Was hilft gegen Bauchkrämpfe?

Sie können plötzlich auftreten oder auch regelmässig wiederkehren. Was bei Oberbauchschmerzen oder Schmerzen im Unterbauch hilft, erfahren Sie hier.

06.09.2023 Steffi Hidber 4 Minuten

Bauchkrämpfe sind äusserst unangenehm und schränken einen stark ein. Erfahren Sie hier, was die häufigsten Ursachen für Bauchkrämpfe sind und was es bedeuten kann, wenn man nach dem Essen Bauchkrämpfe kriegt. Zum Glück lassen sich Bauchkrämpfe oftmals auch mit bewährten Hausmitteln lindern wie Tee oder eine Wärmeflasche. Die gute Nachricht: Krämpfe im Bauchbereich sind oft nur von kurzer Dauer.

Die häufigsten Ursachen für Bauchkrämpfe

Die Gründe für Bauchkrämpfe sind vielfältig, oftmals sind aber die Ernährung und die Verdauung Auslöser für Bauch- und Magenkrämpfe. Erleben Sie jedoch länger als drei Tage Krämpfe im Bauch, ist ein Arztbesuch ratsam.

Bauchkrämpfe während der Periode

Frauen erleben Unterbauchkrämpfe manchmal mit dem Einsetzen ihrer Regelblutung. Diese Regelschmerzen sind mitunter auf den Hormonanstieg im Körper zurückzuführen. Starke Bauchkrämpfe bei Frauen können auch ein mögliches Anzeichen für eine gynäkologische Erkrankung, sein, wie etwa Endometriose.

Bauchkrämpfe beim Eisprung

Beim Eisprung kann der Anstieg bestimmter Hormone, darunter das Luteinisierende Hormon LH und Progesteron, ebenfalls zu krampfartigen Schmerzen im Unterbauch führen. Manche Frauen können die Schmerzen sogar auf den linken oder rechten Eierstock lokalisieren. Sowohl Bauchkrämpfe beim Eisprung wie auch Bauchkrämpfe bei Einnistung sind relativ häufig.

Bauchkrämpfe und Übelkeit/Erbrechen

Plötzliche Bauchkrämpfe und Übelkeit, insbesondere wenn diese wellenartig auftreten, sind oftmals auf einen Magen-Darm-Infekt zurückzuführen. Eine Magenverstimmung, eine Magen-Darm-Grippe oder auch die Einnahme verdorbener Lebensmittel (Lebensmittelvergiftung) können ebenfalls dazu führen, dass sich der Magen krampfartig zusammenzieht und man erbrechen muss. Diese Symptome können sehr heftig sein, gehen aber in der Regel auch schnell wieder vorbei.

Bauchkrämpfe und Blähungen

Gar keine Seltenheit sind auch Blähungen, die – wenn sie besonders intensiv sind – auch Bauchkrämpfe verursachen können. Hier können Bewegung wie auch Hausmittel wie Löwenzahn Linderung bringen.

Bauchkrämpfe und Verstopfung

Für Verstopfung gibt es viele Ursachen: Zu wenig Wasser trinken, eiweissreiches Essen oder auch mangelnde Bewegung gehören dazu. In diesem Fall bleibt die Nahrung zu lange im Dickdarm liegen, wo es zu unangenehmen und auch schmerzhaften Verstopfungen kommen kann. Da Nahrung und Flüssigkeit dann auch im Magen und Dünndarm länger liegen bleiben, kann es zu Magenkoliken und Bauchkrämpfen kommen.

Bauchkrämpfe und Durchfall

Erleben Sie plötzlich Bauchkrämpfe und Durchfall, kann es sich um einen Infekt des Magen-Darm-Traktes handeln, um eine Lebensmittelvergiftung oder auch um eine Lebensmittelunverträglichkeit.

Bauchkrämpfe nach dem Essen

Stechende oder anhaltende Bauchkrämpfe treten oft nach dem Essen auf. Bei einer Lebensmittelvergiftung treten diese meist innert 1-2 Stunden nach dem Verzehr verdorbener Lebensmittel ein. Meist sind auch andere Personen betroffen, die mitgegessen haben.

Bauchkrämpfe nach fettigem Essen oder auch Bauchkrämpfe nach scharfem Essen sind keine Seltenheit. Diese können bei gewissen ernährungsbedingten Krankheiten oder Unverträglichkeiten wie Histaminintoleranz, Glutenintoleranz oder auch Laktose-Unverträglichkeit auftreten. Haben Sie den Verdacht, dass Sie auf gewisse Nahrungsmittel mit Bauchkrämpfen reagieren – etwa nach dem Essen von Raclette, Knoblauch oder dem Trinken von Kaffee – lohnt es sich, ein Ernährungstagebuch zu führen.

Bauchkrämpfe und Fieber: Das müssen Sie wissen

Bei der Magen-Darm-Grippe gehen Bauchkrämpfe oft mit dem Hauptsymptom Durchfall einher. Erbrechen und Fieber können ebenfalls hinzukommen und den Krankheitsverlauf intensivieren. In seltenen Fällen kann der Auslöser für Bauchkrämpfe mit plötzlich auftretendem oder hohem Fieber möglicherweise auch ein Darmverschluss, eine Blinddarmentzündung oder Gallensteine sein.

Bauchkrämpfe – was tun?

Bauchkrämpfe treten oft plötzlich auf und können im Alltag sehr einschränkend sein. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese Beschwerden zu lindern.

Schmerzmittel gegen Bauchkrämpfe

Die Frage, welche Medikamente gegen Bauchkrämpfe helfen, kann Ihr Apotheker oder Ihre Hausärztin beantworten. Er oder sie kann Ihnen allenfalls passende Präparate empfehlen oder verschreiben, die krampflösend oder schmerzlindernd wirken.

Hausmittel gegen Bauchkrämpfe

Bei leichten bis mittelstarken Bauchkrämpfen können auch Hausmittel helfen, die Krämpfe zu lindern. Zu den bewährten Hausmitteln gegen Magenkrämpfe gehören:

Tee

Tee gegen Bauchkrämpfe ist ebenfalls wirksam. Ein warmer Tee kann bei Bauchkrämpfen helfen: Sowohl Kamillenblüten, Melissenblätter, Pfefferminze, Fenchel, Anis oder auch Löwenzahn verfügen über krampflösende Eigenschaften und helfen gegen Bauchkrämpfe.

Wärme

Wärme wirkt entspannend – und kann auch bei Bauchkrämpfen helfen. Ein warmes Bad zu nehmen oder eine Wärmeflasche, ein gewärmtes Kirschkern- oder Hirsekissen auf die betroffene Stelle zu legen, kann ebenfalls Linderung bringen.

Leichte Massage

Eine leichte Massage der Bauchregion mit einem wohltuenden Öl kann Bauchkrämpfe lindern, und auch bei Verstopfung und Blähungen helfen. Hier eignen sich Mandel- oder Olivenöl, dem man auch 1-2 Tropfen eines ätherischen Öls wie Fenchel, Anis oder Lavendel beigeben kann. Dabei den Bauch mit kreisenden Bewegungen und sehr wenig Druck im Uhrzeigersinn ausstreichen. Wichtig: Lassen Sie sich in einer Drogerie oder Apotheke beraten und machen Sie nur mit der Massage weiter, wenn Sie sie als angenehm empfinden.

Bauchkrämpfe im Oberbauch oder Unterleib wirken stark einschränkend, doch sie sind in den meisten Fällen nur von kurzer Dauer. Bauchkrämpfe bei der Menstruation sowie Bauchschmerzen nach dem Essen lassen sich mit Hausmitteln wie Tee oder Wärme lindern. Akute Bauchkrämpfe, sehr heftige Bauchkrämpfe oder auch, wenn Sie tagelang Bauchkrämpfe haben, können einen Fall für die Hausärztin oder den Hausarzt sein.  

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