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Diabetes Typ 2: verbreiteter als man denkt

Diabetes 2 bedeutet, dass der Körper zu wenig Insulin produziert. Damit geraten die Blutzuckerwerte aus der Balance. Doch diese lassen sich ohne einschneidende Massnahmen korrigieren. Dabei stehen nicht zwingend Medikamente im Vordergrund, sondern eine bewusste Lebensweise. Eine ausgewogene, kalorienarme Ernährung und regelmässige sportliche Aktivitäten sind natürliche und wirksame Mittel, um den Blutzucker im Griff zu behalten.

Diagnose Diabetes Typ 2

Die Diagnose Diabetes Typ 2 steckt man nicht so leicht weg. Aber vielleicht ist es für Sie gut zu wissen, dass Sie damit nicht alleine sind. Diese Form der Zuckerkrankheit, bei der die Körperzellen auf das in der Bauchspeicheldrüse produzierte Hormon Insulin nicht ansprechen, tritt sehr häufig auf.

In der Schweiz leben rund 320'000 Menschen, bei denen die Diagnose Diabetes Typ 2 gesichert ist. Tatsächlich dürften es jedoch noch viel mehr sein, da die Dunkelziffer hoch ist. Die chronische Stoffwechselkrankheit Diabetes Typ 2 ist zwar (noch) nicht heilbar, lässt sich aber glücklicherweise erfolgreich therapieren. Dabei geht es bei Diabetes Typ 2 darum, die Blutzuckerwerte den Normalwerten so weit als möglich anzunähern und Folgekrankheiten nach Möglichkeit auszuschliessen.

Was tun bei Diabetes Typ 2?

In dieser neuen Lebenssituation müssen Sie vor allem zusätzliche Risikofaktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck und insbesondere erhöhte Blutfettwerte im Auge behalten. Ein schlecht eingestellter Blutzuckerspiegel verschärft die Fettstoffwechselstörung zusätzlich. Damit steigt das Risiko einer Gefässverkalkung, die zur Schädigung von Blutgefässen und in der Folge zu Augenerkrankungen, Nierenkrankheiten, Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann.

Diagnose Diabetes Typ 2: Brauchen Sie Medikamente?

Eine Änderung der Lebensgewohnheiten unter Berücksichtigung einer gesunden Ernährungsweise und vermehrter Bewegung kann beim Befund Diabetes Typ 2 schon ausreichen, um den Blutzuckerspiegel auf normalem Niveau zu stabilisieren. Die meisten Diabetiker benötigen jedoch medikamentöse Unterstützung.

Ihr Hausarzt verordnet Ihnen zunächst so genannte orale Antidiabetika. Diese Tabletten beeinflussen die Blutzuckerwerte auf unterschiedliche Weise. Manche dieser Medikamente wirken jedoch nur, wenn die Bauchspeicheldrüse selbst noch eine gewisse Menge an Insulin produzieren kann. Ist dies nicht mehr in ausreichendem Masse der Fall und bleiben die Blutzuckerwerte trotz der Medikamente zu hoch, stellt der Arzt die Behandlung auf Insulin um.

Blutzucker messen

Die Umstellung auf Insulin bedeutet, dass Sie den Blutzuckerspiegel regelmässig messen müssen. Dafür gibt es zuverlässige und handliche Messgeräte mit Teststreifen. Wie oft die Messung erfolgen soll, sagt Ihnen Ihre Hausärztin.

Diagnose Diabetes Typ 2: jetzt auf gesunde Ernährung umstellen

Bei Diabetes Typ 2 kann eine ausgewogene, kalorienarme Ernährung schon viel bewirken. Gemüse, Salate, Obst und Vollkornprodukte sollten Ihren Speisezettel dominieren. Schon der Abbau weniger überflüssiger Kilos kann zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels führen. Passen Sie den Rhythmus der Mahlzeiten Ihren Bedürfnissen und den Veränderungen des Blutzuckerspiegels an. Verteilen Sie Ihre tägliche Kohlenhydratzufuhr auf mehrere Mahlzeiten. Hin und wieder dürfen Sie sich auch ein Glas Wein genehmigen, sofern es ihre Blutzuckerwerte zulassen. Rauchen wirkt sich negativ auf den Diabetes aus.

Bringen Sie Bewegung in Ihr Leben

Regelmässige Bewegung ist bei Diabetes Typ 2 besonders wichtig. Körperliche Aktivitäten helfen, Übergewicht abzubauen und senken den Blutdruck. Damit wird Bewegung zu einem wichtigen Element Ihrer Diabetes-Therapie. Regelmässige körperliche Aktivität reduziert zudem den Körperfettanteil und fördert den Muskelaufbau. Muskelzellen wiederum können Glukose auch ohne Insulin aufnehmen.

Wählen Sie eine Sportart, die Ihnen liegt und Spass macht. Ganz gleich, ob Sie lieber laufen, schwimmen oder Rad fahren. Wichtig ist, dass Sie sich regelmässig bewegen. Idealerweise verknüpfen Sie dabei Ausdauertraining mit Krafttraining. Möglicherweise fällt es Ihnen leichter, sich die nötige Bewegung zu verschaffen, wenn Sie sich einer Gruppe anschliessen. Bauen Sie Bewegung auch in Ihren Alltag ein. Zum Beispiel, indem Sie Treppen steigen statt den Lift zu benutzen, das Auto öfter mal stehen lassen oder eine Tram- oder Bushaltestelle früher aussteigen und den Rest der Strecke zu Fuss gehen.

Diabetes im Familien- und Freundeskreis thematisieren

Reden Sie mit Ihrer Familie und Ihren Freunden über Ihre Gefühle nach dem Befund Diabetes Typ 2, und erklären Sie ihnen, weshalb Sie Ihren Lebensstil ändern. Mit der Unterstützung durch nahestehende Menschen werden Sie sich in Ihrer neuen Lebenssituation noch besser zurechtfinden.

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