Lavendelöl fördert die Entspannung

Lavendel riecht wohltuend und erinnert uns an Sonne und Meer. Doch das lilafarbene Kraut kann noch mehr: Es fördert die Entspannung, beruhigt und sorgt für einen gesunden Schlaf.

13.02.2017

Bereits der berühmte Paracelsus hatte den Lavendel als bewährtes Nervenmittel gelobt. Er sagte, er sei «eine edle Arznei wider Gebrechen des Hauptes, des Gehirns und der Nerven, indem er selbige stärkt, erquickt und erwärmt». Zur damaligen Zeit kultivierte man das Kräuterbaden. Das Lavendelbad galt als Nerventonikum. Man erzählte sich, es vertreibe böse Gedanken, entspanne überreizte Nerven, befreie die Haut von Juckreiz und erwärme den Körper.

Der stark duftende Lavendel diente nicht nur zum Baden oder Waschen von Lebenden, sondern auch von Toten. Bei der Graböffnung des ägyptischen Kindpharaos Tutanchamum im Jahr 1922 strömte den Ausgräbern ein intensiver Lavendelduft entgegen. Dieser sollte den Verstorbenen helfen, zur Ruhe zu kommen, um erfrischt und gereinigt zu sein für einen verheissungsvollen Neuanfang.

Für eine entspannte Atmosphäre im Haus sorgt ein Kranz aus Lavendelblüten. Auch das Räuchern von Lavendel soll dem Menschen zu innerem Frieden verhelfen. Der Duft, so heisst es, erleichtere das Abschiednehmen von Ausgedientem.

Gegen Entzündungen und Unruhe

Der Lavendel wirkt beruhigend auf das zentrale Nervensystem, hilft bei innerer Unruhe, lindert nervöse Magenschmerzen und Verdauungsstörungen. Bewährt hat sich auch die äussere Anwendung: gegen Entzündungen des Ischias- und des Trigeminusnervs sowie bei Ohrenentzündung, wo er den pochenden Schmerz besänftigt. Wahre Wunder vollbringt er bei Insektenstichen, Verbrennungen und Narbenbildung der Haut. Als Bad genossen wirkt er durchblutungsfördernd und entspannend – verpackt in Kräuterkissen hilft er abends loszulassen und in die Traumwelt einzutauchen. Ein Tropfen ätherisches Öl auf dem Schlafkissen sorgt für einen erholsamen Schlaf.

Pflückung vor der vollen Blüte

Der Lavendel ist ein mehrjähriger, winterharter Halbstrauch, der bis zu einem Meter gross werden kann. Heimisch ist er im Mittelmeergebiet, hat jedoch längst alle Gärten und Parkanlagen in ganz Südeuropa erobert. Er verästelt sich stark in rutenförmigen, graugrünen Zweigen, die aufrecht gen Himmel streben. Aus ihnen spriessen die lanzettförmigen, grünlichsilbrigen Blätter, die wie Nadeln aussehen, da sie etwas eingerollt sind. Auffallend sind die blauvioletten Blüten, die sich auf mehreren Stockwerken kreisförmig um den Stängel anordnen. Die beruhigende Heilkraft des Lavendels liegt im ätherischen Öl, dessen Konzentration am grössten in den Blütenknospen ist. Deshalb wird er kurz vor der vollen Blüte gepflückt.

Anwendung

Tee gegen Beschwerden

Pro Tasse werden 1 bis 2 Tee­löffel Lavendelblüten mit 2 dl heissem Wasser über­gossen und 8 Minuten zugedeckt ziehen gelassen. Dreimal täglich 1 Tasse nach dem Essen trinken. Hilft speziell bei nervösen Magenschmerzen, Reizdarm und Unruhe.

Urtinktur

Sollte die Wirkung des Tees zu schwach sein, versuchen Sie es mit der alkoholischen Urtinktur, von der Sie dreimal täglich 25 Tropfen nach dem Essen einnehmen. Die stärkste und schnellste Wirkung erzielt man mit einem Tropfen ätherischem Lavendelöl, der auf einem Stück Zucker oder mit etwas Honig eingenommen wird.

Rezept Lavendelöl

Lavendelöl lässt sich ganz einfach auf Vorrat herstellen

Dazu gibt man eine Handvoll Lavendelblüten in 1 Liter Olivenöl und lässt dieses während 2 bis 3 Wochen stehen. Zwischendurch schüttelt man es immer wieder gut durch. Zum Schluss filtriert man das Öl durch ein Sieb und füllt es in eine ausgekochte Flasche ab. Das Öl verfeinert jede Salatkreation und verleiht Teigwarengerichten eine spezielle Note. Es verbessert die Verdauung, beruhigt die Nerven und bereichert die Sinne.

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