Entgiftungskur der natürlichen Art: Löwenzahn

Der Löwenzahn ist mit seiner gelben Blütenpracht allgegenwärtig. Jedermann kennt ihn, das belegen schon seine unzähligen Volksnamen. In der Pflanzenheilkunde gilt er als die Entgiftungspflanze, da er Verdauung und Harnausscheidung verbessert.

13.02.2017

Wohl keine andere Arzneipflanze hat das Kind oder den Künstler in uns so fantasievoll inspiriert: Kinder machen aus ihm wundervollen Schmuck, verarbeiten die gelben Blütenköpfe zu Honig oder pusten sich seine Fallschirmfrüchte zu, weshalb er landläufig auch Pusteblume genannt wird. In der Kunst ist der Löwenzahn etwa im Bild «Tristan und Isolde» von Salvador Dalí zu bewundern – da trägt die Isolde eine Pusteblume auf dem Kopf. In Albrecht Dürers «Grossem Rasenstück» symbolisiert er die Schönheit im einfachen Dasein, und für Goethe war die Spiraltendenz seines Stängels der Schlüssel für tiefere Einsichten in die Naturgeheimnisse. Inspirierend ist er auch für den Körper, reinigt ihn doch der Löwenzahn tief und gründlich, wodurch eine Leichtigkeit entsteht, die der Kreativität wieder Raum und Zeit schenkt.

Schwungvoller Entgifter

Der Löwenzahn spült Ablagerungen, die durch schwer verdauliches Essen im Körper entstanden sind, aus dem Organismus heraus. Durch die Anregung der Gallensaftproduktion wird die Verdauung von Fetten gefördert und gleichzeitig die Gallensteinbildung reduziert. Im Weiteren stärkt der Löwenzahn die Magen- und Darmbewegung, wodurch sich Krämpfe lösen, Völlegefühl reduziert und Blähungen ausgeleitet werden, sodass Nährstoffe besser resorbiert werden und ein regelmässiger Stuhlgang erfolgen kann. Die so verbesserte Verdauungsfunktion verhindert Ablagerungen von Schlacken im gesamten Organismus, sodass bei Langzeiteinnahme sogar rheumatische Beschwerden gelindert werden. Zusätzlich leitet der Löwenzahn Wasseransammlungen aus dem Gewebe, entsäuert es gleichzeitig und treibt die Harnausscheidung voran, wodurch der Körper rundum entschlackt wird.

Unverkennbarer Blütenkopf

Der Löwenzahn (Taraxacum officinale) wächst beinahe überall, bevorzugt jedoch humusreiche und gut gedüngte Erde. Man erkennt ihn an seiner charakteristischen Blattform und seinem strahlend gelben Blütenkopf. Kein Blatt ist wie das andere, typisch jedoch sind die gezähnten Ausbuchtungen, die botanisch als «schrotgezähnt» bezeichnet werden. Alle Blätter bilden am Boden eine grosse Rosette, aus der ein hohler Stängel emporwächst, der angeknickt einen bitteren Milchsaft ausfliessen lässt. Zuoberst am blattlosen Stängel thront der buschig gelbe Blütenkopf, der aus unzählig feinen Blütenblättern zusammengesetzt ist. Beim Verblühen bildet er die bekannten weissen «Fallschirmchen», die der Wind weit ins Land hinausträgt.

Anwendung

Teezubereitung

1 Esslöffel (3-4 g) Löwenzahnkraut samt Wurzeln mit 250 ml kaltem Wasser ansetzen, kurz aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen, dann absieben und mundwarm trinken. Vor dem Essen getrunken steigert er den Appetit, mit oder nach dem Essen beugt er Blähungen, Völle­gefühl und Verstopfung vor. Wegen der harntreibenden Wirkung den Tee nicht nach 20 Uhr einnehmen.

Kaffee aus Löwenzahnwurzel

Die Wurzeln werden im Frühling vor der Stängel­bildung ausgegraben. Die Wurzeln mit Wasser waschen und in kleine Stückchen schneiden. Diese auf einem Tuch ausgebreitet bei Zimmertemperatur trocknen lassen. Getrocknete Wurzelstücke in einer Bratpfanne gleichmässig rösten. Nach dem Abkühlen luftdicht in ein Gefäss abfüllen. Vor Gebrauch Wurzelstücke wie Kaffee mahlen.
Zubereitung: 1 Teelöffel Pulver mit 250 ml Wasser aufkochen, nicht zu lange ziehen lassen (5-10 Min.), sonst wird er zu bitter.

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