Die wichtigsten Fakten zu basischen Lebensmitteln

Unser Körper ist ständig bemüht, seinen Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht zu halten. Ist dafür eine basische Ernährung notwendig?

20.08.2018 Lara Brunner

Was sind basische und was sind säurebildende Lebensmittel?

Lebensmittel, die sauer schmecken, müssen im Körper nicht unbedingt säurebildend wirken. Zitronensaft zum Beispiel hat einen pH-Wert von 2,4. Die Säurebelastung für die Niere ist jedoch nur gering. Zitronensaft wirkt im Körper somit basisch. Diese Säurebelastung wird mittels PRAL-Wert berechnet. Mehr dazu folgt später in diesem Blogartikel.

In der Ernährungspyramide befinden sich sowohl basen- wie säurebildende Lebensmittel. Säurebildend sind zum Beispiel Getreideprodukte und vor allem eiweissreiche Lebensmittel. Je nach Menge der schwefelhaltigen Aminosäuren und Phosphor sind sie stärker oder schwächer säurebildend. Basenlieferanten sind vor allem Grünzeug, wie Obst, Gemüse und Salat. Mit einer ausgewogenen Ernährung gemäss der Schweizer Lebensmittelpyramide kann der Körper mit Hilfe seines Puffersystems den Säure-Basen-Haushalt soweit im Gleichgewicht halten.

Was bewirken basen- und säurebildende Lebensmittel im Körper?

Alle Lebensmittel, die wir zu uns nehmen, werden vom Stoffwechsel verarbeitet. Ob dabei Basen oder Säuren entstehen, wird mit Hilfe des PRAL-Faktors bestimmt. PRAL steht für die potenzielle renale Säurebelastung (potential renal acid load). Der Wert gibt demnach an, wie hoch die Säurebelastung für die Niere ist. Je höher der Wert, desto stärker säurebildend sind die Lebensmittel. Ist der Wert negativ, wirken die Lebensmittel basisch.

Gewisse Körperbereiche sollten im gesunden Zustand basisch (Bindegewebe, Lymphe, Dünndarm), andere sauer (Scheide, Magen, Dickdarm) sein. Unser Blut hat beispielsweise einen pH-Wert von 7,36. Somit ist es leicht basisch. Der Körper versucht mit seinem effizienten Puffersystem ständig, diesen Wert konstant zu halten. Auch geringe Änderungen könnten nämlich gefährlich werden. Eine Übersäuerung wird mittels Blutgasanalyse festgestellt

Basen werden nach der Verstoffwechselung einfach ausgeschieden. Säuren müssen zuerst neutralisiert werden. Nimmt der Körper zu wenig basische Mineralstoffe auf, um die Säuren zu neutralisieren, muss er das körpereigene Depot plündern. Er nimmt Mineralien aus den Knochen, Zähnen, dem Haarboden oder den Organen. Findet dieser Prozess über einen längeren Zeitraum statt, können Schäden wie Karies, Haarausfall oder Osteoporose auftreten.

Ist eine basische Ernährung notwendig, um einer Übersäuerung vorzubeugen?

Der Säure-Basen-Haushalt wird nicht nur durch die Ernährung beeinflusst. Auch das Alter, Stress, Alkohol, Koffein, Nikotin und zu wenig Bewegung bringen den Haushalt durcheinander.

Experten sind sich nicht einig, ob eine basische Ernährung tatsächlich notwendig ist, um den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht zu halten. Wichtig ist es, sich generell gesund zu ernähren. Sprich viel frisches Obst und Gemüse, wenig Fleisch und Wurst. Wer sich ausgewogen und abwechslungsreicht ernährt, muss somit keine Angst vor einer Übersäuerung haben. Als Orientierung dafür dient die Schweizer Lebensmittelpyramide. 

Basische Lebensmittel (PRAL-Wert)

Früchte

  • Getrocknete Feigen (-18,1)
  • Aprikosen (-4,8)
  • Zitrone (-2,6)

Gemüse

  • Spinat (-14,0)
  • Fenchel (-7,9)
  • Rucola (-7,5)

Getränke

  • Möhrensaft (-4,8)
  • Ungesüsster Orangensaft (-2,9)
  • Rotwein (-2,4)

Kräuter

  • Petersilie (-12,0)
  • Basilikum (-7,3)
  • Schnittlauch (-5,3)

Säurebildende Lebensmittel (PRAL-Wert)

Fisch und Meeresfrüchte

  • Garnelen (18,2)
  • Krabben (15,5)
  • Miesmuscheln (15,3)

Fleisch und Wurstwaren

  • Kalbsleber (14,2)
  • Salami (11,6)
  • Truthahnfleisch (9,9)

Brot und Teigwaren

  • Vollkornspaghetti (7,3)
  • Zwieback (5,9)
  • Weissbrot (3,7)

Milch, Milchprodukte und Eier

  • Parmesan (34,2)
  • Quark (11,1)
  • Hühnerei (8,2)

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