Übersicht

Gefahrensituationen für Kinderunfälle

Kindliche Lebensfreude und jugendlicher Übermut sind durchaus positive Eigenschaften. Dabei können Kinder auch die Erfahrung machen, dass nicht jedes Unternehmen glimpflich abläuft. So entsteht ein Lerneffekt. Solange es nur eine Beule oder eine kleine Schnittwunde absetzt, ist es nicht schlimm. Doch Kinder sind auch ernsthaften Gefahren ausgesetzt, für die sie sensibilisiert werden müssen.

Kindernotfalle

Kinder sind vielfältigen Gefahren ausgesetzt: im Verkehr, beim Spielen, auf dem Pausenplatz, in der Badi, auf dem Fussballfeld, beim Feuermachen im Wald und bei zahlreichen weiteren Beschäftigungen. Oft sind sich Kinder der Gefahren nicht bewusst und stürzen sich unbeschwert in ihre kleinen Abenteuer. Auch in der Wohnung gibt es Gefahrenquellen: heisse Herdplatten und Backöfen, elektrische Kabel, offene Fenster und Balkongeländer, die zu Kletterpartien einladen, oder Medizin- und Werkzeugkästen, deren geheimnisvoller Inhalt entdeckt werden will.

Spielerisch Gefahren erkunden

Es ist natürlich wichtig, dass Kinder Erfahrungen machen und Selbstständigkeit entwickeln. Und auch die aufmerksamsten Eltern können ihre Kinder nicht ständig beaufsichtigen. Was Sie jedoch tun können: Sensibilisieren Sie Ihre Kinder auf spielerische Weise für Gefahren, ohne sie zu verängstigen. Zum Beispiel können Sie Ihrem Kind behutsam beibringen, dass eine Nadel sticht. Oder Sie lassen es abwechslungsweise Gläser mit warmem und eisgekühltem Wasser fassen. So lernt es den Unterschied zwischen heiss und kalt kennen.

Bei aller Umsicht lassen sich Kinderunfälle nie ganz ausschliessen. Häufige Unfallarten sind Stürze, Stösse, Unfälle im Strassenverkehr, Verbrennungen, Verbrühungen, Hundebisse und Vergiftungen. Mit Abstand am meisten Kinderunfälle passieren in der Wohnung.

Die sinnvoll ausgestattete Kinderapotheke
Instrumente und Hilfsmittel Verbandsmaterial Wichtige Medikamente Zusätzliche Medikamente oder für Reisen
  • Thermometer
  • Lupe
  • Wundbenzin
  • Alkohol 70%
  • Spitze Pinzette
  • Schere
  • Verbandklammern
  • Handschuhe
  • Gazestretchbinden selbsthaftend schmal und breit
  • Elastische Binden, diverse Breiten, evtl. farbig, sterile Kompressen nicht haftend
  • Heftpflaster hautfreundlich
  • Schnellverband diverse Breiten, evtl. mit Comics
  • Kombiverband
  • Dreiecktuch
  • Watte oder besser Tupfer steril verpackt
  • Desinfektionsmittel nicht brennend
  • Insektenstift oder Gel
  • Kälte-Wärme-Beutel (im Gefrierfach aufbewahren)
  • Fieberzäpfchen altersentsprechend
  • Kohletabletten oder Kapseln
  • Entschäumungsmittel
  • Erkältungssalbe
  • Sportgel
  • Kamillenextrakt
  • Nasentropfen
  • Zäpfchen gegen Übelkeit und Erbrechen
  • Kapseln gegen Durchfall
  • Hustensirup oder Tropfen, Vorsicht bei Kindern unter 1 Jahr (Beipackzettel beachten)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Quelle www.samariter.ch)

Erste Hilfe leisten will gelernt sein

Auch bei Sofortmassnahmen in Notfällen heisst das Erfolgsrezept üben, üben und nochmals üben. Gelegenheit dazu bieten die Erste-Hilfe-Kurse der Samaritervereine. Das Angebot umfasst auch Kurse für die Bewältigung von Notfällen mit Kleinkindern. Zu den Kursen.

Nächste Artikel

Umgang mit Kinderkrankheiten

Fast jedes Kind macht eine oder mehrere der typischen Kinderkrankheiten durch. Ein Überblick über Symptome, Therapien und erprobte Hausmittel.

Geburtsvorbereitung und Geburt

Die ersten Wehen kündigen an, dass es bis zur Geburt des Babys nicht mehr lange dauert. gegen Wehenschmerzen gibt es verschiedene Mittel.

Themen mit diesem Artikel

Familie

10 Artikel

Sponsoring

11 Artikel