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Zu viel Sonne erwischt?

Wer sich einen Sonnenbrand einfängt, muss die verbrannte Haut gut behandeln. Die Natur bietet Hilfe. Lesen Sie, welche pflanzlichen Heilmittel die Beschwerden lindern.

Sonne macht gute Laune und spendet Vitamin D. Doch zu viel UV-Strahlung verbrennt die Haut. Ein Sonnenbrand ist nicht nur unschön, sondern auch schmerzhaft und gefährlich. Eine Verbrennung der Haut sollte daher unbedingt vermieden werden. Schützen Sie sich Ihrem Hauttyp entsprechend mit Sonnencreme und optimaler Kleidung. Lesen Sie dazu die Sonnenschutz-Tipps der Krebsliga.

Natürliche Mittel gegen Sonnenbrand

Aloe Vera

Aloe Vera wirkt entzündungshemmend, kühlt und spendet Feuchtigkeit. Ausserdem lindert das Gel den Juckreiz und hilft bei der Regeneration. Neben Cremes mit Aloe Vera aus der Drogerie hilft auch das Gel der Pflanze direkt: Schneiden Sie ein Blatt der Pflanze ab. Lassen Sie es kurz ausbluten, wickeln Sie das Blatt dann in Klarsichtfolie und legen Sie es für 30 Minuten in den Kühlschrank. Schneiden Sie danach ein grosses Stück des gekühlten Blattes ab und schneiden Sie es der Länge nach auf. So können Sie das Gel herauskratzen und direkt auf den Sonnenbrand auftragen.

Gurke

Salatgurken kühlen und spenden Feuchtigkeit. Sie beruhigen die strapazierte Haut. Schneiden Sie dafür einige Gurkenscheiben ab und legen Sie diese direkt auf den Sonnenbrand. Die Wirkung verstärkt sich, wenn die Gurke im Kühlschrank war. Gurken können Sie auch mit Quark oder Jogurt vermischt als Maske auftragen. Lassen Sie die Mischung zehn Minuten einwirken und wischen Sie die Reste danach ab.

Schwarztee und Kamillenblüten

Lassen Sie die Schwarzteebeutel ein paar Minuten kochen und legen Sie diese zum Abkühlen in den Kühlschrank. Bei kleinen Verbrennungen können Sie die gekühlten Teebeutel direkt auf die verletzte Stelle legen. Alternativ können Sie auch einen Kamillenblüten-Sud herstellen. Geben Sie dafür fünf Esslöffel Kamillenblüten in 0,5 Liter kochendes Wasser. Lassen Sie den Sud ungefähr zehn Minuten ziehen und anschliessend abkühlen und tränken Sie Tücher damit. Diese können Sie direkt auf den Sonnenbrand legen. Beide Methoden beruhigen die Haut, fördern die Wundheilung und verhindern Entzündungen.

Eichenrinde

Die Gerbstoffe der Eichenrinde helfen, die Haut zu beruhigen und zu schützen. Zudem wird der Juckreiz gelindert. Nehmen Sie zwei Esslöffel Eichenrinde und kochen Sie diese mit 250 ml Wasser auf. Sieben Sie die Stücke der Eichenrinde ab und stellen Sie den Sud in den Kühlschrank. Füllen Sie mit der kühlen Flüssigkeit eine Sprühflasche und sprühen Sie diese regelmässig auf den Sonnenbrand auf.

Johanniskrautöl

Nach dem Kühlen mit den bereits erwähnten Heilmitteln hilft Johanniskrautöl, um die Schmerzen zu lindern und die Regeneration der Haut zu unterstützen. Zudem wirkt das Öl antibakteriell, und Giftstoffe werden schneller ausgeschieden. Sie können den Sonnenbrand direkt mit einer dünnen Schicht Johanniskrautöl bestreichen oder getränkte Gazestreifen auflegen.

Achtung: Johanniskrautöl erhöht die Lichtempfindlichkeit. Meiden Sie danach die Sonne!

Allgemeine Tipps bei Sonnenbrand
  • Halten Sie sich in dunklen, kühlen Räumen auf.
  • Vermeiden Sie bis zur vollständigen Rückbildung des Sonnenbrandes jede weitere UV-Bestrahlung.
  • Trinken Sie viel. Ihr Körper benötigt jetzt mehr Flüssigkeit.
Mit Sonnenbrand zum Arzt?

Bei starken Verbrennungen – also bei grossen Flächen, bei Blasenbildung oder Hautablösung – bitte unbedingt einen Arzt oder Naturheilpraktiker aufsuchen.

Sonnencreme: mineralisch oder chemisch?

Chemische Sonnencremes wandeln die eindringenden UV-Strahlen in andere Energieformen, wie zum Beispiel Wärme, um. UVA-Filter helfen, der vorzeitigen Hautalterung vorzubeugen. UVB-Filter schützen vor Sonnenbrand.  Bis die Creme vollständig eingezogen ist und ihren Schutz entfaltet, dauert es ca. 30 Minuten. Da sich die Cremes zersetzen, sind sie nach drei bis sechs Monaten nicht mehr nutzbar. Ein Vorteil ist jedoch, dass der Lichtschutzfaktor von chemischen Sonnencremes sehr hoch sein kann.

Mineralische Sonnencremes erkennt man meistens an einem Hinweis auf der Verpackung. Sie eignen sich vor allem für empfindliche Haut. Sie erhalten natürliche, weisse Farbpigmente. Diese funktionieren wie ein Spiegel und reflektieren die Sonnenstrahlen. Beim Eincremen bildet sich ein weisser Film, der teilweise erst nach einer gewissen Zeit verschwindet. Mineralische Lichtschutzmittel werden durch Wasser und Schweiss schneller unwirksam als chemische Cremes, dafür wirken Sie bereits ab der ersten Minute.

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