Rheuma natürlich behandeln

Leiden Sie an ziehenden oder reissenden Gelenkschmerzen? Erfahren Sie, welche natürlichen Mittel und Methoden bei rheumatischen Erkrankungen wie Arthritis, Polyarthritis und Arthrose helfen.

01.11.2017 Daniela Schori

Rheuma ist ein Sammelbegriff für rund 200 rheumatische Erkrankungen. Hauptvertreter sind die rheumatoide Arthritis sowie die Arthrose. Eine rheumatoide Arthritis ist eine Entzündung eines oder mehrerer Gelenke (Polyarthritis) und kann in jedem Alter auftreten. Bei der Arthrose hingegen ist das zunehmende Alter ein Faktor, denn Arthrose bezeichnet die chronische Abnützung des Gelenks mit Knorpelabbau. Von Arthritis respektive Polyarthritis und Arthrose können mehrere Gelenke betroffen sein.

Alternativmediziner wenden bei Rheuma häufig die Pflanzenheilkunde an. Bekannte Pflanzen der Phytotherapie sind die Teufelskralle, Wallwurz (Beinwell), Brennnessel und Arnika.

Auch Akupunktur, Kräutertherapien der Traditionellen Chinesischen Medizin, Homöopathie und Kneipp-Anwendungen kommen in Frage. Im Vordergrund steht die Verbesserung des Immunsystems und des Stoffwechsels. Dies lindert in der Regel die Beschwerden und die rheumatische Erkrankung breitet sich nicht weiter aus.

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Im Bereich «Wissen» finden Sie spannende Informationen zu den verschiedenen Methoden der Komplementär- und Alternativmedizin. Erfahren Sie mehr darüber, wie Osteopathie, Pflanzenheilkunde oder Akupunktur sowie weitere Behandlungsmethoden der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) Ihre Beschwerden lindern können.

Was Sie selber gegen Rheuma tun können

Diese Hausmittel und praktischen Tipps für den Alltag helfen gegen Gelenkschmerzen:

Bei akuten Gelenkschmerzen mit Schwellungen oder Rötungen mehrmals täglich Kältepack oder Wickel mit essigsaurer Tonerde, Quark oder Heilerde auflegen. Wirkt entzündungshemmend, abschwellend und schmerzlindernd.

Voll- und Teilbäder mit Arnika, Heublumen, Fango (vulkanischer Heilschlamm) oder Moor dämpfen den Schmerz, regen den Stoffwechsel und die Durchblutung an. Auch Wickel mit Kartoffeln, Heilerde oder Leinsamen helfen. Auf die Schnelle tut es auch ein Kirschsäckchen.

2x täglich eine Tasse Mädesüss, auch Geissbart, Spierstaude oder Wiesenkönigin genannt. Das Kraut enthält Acetylsalicylsäure wie etwa das Schmerzmittel Aspirin und wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Trotz Beschwerden sollten Patienten mit rheumatoider Arthritis oder Arthrose das betroffene Gelenk regelmässig belasten, zugunsten der Beweglichkeit und gegen den Knorpelabbau. Besonders gelenkschonend sind Aquafit, Krafttraining, Nordic-Walking, Schwimmen und Velo fahren. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder Therapeuten über das geeignete Training und Pensum.

Verkrampfungen und Verspannungen verschlimmern die Schmerzen. Nutzen Sie Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Atemgymnastik. 

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