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Heuschnupfen mit Homöopathie und Co. loswerden

Heuschnupfen zeigt sich meist über brennende Augen, eine laufende Nase und Juckreiz im Mund oder Rachen. Wie Sie den Heuschnupfen mit Homöopathie und Co. loswerden und die Desensibilisierung bei Heuschnupfen gelingt, weiss unser Naturheilpraktiker Oliver Bassler.

Herr Bassler, meine Augen jucken, die Nase ist zu – zu spät für Homöopathie und andere alternative Heilmethoden?

Keinesfalls! Komplementärmedizin dämpft akuten Heuschnupfen oft erfolgreicher als konventionelle Medikamente. Ich behandle Patienten mit Heuschnupfen, die trotz Antiallergikum leiden – oder an dessen Folgen, wie Müdigkeit, Konzentrationsproblemen und Übelkeit. Komplementärmedizin ist frei von diesen Nebenwirkungen.

Und welches Mittel hilft gegen die Pollenallergie?

Ich kann nicht einfach eine Pille zücken. Eine nachhaltige Behandlung von Heuschnupfen erfolgt ganzheitlich. Der Naturheilpraktiker oder Komplementärtherapeut analysiert den Gesundheitszustand. Wie ist die körperliche Beschaffenheit? Wo sind Blockaden? Welche Reaktionen treten auf?

Klingt nach einer langen Prozedur. Die Augen brennen aber jetzt.

Man sollte nie aus der Not heraus irgendetwas ausprobieren! Heilung bringt nur eine auf Sie abgestimmte Therapie. Akupunktur zum Beispiel wirkt sehr schnell. In der Akutphase, in der man schmerzempfindlich ist, oder bei Kindern kann der Therapeut die Punkte statt mit Nadeln auch mit speziellen Pflästerchen, Laserlicht oder feinen Elektroimpulsen stimulieren.

Reicht Akupunktur bereits, um Heuschnupfen loszuwerden?

In leichteren Fällen schon. Meist braucht der Körper aber mehr, um sich zu regulieren. Akupunktur und Pflanzenheilkunde und Homöopathie ergänzen sich sehr gut. Bei geschwollenen Schleimhäuten helfen etwa Pfefferminze oder Lavendel, bei Augenbeschwerden kann Euphrasia Linderung schaffen.

«Akupunktur, Pflanzenheilkunde und Homöopathie ergänzen sich sehr gut, um Heuschnupfen loszuwerden.»

Kann ich sofort auf Antiallergika verzichten?

Ziel ist, diese schrittweise durch natürliche Massnahmen zu ersetzen. Das geht unterschiedlich schnell. Zur Beratung gehört auch, störende Einflüsse aufzuspüren. Etwa gewisse Nahrungsmittel zu meiden – diese können die Allergie verstärken.

Was dürfen Pollenallergiker keinesfalls essen?

Das hängt vom Allergikertypus ab. Einige tendieren bei Zitrusfrüchten zu allergischen Reaktionen, andere bei Nüssen oder Steinobst. Ernährung sollte deshalb ein Therapiebestandteil sein. Und Vorsicht vor gut gemeinten Tipps von nebenan: Es gibt kein Patentrezept. Was anderen bei Heuschnupfen hilft, ist mitunter das falsche Mittel für Sie.

Heuschnupfen-Desensibilisierung – möglich mit Komplementärmedizin?

Ja, die Desensibilisierung des Immunsystems über alternative Methoden ist möglich und ratsam. Meine Erfahrungen zeigen: Die Erfolgschancen sind gut, und die Therapie ist meist verträglicher als mit schulmedizinischen Mitteln.

Gibt es Menschen, bei denen die Desensibilisierung bei Heuschnupfen nicht funktioniert?

Bei Patienten mit zusätzlichen oder starken Allergien sowie Asthmatikern können oft leichte Symptome bleiben, eine Linderung ist aber da.

Oliver Bassler, Naturheilpraktiker und Fachspezialist bei Helsana

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