Versicherungen im Überblick

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen von Zuwanderern in die Schweiz.

Brauche ich zwingend eine Schweizer Krankenversicherung? Ich habe noch eine deutsche Privatversicherung.

Wie in den meisten Ländern Europas besteht auch in der Schweiz eine Krankenversicherungspflicht. Gemäss Artikel 3 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) ist die Krankenpflegeversicherung nach KVG grundsätzlich für alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz obligatorisch. Sie deckt die grundlegenden Bedürfnisse bei Krankheit, Unfall und Mutterschaft. Deshalb wird sie auch obligatorische Grundversicherung genannt.

Wenn Sie also neu in der Schweiz leben, müssen Sie sich zwingend in der Schweiz krankenversichern.

Muss ich für die Krankenversicherung eine Anmeldefrist beachten?

Ja, nach der Einreise in die Schweiz müssen Sie sich innerhalb von drei Monaten bei einer Krankenkasse Ihrer Wahl für die obligatorische Grundversicherung anmelden. Die Anmeldefrist beginnt am Tag Ihrer Anmeldung bei der Einwohnerkontrolle (also ab dem Ausstelldatum Ihrer Wohnsitzbescheinigung oder Ihres Ausländerausweises).

Warum muss ich trotz eingehalter Anmeldefrist Versicherungsprämien nachzahlen?

Nach Ihrer Einwanderung in die Schweiz haben Sie zwar bis zu drei Monate Zeit, um sich für die Grundversicherung anzumelden. Damit aber in der Zwischenzeit der obligatorische Versicherungsschutz lückenlos gewährleistet ist, beginnt dieser bereits ab dem Tag Ihrer Einreise.

Es spielt deshalb keine Rolle, ob Sie sich direkt am Einreisetag oder erst drei Wochen oder zwei Monate danach für die Grundversicherung anmelden: Ihre Versicherungsdeckung gilt rückwirkend ab dem ersten Tag. Somit ist auch die Versicherungsprämie rückwirkend per diesem Datum geschuldet.

Falls Sie jedoch die dreimonatige Anmeldefrist verpassen, beginnt Ihr Versicherungsschutz nicht mehr rückwirkend sondern erst mit Ihrem effektiven Beitritt. Bei nicht entschuldbarer Verspätung wird zudem noch ein Prämienzuschlag erhoben. Genaue Informationen finden Sie im Artikel 5 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG).

Muss ich weniger Prämien zahlen, wenn ich erst auf Monatsmitte eingereist bin?

Der Versicherungsschutz der obligatorischen Grundversicherung beginnt genau am Tag Ihrer Einreise in die Schweiz, In Ihrem Fall also Mitte Monat. Die Versicherungsprämien hingegen können leider nicht anteilmässig berechnet werden, da die obligatorische Krankenversicherung keine Tagesprämien sondern nur Monatsprämien kennt. Somit spielt es für die Prämienzahlung – im Gegensatz zum Deckungsbeginn – keine Rolle, ob jemand zu Beginn eines Monats, im Laufe des Monats oder erst gegen Ende des Monats in die Schweiz eingereist ist. Es wird stets die Prämie für den gesamten Kalendermonat geschuldet.

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch Artikel 5.1 unserer Versicherungsbedingungen für die obligatorische Grundversicherung BASIS (PDF, 47KB) .

Kann ich den Versicherungsbeginn aufschieben? Ich wäre sonst doppelt versichert, da meine ausländische Krankenversicherung noch läuft.

Falls Sie während der dreimonatigen Anmeldefrist noch über einen gleichwertigen privaten Krankenversicherungsschutz im Ausland verfügen, können wir prüfen, ob der Versicherungsbeginn der obligatorischen Grundversicherung – und damit auch die Prämienzahlungen – um maximal diese drei Monate aufgeschoben werden kann.

Eine solche Verschiebung ist jedoch nur möglich, wenn Sie einen entsprechenden Versicherungsnachweis (Austrittsbestätigung) Ihrer ausländischen Krankenversicherung vorlegen können. Bitte reichen Sie diesen deshalb unbedingt zusammen mit dem Antragsformular für die Grundversicherung ein.

Falls Sie im bisherigen Wohnland jedoch eine gesetzliche und keine private Krankenversicherung hatten, erlischt deren Versicherungsschutz grundsätzlich automatisch mit Ihrer Einreise und Erwerbstätigkeit in der Schweiz.

Meine Familie war bisher bei mir mitversichert. In der Schweiz auch?

In der Schweiz gilt das System der Kopf-Prämie. Das heisst: Für jede Person – unabhängig von ihrem Alter oder Zivilstand – wird eine Krankenversicherungsprämie erhoben.

Wenn Sie sich also mit Ihrer Familie in der Schweiz niederlassen, müssen Sie sämtliche Familienmitglieder bei einer Krankenkasse Ihrer Wahl für die obligatorische Grundversicherung anmelden und damit auch für jedes Familienmitglied die jeweils erhobene Versicherungsprämie bezahlen.

Kann ich weiterhin zu meinem Zahnarzt in Deutschland gehen?

Wenn Sie die Zahnversicherung DENTAplus abschliessen, können Sie zahnärztliche Behandlungen auch weiterhin in Ihrem Heimatland machen lassen, da die Leistungen von DENTAplus weltweit gelten. Voraussetzung dafür ist, dass der ausländische Zahnarzt über eine gleichwertige Ausbildung wie in der Schweiz verfügt. Und die Kosten dürfen diejenigen in der Schweiz nicht übersteigen.

Ohne DENTAplus Zahnversicherung hingegen ist ein Zahnarztbesuch im Ausland nicht möglich, da die obligatorische Grundversicherung mit Ausnahme von unfallbedingten Zahnschäden keine Zahnarztbehandlungen abdeckt (und schon gar nicht im Ausland).

Kann ich mich in meinem Heimatland operieren lassen? Dort kostet es weniger.

Wenn Sie lediglich die obligatorische Grundversicherung abgeschlossen haben, können Sie Operationen nur in der Schweiz durchführen lassen, und zwar ausschliesslich in jenen Kliniken und Spitälern, die auf den kantonalen Spitallisten oder auf der Liste der KVG-Vertragsspitäler der Helsana-Gruppe aufgeführt sind. Dabei werden maximal die Kosten zum Tarif Ihres Wohnkantons übernommen. Falls Sie also ein ausserkantonales Spital mit höherem Tarif wählen, müssen Sie die übersteigenden Kosten selbst bezahlen, wenn Sie keine entsprechende Spitalzusatzversicherung abgeschlossen haben.

Wenn Sie gezielt ins Ausland reisen möchten, um dort eine bestimmte Operation durchführen zu lassen, ist eine Spital-Zusatzversicherung notwendig. Aus HOSPITAL ECO erhalten Sie beispielsweise bis 500 Franken für jeden Spitaltag im Ausland (während bis zu 60 Tagen pro Jahr). Unsere weiteren HOSPITAL-Versicherungen erstatten sogar noch höhere Beträge für gezielte Auslandsbehandlungen.

Bin ich durch die Krankenkasse in der Schweiz auch im Ausland abgesichert?

Wenn Sie während einem vorübergehenden Aufenthalt in einem EU- oder EFTA-Staat notfallmässig ins Krankenhaus oder zum Arzt müssen, weisen Sie dort Ihre europäische Krankenversicherungskarte vor. So werden die ausländischen Kosten von Ihrer Schweizer Grundversicherung übernommen.

Mehr Informationen zum Krankenversicherungsschutz bei vorübergehendem Aufenthalt in einem EU/EFTA-Mitgliedstaat

Hier finden Sie für jedes einzelne Land der EU/EFTA ein detailliertes Merkblatt mit nützlichen Informationen zum jeweiligen Gesundheitssystem, gesetzliche Pflichtleistungen, Kostenbeteiligungen, Vorgehensweise bei Erkrankung oder Unfall, usw.

Ausserhalb der EU/EFTA erstattet die Grundversicherung die Kosten bis zum doppelten Betrag, den dieselbe Behandlung in der Schweiz kosten würde. Dies reicht in gewissen Ländern (z.B. USA, Kanada oder Japan) jedoch bei Weitem nicht aus. Deshalb empfehlen wir für Reisen ausserhalb Europas die COMPLETA Zusatzversicherung. Diese übernimmt bei Auslandaufenthalten während bis zu zwölf Monaten sämtliche Kosten für notfallmässige, ambulante und stationäre medizinisch notwendige Behandlungen.

Wieso muss ich für den Versicherungsantrag eine Gesundheitsdeklaration ausfüllen? Die Grundversicherung ist doch obligatorisch?

Durch das Versicherungsobliagatorium müssen tatsächlich alle Schweizer Krankenkassen jeden Antragsteller in die obligatorische Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung) aufnehmen – und zwar völlig unabhängig vom jeweiligen Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand. Deshalb gibt es beim Abschluss der Grundversicherung keinerlei Gesundheitsprüfungen.

Ausserhalb des Sozialversicherungsbereiches sieht das jedoch anders aus. So werden Antragsteller freiwilliger Kranken-Zusatzversicherungen (z.B. für alternative Medizin, Zahnleistungen oder Spitalaufenthalte) im Normalfall immer einer Risikoprüfung unterzogen. Aus diesem Grund muss dem Antragsformular für Zusatzversicherungen immer auch eine vollständig ausgefüllte Gesundheitsdeklaration beigefügt werden.

Wenn wir also eine Gesundheitsdeklaration von Ihnen verlangen, dann nur deshalb, weil Sie neben der Grundversicherung auch mindestens eine Zusatzversicherung beantragt haben.

Wieso sollte ich mich für die Helsana-Gruppe entscheiden?

Mit knapp 1,9 Millionen Versicherten und über 3000 Mitarbeitenden ist die Helsana-Gruppe der führende Kranken- und Unfallversicherer der Schweiz und bietet damit grösstmögliche Sicherheit.

Mit 22 Generalagenturen und 19 Verkaufsstellen sind wir überall in der Schweiz nah bei unseren Kunden. Hier finden Sie die nächste Verkaufsstelle.

Wir verfügen über ein grosses Netz an erstklassigen Geschäfts- und Gesundheitspartnern wie etwa Ärztenetzwerke und Partnerkliniken. Dank verschiedenen Kooperationen können sich Versicherte der Helsana-Gruppe bei medizinischen Fragen telefonisch beraten und Medikamente bequem und günstig nach Hause liefern lassen.