So spielt sich der Baby-Alltag ein

Nach Schwangerschaft und Geburt kehrt nun allmählich der Baby-Alltag ein. Sie machen erste gemeinsame Erfahrungen mit Ihrem Baby und erleben eine einmalige Zeit.

29.03.2021

Karin Rechsteiner

Das Baby füttern, wickeln und baden – alles muss sich zuerst einspielen. Geniessen Sie die Augenblicke der Nähe und verzweifeln Sie nicht, wenn nicht alles auf Anhieb klappt oder viel Zeit braucht. Gemeinsam finden Sie heraus, was Ihr Baby besonders mag, wo es am liebsten schläft oder wie das Füttern am besten funktioniert.

Säuglingsnahrung: Stillen oder Flasche?

Wenn Sie Ihr Kind stillen möchten und können, ist das wunderbar. Denn Muttermilch ist die beste Nahrung für das Neugeborene. Aber nicht immer klappt das Stillen auf Anhieb. Manchmal geht es gar nicht oder nur für kurze Zeit. Und vielleicht ist es auch so, dass Sie nicht stillen möchten. Besprechen Sie sich mit Ihrer Hebamme oder Stillberaterin, wenn Sie Schwierigkeiten oder Fragen dazu haben.

Babys trinken unterschiedlich lang. Das eine ist in 10 Minuten satt, das andere braucht 30 bis 40 Minuten. In den ersten Wochen will Ihr Baby innerhalb von 24 Stunden etwa acht- bis zwölfmal gestillt werden. Dabei nimmt es nicht nur Nahrung zu sich, sondern erfüllt auch sein Saugbedürfnis. Saugen entspannt das Kind. Wie lange Sie stillen, entscheiden Sie – und Ihr Baby. Institutionen wie die Weltgesundheitsorganisation WHO oder die Unicef empfehlen, Babys mindestens bis zur Vollendung des sechsten Lebensmonats zu stillen. Mit der Beikost können Sie ab dem vierten Monat starten. Expertinnen und Experten empfehlen, zwischen dem vierten und dem sechsten Monat mit dem Zufüttern zu beginnen, damit das Kind genug Energie hat. 

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Babys und ihr Schlaf

Sind die Bedürfnisse Ihres Babys befriedigt, schläft es friedlich. In den ersten Wochen kann es sein, dass ein Baby bis zu 18 Stunden pro Tag schläft. Ihr Kind schläft mehr oder weniger? Das ist kein Grund zur Sorge. Das Schlafbedürfnis ist schon bei den Kleinsten individuell. Neugeborene haben auch noch keinen Rhythmus und wachen zu jeder Tages- und Nachtzeit auf. Sei es, weil Sie Hunger haben, gewickelt werden möchten oder ganz einfach Ihre Nähe brauchen. Hat das Baby Mühe beim Einschlafen, kann das verschiedene Ursachen haben. Sie sind unsicher, ob das Baby Schmerzen hat? Ihre Hebamme, die Kinderärztin oder die Mütter- und Väterberatung helfen Ihnen gerne weiter. Der fehlende Rhythmus, kurze Schlafphasen und das rund um die Uhr – die ersten Wochen können für Eltern sehr anstrengend sein. Versuchen Sie deshalb auch tagsüber, wenn Ihr Kind schläft, sich hinzulegen und auszuruhen. Zögern Sie nicht, sich frühzeitig Hilfe und Unterstützung zu holen. 

Was soll ich meinem Baby anziehen?

Für die Kleidung gibt es eine nützliche Faustregel: Ziehen Sie Ihrem Baby immer eine Schicht mehr an als sich selbst. Im Sommer wie im Winter. In der kalten Jahreszeit halten mehrere Schichten übereinander Ihr Baby warm. Babys können ihre Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren. Kalte Hände und Füsse sind deshalb häufig. Doch wie wissen Sie, ob Ihrem Baby zu heiss oder zu kalt ist? Legen Sie dazu zwei Finger an den Nacken. Fühlt sich die Haut kalt an, ist es vielleicht Zeit für wärmere Kleidung. Fühlt sich die Haut warm und schwitzig an, ziehen Sie dem Baby eine Schicht aus. Ist Ihr Baby unruhig und weint? Das kann auch ein Hinweis darauf sein, dass ihm zu warm oder zu kalt ist.

Waschen Sie neu gekaufte Babykleidung vor dem Tragen ein- bis zweimal. Verwenden Sie für die Babywäsche vorzugsweise ein flüssiges und unparfümiertes Waschmittel und verzichten Sie auf Weichspüler. Diese können Hautreizungen verursachen. Waschen Sie Babywäsche wenn möglich mit 60° C und spülen Sie gründlich nach. So können Sie gegen Allergien vorbeugen.

Mit dem Baby spielen

Genauso wie schlafen und essen, gehört auch das Spiel zur gesunden Entwicklung eines Babys dazu. Kaum auf der Welt, beginnt Ihr Kind seine Umgebung mit allen Sinnen wahrzunehmen und zu entdecken.

Sehen: Am Anfang können Babys noch nicht weit sehen. Sie freuen sich über ein Mobile über dem Wickeltisch oder dem Kinderwagen. Bereits mit drei Monaten kann Ihr Kind einen Punkt fixieren und verfolgen.

Hören: Babys haben ein sehr gutes Gehör. Ihre Stimme kennt Ihr Baby schon. Singen Sie Ihrem Kind vor, erzählen Sie ihm Geschichten, plaudern Sie mit ihm. Auch Musik, die Sie in der Schwangerschaft gehört oder bewusst abgespielt haben (z. B. von einer Musikdose), ist Ihrem Kind vertraut. Die bekannten Melodien können helfen, wenn das Kind unruhig ist. Und schon bald ist es auch bereit für die erste Rassel.

Fühlen: Körperkontakt ist wichtig. Tragen, schaukeln und wiegen Sie Ihr Kind. Viele Eltern setzen auch auf Babymassagen.

Bewegung: Legen Sie Ihr Baby auf eine weiche Decke, so dass es frei strampeln kann. Es entdeckt mit grosser Neugier die eigenen Hände und Füsse. Bald wird es auch versuchen, den Kopf zu heben und sich zu drehen. 

Hier bekommen Sie Hilfe

Mit der Ankunft eines Babys tauchen viele Fragen auf. Rat, Kurse und Unterstützung finden Sie bei der Mütter- und Väterberatung Ihrer Gemeinde oder in Ihrem Quartier.

Hier finden Sie eine Mütter- und Väterberatungsstelle in Ihrer Region

Die Elternbriefe von Pro Juventute unterstützen Sie von der Geburt bis zum sechsten Lebensjahr Ihres Kindes mit wertvollen Tipps.

Mehr Informationen zu den Elternbriefen von Pro Juventute

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