Autounfall im Ausland

Verkehrsunfälle im Ausland können eine Herausforderung sein. So verhalten Sie sich richtig.

Die Vorschriften im Ausland sind teilweise anders als in der Schweiz. Informieren Sie sich vorher über das richtige Verhalten im ausländischen Strassenverkehr. Generell gilt:

  • Sichern Sie die Unfallstelle: Schalten Sie die Warnblinker ein, ziehen Sie die Warnweste an und stellen Sie das Pannendreieck gut sichtbar auf.
  • Überprüfen Sie, ob es Verletzte gibt.
  • Bei Unfällen mit Verletzten: Alarmieren Sie – wenn nötig – den Rettungsdienst und leisten Sie Erste Hilfe.
  • Überprüfen Sie, ob es Schäden am Fahrzeug gibt. Fotografieren Sie diese.
  • Sollten sich die Parteien nicht einig sein, ziehen Sie die Polizei bei.
  • Füllen Sie das Europäische Unfallprotokoll aus und melden Sie den Fall bei Ihrer Versicherung.
Fakten und Tipps zur Ersten Hilfe

Gut zu wissen

Die rechtliche Beurteilung des Unfalls erfolgt nach den Gesetzen des Landes, in dem der Unfall stattgefunden hat. Im Streitfall müssen Sie Ihre Ansprüche vor Ort einklagen. Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung, die auch im Ausland gilt, ist deshalb ratsam.

Unterschreiben Sie niemals ein Dokument, das in einer Sprache verfasst wurde, die Sie nicht verstehen. Ausgenommen davon ist das Europäische Unfallprotokoll. Es ist in allen Sprachen gleich aufgebaut.

Erkennen Sie die Haftung am Unfallschauplatz nicht an.

Europäisches Unfallprotokoll

Das Europäische Unfallprotokoll ist ein standardisiertes Formular. Inhalt und Aufbau sind in allen Sprachen gleich, sodass es auch als Übersetzungshilfe dient. Bei einem Unfall hilft Ihnen das Protokoll, alle für die Versicherung relevanten Informationen zu erfassen. Neben dem Unfallhergang und den entstandenen Schäden erfassen Sie die Personendaten aller involvierten Parteien.

Das Europäische Unfallprotokoll können Sie bei Ihrer Versicherung oder der Polizei bestellen.

Beispiel eines Europäischen Unfallprotokolls (dieses darf nicht verwendet werden)

Folgende Ausrüstung sollten Sie immer im Auto haben:

  • Europäisches Unfallprotokoll
  • Warnwesten für alle Mitfahrenden
  • Pannendreieck
  • Notfallapotheke

Wen müssen Sie informieren?

  • Unfall- oder Krankenversicherer: Melden Sie Ihre Verletzungen, die beim Autounfall entstanden sind.
  • Kaskoversicherer: Er regelt den Fall für das geschädigte Fahrzeug.
  • Helsana-Notrufzentrale: Damit Sie im Spital kein Depot leisten müssen, geben wir eine Kostengutsprache ab. Sollte aus medizinischen Gründen ein Rücktransport an Ihren Wohnort notwendig sein, übernehmen wir im Rahmen Ihrer Versicherungsdeckung die Organisation.
  • Pannenhilfe oder Reiseversicherung: Sie organisiert – sofern notwendig – den Fahrzeugtransport.
  • Rechtsschutzversicherung: sofern Ansprüche gegenüber Ihnen geltend gemacht werden.
Rechtsschutzfall anmelden

Verkehrsrechtsschutz mit Helsana Advocare EXTRA

Bei rechtlichen Auseinandersetzungen im Verkehr erhalten Sie bis max. 1 Mio. Franken für Anwalts- und Gerichtskosten. Ausserhalb von Europa erhalten Sie bis max. 100’000 Franken.

Versichert sind unter anderem folgende Streitigkeiten:

  • Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen
  • Vertragsstreitigkeiten
  • Verteidigung im Strafverfahren

Haben Sie Fragen?

Gerne helfen wir Ihnen weiter.