Coronavirus: Alles Wichtige für Unternehmenskunden

Wir sind für Sie da

Die Situation im In- und Ausland verändert sich laufend. Was muss ich wissen? Antworten auf brennende Fragen.

Krankentaggeld

In welchen Fällen werden im Zusammenhang mit dem Coronavirus Krankentaggelder ausgerichtet?

Krankentaggelder werden ausgerichtet, wenn eine Person am Coronavirus erkrankt ist oder aufgrund eines grippalen Infekts als Verdachtsfall behandelt wird und eine ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Die Krankentaggeldleistungen werden entsprechend der Versicherungsdeckung und der vorliegenden Arztzeugnisse erbracht. In Abweichung zu den Fristen gemäss AVB gelten temporär bis Ende April 2020 folgende Regelungen:

  • Spätestens 14 Tage nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit muss die versicherte Person einen Arzt beiziehen, der für eine fachgemässe Behandlung sorgt.
  • Zudem wird die Frist für das Einreichen der Arztzeugnisse nach Krankmeldung auf 14 Tage verlängert.

In welchen Fällen werden im Zusammenhang mit dem Coronavirus keine Krankentaggelder ausgerichtet?

Keine Krankentaggelder werden ausgerichtet, wenn kein leistungsbegründendes Ereignis vorliegt. Dies ist der Fall, wenn:

  1. sich die Mitarbeitenden vorsorglich in Quarantäne befinden. Dies gilt unabhängig davon, ob die Quarantäne vom Arbeitgeber oder behördlich angeordnet ist.
  2. die Mitarbeitenden aufgrund einer behördlich angeordneten vorübergehenden Schliessung des Arbeitsplatzes (etwa Schulen oder Einkaufszentren) an der Erbringung der Arbeitsleistung gehindert sind.
  3. die Mitarbeitenden aufgrund einer behördlich angeordneten Einschränkung der Mobilität (etwa Aussetzen von Zug- oder Flugverkehr, Ein- oder Ausreiseverbot) an der Erbringung der Arbeitsleistung gehindert sind.
  4. die Behörden den Notstand ausrufen.
  5. die Mitarbeitenden, aufgrund einer Einstufung als Risikopersonen, der Arbeit nicht mehr nachgehen dürfen.

Meine Firma hat Kurzarbeit angemeldet. Wie wirkt sich das auf die Krankentaggelder aus?

Die Arbeitslosenversicherung (ALV) richtet bei Arbeitsausfällen, die auf wirtschaftliche Gründe zurückzuführen sind, Kurzarbeitsentschädigungen aus. Der Anspruch gilt nur für Arbeitnehmende. Der Arbeitsausfall muss mindestens 10 % betragen und vom Arbeitnehmenden schriftlich bestätigt werden.

  1. Was verändert sich für Arbeitnehmende, die schon vor der Kurzarbeit arbeitsunfähig waren?
    In diesem Fall verändert sich nichts. Sie sind nicht berechtigt, eine Kurzarbeitsentschädigung zu beantragen. Die Taggeldleistungen werden aufgrund der ärztlich bestätigten Arbeitsunfähigkeit ausgerichtet.
  2. Was geschieht, wenn ein Mitarbeitender erkrankt (ärztlich bestätigte Arbeitsunfähigkeit), während er Kurzarbeitsentschädigung der ALV bezieht?
    Während einer ärztlich bestätigten Arbeitsunfähigkeit kann keine Arbeitsleistung erbracht werden. Somit erlischt der Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung. Der Arbeitgeber ist zur Lohnfortzahlung verpflichtet und kann nach Ablauf der Wartefrist die Arbeitsunfähigkeit der Krankentaggeldversicherung anmelden. Als Grundlage für die Bemessung der Krankentaggelder gilt weiterhin der volle AHV-Bruttolohn.
Corona-Hotlines für Unternehmenskunden

Haben Sie rechtliche Fragen?

Helsana Unternehmenskunden können bei rechtlichen Fragen ab sofort die kostenlose telefonische Erstberatung durch die Helsana Rechtsschutz AG nutzen. Rufen Sie uns einfach an unter

+41 62 832 31 00

jeweils von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr.

Wir beraten Sie zu allen Rechtsfragen rund ums Personal – betreffend Themen wie Kurzarbeit, Arbeitsrecht, Entschädigung, Betreibungsrecht oder Reiserecht. Die meisten Anliegen klären wir innerhalb von 30 Minuten. Sollte Ihr Fall mehr Zeit in Anspruch nehmen, zeigen wir Ihnen weitere Möglichkeiten auf und helfen Ihnen, die richtigen Partner zu finden.

Haben Sie medizinische Fragen zum Coronavirus?

Helsana Unternehmenskunden können ab sofort die kostenlose medizinische Hotline nutzen. Bei Fragen stehen Ihnen Arbeitsmediziner zur Verfügung. Rufen Sei uns einfach an unter

+41 58 900 76 88

jeweils von Montag bis Freitag von 8 bis 10 Uhr und von 13 bis 15 Uhr.

Berufskrankheit

Kann eine Erkrankung mit dem Coronavirus als Berufskrankheit gelten?

Infektionen mit dem Coronavirus aufgrund einer beruflichen Tätigkeit in einem Spital oder Labor, bei der ein direkter Kontakt mit dem Virus erfolgt, können als Berufskrankheit angemeldet werden. Diese Fälle werden zur Prüfung einer Leistungspflicht an die Suva-Arbeitsmedizin weitergeleitet.

Gilt eine Infektion mit dem Coronavirus als Berufskrankheit, so erbringt Helsana im Rahmen der Unfallversicherung die gesetzlichen Versicherungsleistungen. Namentlich übernimmt sie Heilbehandlungskosten und erbringt Taggeldleistungen für die mit der Erkrankung verbundene und ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit.

Können für Mitarbeitende in Alters- und Pflegeheimen oder Spitex Infektionen mit dem Coronavirus auch als Berufskrankheit angemeldet werden?

Sofern Mitarbeitende dieser Berufsgruppen im Rahmen der Betreuung oder Pflege von infizierten Personen ein erhöhtes Risiko haben, können Infektionen mit dem Coronavirus als Berufskrankheit angemeldet werden. Massgebend sind die Umstände im Einzelfall, welche entsprechend geprüft werden.

Kann für andere Mitarbeitende, beispielswiese im Verkauf oder in der Reinigung, eine Erkrankung mit dem Coronavirus als Berufskrankheit angemeldet werden?

Nein. Für Personen, deren Tätigkeit nicht auf die Betreuung von infizierten Personen ausgerichtet ist, kann in diesem Fall keine Anerkennung einer Berufskrankheit erfolgen.

Wenn aufgrund eines Verdachtsfalles bei mehreren Personen Corona-Tests durchgeführt werden, wie muss ich die Kostenübernahme anmelden?

Sofern es sich um eine vom UVG anerkannte Personengruppe handelt, wie Mitarbeitende eines Spitales oder Labors, und die Tests aufgrund eines Verdachtsfalles gemacht werden, können Sie uns einen Sammelfall mit einer Excel-Liste melden. Senden Sie uns bitte das Excel-Dokument mit den Angaben Ihrer Firma und den Personalien der betroffenen Personen.

Können Sie auf die Rechnungsstellung Einfluss nehmen? In diesem Fall übermitteln Sie uns zusammen mit der Excel-Liste die Rechnung für die Tests in Form einer Sammelrechnung.

Was passiert, wenn sich ein Verdachtsfall bestätigt hat?

In diesem Fall benötigen wir eine reguläre Fallanmeldung über SUNETPlus oder SUNETOnline.

Lohnfortzahlung

Wann ist eine Lohnfortzahlung des Arbeitgebers geschuldet?

Ist eine Lohnfortzahlung des Arbeitgebers geschuldet, wenn Arbeitnehmende aufgrund von Vorsorgemassnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus an der Erbringung ihrer Arbeitsleistung gehindert sind?

Für solche Fragen können Helsana Unternehmenskunden ab sofort die kostenlose telefonische Rechtsberatung durch die Helsana Rechtsschutz AG nutzen. Rufen Sie uns einfach an:

+41 62 832 31 00, Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr.

Wir beraten Sie zu allen Rechtsfragen rund ums Personal – betreffend Themen wie Kurzarbeit, Arbeitsrecht allgemein, Entschädigung, Betreibungsrecht oder Reiserecht. Die meisten Anliegen klären wir innerhalb von 30 Minuten. Sollte Ihr Fall mehr Zeit in Anspruch nehmen, zeigen wir Ihnen weitere Möglichkeiten auf und helfen Ihnen, die richtigen Partner zu finden.

Lohnsummendeklaration

Für unsere Unternehmenskunden verschieben wir die Frist zur Lohnsummendeklaration auf den 18. Mai 2020. Bei Fragen steht Ihnen Ihr Betreuer per Telefon und E-Mail gerne zur Verfügung.

Weiterführende Informationen

Weitere Tipps finden Sie im Helsana Blog Fakten und Tipps rund um das Coronavirus

Generelle Informationen des BAG

Fragen und Antworten

Kurzarbeit und Erwerbsersatzentschädigung