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Psychisch kranke Menschen erzählen

Psychische Störungen gehören zu den häufigsten Krankheiten in der Schweiz. Rund 17 Prozent der Bevölkerung leiden gemäss dem Schweizerischen Gesundheitsobservatorium an einer oder mehreren psychischen Erkrankungen. Vier Betroffene erzählen von ihrer Krankheit, wie sie mit ihr umgehen und was ihnen hilft, wieder zu genesen. Mit ihren Geschichte möchten sie anderen Mut machen.

Conny Grossenbacher (52), Wirtin, Diagnose: Panikattacken

Sie hat Schmerzen und Symptome wie bei einem Herzinfarkt. Doch die Ärzte finden nichts. Schliesslich liegt Conny Grossenbacher wegen ihrer Panikattacken nur noch weinend im Bett. Wie sie wieder sicheren Boden unter den Füssen fand, erzählt sie im Video.



Hans Schmied (56), ehemaliger Hotelier, Diagnose: Posttraumatische Belastungsstörung

Das Gefühl, «für nichts mehr zu gebrauchen» zu sein, war für Hans Schmied das Schlimmste. Elfmal war er seit einem Verkehrsunfall in der psychiatrischen Klinik. Was er aus der Krankheit gelernt hat und wie er anderen mit seiner Erfahrung hilft, verrät er im Video.



Silvie Hofmann (38), Bankangestellte, Diagnose: Zwangserkrankungen mit Depressionen

Waschen, bis die Hände blutig sind. Ekel vor anderen Menschen. Solche Zwänge dominierten Silvie Hofmanns Leben. Im Film spricht sie über ihr Leiden und ihre Therapie, die selbst Menschen ohne Zwangsneurose ganz schön fordern würde.



Jürg B.* (31), Pflegefachmann, Diagnose: Drogensucht

«Im Juni war ich vier Wochen im Entzug. Es war mein erster und soll auch mein letzter sein. In der Therapie habe ich wieder zum Malen gefunden. Ausser meiner Frau wusste niemand von meiner Sucht. Diese hatte begonnen, als ich zwanzig war. Wie viele andere Drogensüchtige habe ich immer gearbeitet und in der Gesellschaft bestens funktioniert. Meine Welt brach zusammen, als ich meinen Job verlor: Ich stahl Medikamente zum Eigenkonsum. Meine Sucht offenzulegen, war ein riesiger Schritt. Genauso schwierig war es für mich, Hilfe anzunehmen. Dass mir jetzt von allen Seiten Verständnis entgegengebracht wird, gibt mir Kraft.»

Zeichnung Jürg B.

Diese Bilder malte Jürg B. während seiner Therapie in der Entzugsklinik.

*Name geändert