Hautkrebs: Prävention ist alles

In der Schweiz werden jedes Jahr über 3000 Menschen mit der Diagnose schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom) konfrontiert. Hauptursache sind die mit dem Sonnenlicht verbreiteten UV-Strahlen. Wer sich schützen will, hält sich mit Sonnenbaden zurück und verzichtet nicht auf Sonnenschutz.

27.02.2026 Nina Merli 4 Minuten

Prävention kann Leben retten

Sonnenstrahlen haben positive Auswirkungen auf den Menschen: Sie regen Stoffwechselvorgänge an, heben die Stimmung, kurbeln die Vitamin-D-Produktion an und wirken entspannend. Wenn man sich jedoch zu stark der Sonne aussetzt, können die UV-Strahlen des Sonnenlichts kurzfristige wie auch langfristige Schäden hervorrufen. Immer mehr Menschen leiden heute unter sonnenbedingten Hautproblemen. Ein Grossteil der Hautkrebsfälle entsteht durch übermässige Sonneneinwirkung. Weitere Risikofaktoren: erbliche Veranlagung, helle Hautfarbe und Anzahl der Pigmentmale.

Oft unterschätzt man die Sonne. Denn Lichtschäden können auch ohne Sonnenbrand auftreten und die UV-Exposition kann sogar bei bewölktem Himmel hoch sein. Sonnenschutzmittel mit einem hohen UVA- und UVB-Schutzfaktor sind ebenso wichtig wie UV-Schutzmassnahmen durch richtige Kleidung.

Wann ist ein Hautscreening sinnvoll?

Obwohl die Haut gut zugänglich ist und verdächtige Veränderungen prinzipiell leicht zu erkennen sind, sind die Nutzen und Risiken eines Hautkrebs-Screenings mittels Ganzkörperuntersuchung noch unbekannt. Mithilfe der ABCD-Regel (siehe unten) können auffällige Muttermale erkannt und beobachtet werden. Eine regelmässige ärztliche Muttermalkontrolle wird nur Personen empfohlen, die viele Pigmentflecken oder andere Risikofaktoren haben.

Mit der ABCD-Regel haben Sie Ihre Muttermale im Griff

Ein Melanom kann an jeder Hautstelle neu entstehen oder sich aus bestehenden Pigmentmalen entwickeln. Beobachten Sie Ihre Haut regelmässig. Achten Sie auf neue oder veränderte Male. Die ABCD-Regel hilft Ihnen, verdächtige Hautveränderungen zu erkennen.

  • Asymmetrie: Das Mal ist nicht symmetrisch geformt.
  • Begrenzung: die Ränder sind unregelmässig oder unscharf.
  • Colorit (Farbe): Das Mal ist fleckig und mehrfarbig.
  • Dynamik: Grösse, Farbe, Form oder Dicke verändern sich.

Wann sollten Sie handeln? Die meisten Pigmentmale sind harmlos und bleiben es. Auch harmlose Hautwucherungen wie Warzen können im Laufe des Lebens entstehen. Sonnenlicht, Veranlagung und das Alter sind die häufigsten Ursachen für Hautveränderungen. Dennoch lohnt sich ein genauer Blick: Verändert sich ein Pigmentmal? Juckt, blutet oder wächst es schnell? Zögern Sie nicht und lassen Sie es ärztlich abklären.

Für Menschen mit Risikofaktoren ist ein Hautkrebs-Screening ratsam. Früherkennung erhöht die Heilungschance deutlich. Ein regelmässiger Selbstcheck durch sich selbst oder eine vertraute Person ist unerlässlich.

Viele Dermatologinnen und Dermatologen prüfen Ihre Haut online. So erhalten Sie schnell von zu Hause aus eine erste Einschätzung. Oder nutzen Sie unsere medizinische Beratung.

Sind Sie eine Person mit erhöhtem Risiko?

An folgenden Merkmalen erkennen Sie, ob Sie ein höheres Risiko für Hautkrebs haben:

  • Sie haben eine sehr helle Haut mit Sommersprossen, helle Augen und blonde oder rote Haare.
  • Sie haben regelmässig Sonnenbrand und werden an der Sonne nur leicht bis gar nicht braun.
  • Sie hatten bereits mehrfach einen heftigen Sonnenbrand oder waren während der Kindheit und Jugend starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt.
  • In Ihrer Familie gibt es eine Vorgeschichte von Melanomen oder anderem Hautkrebs.
  • Sie haben sehr viele Muttermale, von denen einige grösser als 6 mm sind, eine unregelmässige Form oder Farbe haben.
  • Sie haben ein geschwächtes Immunsystem infolge einer medizinischen Behandlung wie etwa eine immunsuppressive Therapie nach einer Organtransplantation oder Chemotherapie.

Risikopersonen sollten ihre Muttermale kontrollieren lassen und das alle ein bis zwei Jahre bzw. gemäss individueller ärztlicher Empfehlung. Fragen Sie Ihren Hausarzt oder Ihre Dermatologin nach einer Muttermalkontrolle, wenn Ihnen ein Hautfleck verdächtig vorkommt.

Wie funktioniert ein Hautscreening?

Bei einem Hautscreening untersucht der Hautarzt oder die Hautärztin die gesamte Haut von Kopf bis Fuss. Dabei werden auch Stellen wie Kopfhaut, Ohren, Achseln, Genitalien oder die Haut zwischen den Zehen geprüft. Wichtig: Beim Hautscreening sollten sie auf Nagellack verzichten, da Hautkrebs auch unter den Nägeln entstehen kann. Wer übernimmt bei einem Hautkrebs-Screening in der Schweiz die Kosten? Bei erhöhtem familiären Risiko für Hautkrebs (Melanom) übernimmt die Grundversicherung die Kosten.

Wie schützen Sie sich vor der Sonne?

Mittagssonne zwischen 11.00 und 15.00 Uhr meiden

Vermeiden Sie es, sich der Sonne auszusetzen, wenn sie am stärksten scheint.

Kinder besonders schützen

Setzen Sie Kinder so wenig wie möglich der direkten Sonneneinstrahlung aus: 80 Prozent aller Hautschäden durch die Sonne entstehen bis zum Alter von 18 Jahren. Sonnenbrille, Hut und UV-Shirt sind der beste Schutz, besonders für empfindliche Kinderhaut.

Mit Kleidung und Hut schützen

Textilien, Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung schützen vor UV-Strahlen. Mittlerweile gibt es eine grosse Auswahl an Bekleidung mit speziellem UV-Schutz.

Wiederholter Sonnenbrand kann das Hautkrebsrisiko erhöhen. Lesen Sie, wie Sie einen Sonnenbrand vermeiden und mit welchen Hausmitteln Sie ihn behandeln können.

Sonnenbrand behandeln: Diese Hausmittel müssen Sie kennen

Wiederholt Sonnencreme auftragen

Verwenden Sie einen sehr hohen Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 50+, der Sie vor UVB- und UVA-Strahlen schützt, und denken Sie daran, die Sonnencreme alle zwei Stunden erneut aufzutragen sowie Sonnenbrille und Hut zu tragen. Weitere Informationen zum Sonnenschutz.

Sonnenschutzprodukte wirken heutzutage sofort. Dennoch ist es wichtig, sie vor dem Sonnenbad aufzutragen.

Schützen Sie sich vor der Sonne. Das ist das Wichtigste, wenn Sie Hautkrebs vorbeugen wollen. Sieht ein Fleck auf Ihrem Körper verdächtig aus? Dann kann Ihnen die ABCD-Regel als erste Orientierungshilfe dienen, um ein Muttermal von einem Melanom zu unterscheiden. Eine regelmässige ärztliche Muttermalkontrolle wird nur für Risikopersonen empfohlen.

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