Nicht alle Nährstoffe, die für die Herstellung der Glückhormone zuständig sind, kann unser Körper selbst produzieren. Wir müssen sie ihm über die Nahrung zufügen, und zwar in ausreichender Menge. Das geht nur, wenn wir uns abwechslungsreich und ausgewogen ernähren.

Viele Glückshormone entstehen vorab in den Nervenzellen des Gehirns. Doch nicht nur: Serotonin etwa wird zu 95 Prozent im Darm hergestellt. So spielen die Darm-Hirn-Verbindung und die Zusammensetzung der Darmflora ebenfalls eine wichtige Rolle für unser seelisches Gleichgewicht.

Diese Lebensmittel machen glücklich

Für unser seelisches Gleichgewicht brauchen wir bestimmte Nährstoffe wie fast alle B-Vitamine, Omega-3-Fettsäuren, Magnesium, Eisen, Kalzium, Jod, Chrom, Kalium, Selen sowie die Aminosäure Tryptophan. Diese Nahrungsmittel enthalten besonders viel dieser Nährstoffe:

  • Eisen: Hülsenfrüchte, wie Linsen und Bohnen
  • Kalzium: Käse
  • Jod: Fisch
  • Chrom: Vollkornbrot
  • Kalium: Aprikosen
  • Selen: Pilze
  • Tryptophan: Rindfleisch, Geflügelfleisch, Eier, Cashewkerne, Bitterschokolade, Feigen
  • Capsaicin: Chilischoten
  • Gingerol: Ingwer
  • Magnesium: Mandeln, Sesam, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Hülsenfrüchte, Getreide
  • Omega-3-Fettsäuren: Rapsöl, Lachssteak, Fleisch aus Weidehaltung
  • B-Vitamine: Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte aber auch Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte

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Emotionen steuern Essverhalten

Ernährung und Emotionen sind eng miteinander verknüpft. Die Nahrung beeinflusst, wie wir uns fühlen. Umgekehrt steuern Emotionen aber auch, was, wann und wie viel wir essen.

Emotionales Essen

Essen hinterlässt ein gutes Gefühl. Unser Hirn ist so programmiert. Viele Menschen essen deshalb auch, um negative Gefühle zu bewältigen: Sorgen, Überforderung, Frust. Schwierig wird dieses «emotionale» Essen, wenn es zur Gewohnheit wird. Das begünstigt etwa Übergewicht. Und das eigentliche Problem bleibt ungelöst.

Gefühle steuern Appetit

Der Duft von Essen macht Appetit. Oder auch nicht: Der Geruch und Geschmack der Nahrung lösen diverse Empfindungen aus, von Freude bis Ekel. Negative Stimmungen wie Kummer, Traurigkeit oder Stress haben grossen Einfluss auf das Essverhalten. Langeweile hingegen steigert eher die Lust auf Essen.

«Comfort Food» für die Seele

In stressigen Situationen greifen viele von uns zu Nervenfutter, Schokolade oder Chips etwa. Man spricht heute auch von «Comfort Food»: Wohlfühlgerichte oder Lebensmittel, die einem ein gutes Gefühl geben. Diese Lieblingsspeisen haben oft einen nostalgischen, emotionalen Wert für uns. Omas Milchreis etwa. Oder hausgemachter Kartoffelstock.

Sicher haben auch Sie einen kulinarischen Trostspender. Bei Stress hilft die richtige Ernährung jedoch, konzentriert und leistungsfähig zu bleiben. Welche Nahrungsmittel beruhigen? Und was verleiht dem Hirn einen Energie-Kick?

Ernährungstipps bei Stress

Fünf Tipps, wie Sie sich glücklich essen

  1. Essen Sie in Gesellschaft. Forschende bestätigen, dass gemeinsames Essen – sei es in der Familie, mit Freunden oder am Arbeitsplatz – empathischer, entspannter und glücklicher macht.
  2. Scharfe Speisen heben die Stimmung. Schärfe verarbeitet unser Hirn als Schmerzsignal. Der Körper schüttet Endorphin aus, das entspannt und macht euphorisch. Auch Pfeffer, Ingwer, Vanille oder Kardamom sind harmonisierend und belebend.
  3. Geniessen Sie mit allen Sinnen. Nebst dem Geschmack durch Qualität fördern auch Konsistenz und Ästhetik positive Empfindungen. Achten Sie auf die Farben, die Kombination. Lassen Sie sich von «Food Art» inspirieren.
  4. Leckereien gehören dazu. Was schmeckt Ihnen besonders gut? Gönnen Sie sich dies gelegentlich. Ständiger Verzicht führt zu Frust und schlechter Laune.
  5. Achtsam essen. Fertiggerichte wegen Zeitmangel, Ablenkung durch Handy oder Fernseher – das Ambiente wie auch das Essverhalten wirken sich auf unser Wohlbefinden aus. Kauen Sie jeden Bissen 20- bis 30-mal, nehmen Sie den Geschmack bewusst wahr.

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