Gegen Einschlafprobleme sind diverse Kräuter gewachsen. Doch was ist das beste natürliche Schlafmittel? Hilft Hopfen bei Schlafstörungen? Mit welchen Hausmitteln schlafe ich schneller ein? Informieren Sie sich über wirksame Kräuter und andere Hausmittel für erholsame Nächte.
Zu den natürlichen Schlafmitteln zählen nebst pflanzlichen Präparaten auch Hausmittel und verschiedene Entspannungsmethoden. All diese Mittel eignen sich bei gelegentlichen Schlafproblemen und unterstützen eine ruhige Abendroutine. Sie ersetzen bei Schlafstörungen, die länger anhalten, aber keine ärztliche Abklärung.
Verschiedene Kräuter gelten in der Pflanzenheilkunde als bewährte Mittel, um die Schlafqualität zu fördern. Diese pflanzlichen Schlafmittel unterstützen das Ein- und Durchschlafen. In Apotheken und Drogerien sind sie rezeptfrei als Tee, Tropfen, Kapseln oder Tabletten erhältlich. Auch Duftöle können gezielt bei Schlafproblemen eingesetzt werden.
Pflanzliche Schlafmittel wirken nicht sofort. Bei vielen Präparaten setzt der Effekt erst nach mehreren Wochen regelmässiger Einnahme ein. Halten Sie sich dabei immer an die Angaben in der Packungsbeilage. Lassen Sie sich zusätzlich in Ihrer Apotheke oder Arztpraxis beraten – zum Beispiel, wenn Sie unsicher sind oder bereits andere Medikamente nehmen. Die folgenden Kräuter gehören zu den bekanntesten Schlafmitteln:
Wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit beruhigender Kräuter als Schlafmittel bisher nicht eindeutig. Die Pflanzenheilkunde stützt sich bei diesen Mitteln vor allem auf eine lange Anwendungstradition und Erfahrungswerte. Ob und wie stark ein Präparat wirkt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen die Ursache der Schlafprobleme, die Dosierung und das individuelle Empfinden.
Ein Tee mit beruhigenden Kräutern vor dem Schlafen passt gut in die Abendroutine. Die Zubereitung und das bewusste Trinken schaffen eine ruhige Überleitung in die Nacht. Besonders Baldrian, Melisse, Lavendelblüten, Passionsblumenkraut und Hopfenzapfen eignen sich als Schlaftee. Im Vergleich zu Kapseln oder Tabletten enthält ein Tee eine geringere Konzentration pflanzlicher Wirkstoffe. Dafür verbindet er die Inhaltsstoffe mit der Wärme des Getränks und der beruhigenden Wirkung eines Abendrituals.
Viele Schlaftees kombinieren verschiedene Kräuter miteinander. Baldrian und Melisse ist eine bewährte Mischung. Häufig wird sie mit Hopfen und Passionsblume ergänzt. Beachten Sie bei der Zubereitung die Angaben auf der Packung – insbesondere zu Menge, Wassertemperatur und Ziehzeit. Trinken Sie den Tee idealerweise 30 bis 60 Minuten vor dem Zubettgehen.
Pflanzliche Schlafmittel gelten im Vergleich zu synthetischen Schlafmitteln als gut verträglich. Die Kräuter zum besseren Schlafen lösen keine Abhängigkeit aus. In Einzelfällen treten jedoch Nebenwirkungen auf. Zu den typischen Beschwerden zählen:
Gerade bei hormonellen Veränderungen, wie bei einer Schwangerschaft, gehören Schlafprobleme oft dazu. Beim Einsatz von Baldrian, Lavendel und Passionsblumen sollten Schwangere vorsichtig sein. In grossen Mengen stimulieren diese nämlich die Gebärmutter. Auch während der Stillzeit sind nicht alle Teemischungen geeignet. Spezielle Tees, die Sie auch während der Schwangerschaft oder Stillzeit bedenkenlos trinken können, finden Sie in der Drogerie oder Apotheke. Beachten Sie ausserdem: Einige pflanzliche Schlafmittel, zum Beispiel Baldrian-Tinkturen, enthalten Alkohol als Lösungsmittel. Sprechen Sie deshalb vor der Einnahme von Kräutern oder pflanzlichen Präparaten mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme.
Neben pflanzlichen Präparaten fördern auch Hausmittel und bewährte Entspannungsmethoden vor dem Einschlafen eine erholsame Nacht.
Es gibt zahlreiche Hausmittel, die einen besseren Schlaf versprechen. Besonders gut wirken sie als Teil eines festen Abendrituals. Wiederkehrende Abläufe signalisieren dem Körper: Jetzt ist Zeit, zur Ruhe zu kommen. So fällt vielen Menschen das Einschlafen leichter.
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Stress und innere Anspannung gehören zu den meistverbreiteten Ursachen für Schlafprobleme. Entspannungsübungen und Atemtechniken vor dem Zubettgehen bauen diese Anspannung ab und bereiten den Körper auf den Schlaf vor. Die folgenden Techniken eignen sich ebenfalls gut als Teil der Abendroutine:
Bei Kindern stehen feste Abendrituale, eine ruhige Schlafumgebung und stabile Schlafzeiten im Vordergrund.
Solche Einschlafrituale helfen bei Schlafstörungen im Kindesalter oft mehr als pflanzliche Schlafmittel. Altersgerechte Kräutertees mit Passionsblume oder Melisse eignen sich als milde Ergänzung am Abend – achten Sie dabei auf die Inhaltsstoffe. Pflanzliche Präparate in Form von Tabletten, Tropfen oder Kapseln geben Sie Kindern unter 12 Jahren nur nach fachlicher Rücksprache.
Natürliche Schlafmittel eignen sich vor allem bei gelegentlichen Schlafproblemen. Bei anhaltenden Schlafstörungen stossen Kräuter wie Baldrian, Hopfen oder Lavendel jedoch an ihre Grenzen. Halten Ihre Schlafprobleme über mehrere Wochen an und treten sie in mehreren Nächten pro Woche auf, holen Sie sich ärztlichen Rat. Gleiches gilt bei Schlafapnoe, starker Tagesmüdigkeit trotz ausreichender Schlafzeit oder anhaltenden Konzentrationsproblemen.
Pflanzliche Schlafmittel und andere natürliche Einschlafhilfen unterstützen eine ruhige Abendroutine und fördern einen guten Schlaf. Achten Sie auf die Ursachen Ihrer Schlafprobleme und beobachten Sie, wie lange die Beschwerden anhalten. Ausreichender Schlaf ist ein wichtiger Faktor für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Wenn der Schlafmangel chronisch wird, holen Sie Hilfe bei einer medizinischen Fachperson.
Die Expertin stand dem Redaktionsteam bei diesem Artikel beratend zur Seite. Monika Fäh Rüegg ist Pflegefachfrau HF Psychiatrie, Systemische Mentaltrainerin und hat eine Ausbildung in sinnzentrierter Beratung nach Viktor Frankl. Die Expertin arbeitet im Case Management bei Helsana.
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