Rund um die Finanzen

Prämienverbilligung

Viele Versicherte haben heute Anrecht auf Prämienverbilligung und machen davon Gebrauch. Leben auch Sie in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen und wünschen sich einen finanziellen Beitrag an Ihre obligatorische Krankenversicherungsprämie? Wir erklären Ihnen, wie Sie vorgehen können.

Anspruch auf Prämienverbilligung (PV) haben Personen, die bei einem vom Bund anerkannten Krankenversicherer die obligatorische Krankenpflege (Grundversicherung) versichert haben und deren Einkommen und Vermögen eine finanzielle Unterstützung rechtfertigen. Diese Unterstützung ist kantonal unterschiedlich geregelt – oft kommt sie erst in Gang, nachdem der Versicherte angefragt hat. Es lohnt sich deshalb, bei der zuständigen Stelle in Ihrem Wohnkanton nachzufragen, ob auch Sie Anspruch auf eine finanzielle Unterstützung haben.

Falls Sie in einem EU-Land, in Island oder in Norwegen wohnen und eine Rente aus der Schweiz beziehen, haben Sie unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls Anrecht auf eine Prämienverbilligung. Wenden Sie sich an die Gemeinsame Einrichtung. Die zuständige Stelle kümmert sich auch um die Prämienverbilligung für Familienangehörige, die in der Schweiz leben.

Auszahlung über die Krankenversicherer

Seit 2014 sind alle Kantone verpflichtet, die PV einheitlich über die Versicherer abzuwickeln. Eine direkte Auszahlung an die Begünstigten oder den Betrag mit der Steuerrechnung zu verrechnen, ist nicht mehr vorgesehen. Die PV ist auf der Prämienrechnung ersichtlich und wird direkt von der Versicherungsprämie abgezogen. Helsana kann die PV auf der Rechnung erst berücksichtigen, nachdem sie die entsprechende Meldung vom Kanton erhalten hat. Ausserdem erlaubt das neue Krankenversicherungsgesetz nicht mehr, die PV auf der Police auszuweisen.

Prämienverbilligung – weitere Informationen

Haben Sie vom Kanton bereits eine Verfügung für die PV 2017 erhalten, und Ihre Prämienrechnung wurde noch nicht angepasst?

Damit wir den Betrag von Ihrer Rechnung abziehen können, muss der Kanton uns eine elektronische Meldung senden. Zwischen der Verfügung an Sie (durch den Kanton) und der Meldung an uns können bis zu zwei Monate vergehen.

Wichtig: Damit Sie nicht gemahnt werden, bitten wir Sie, Ihre Prämienrechnungen zu begleichen, auch wenn die Prämienverbilligung noch nicht darauf ersichtlich ist. Der Abzug erfolgt später, und Sie werden eine korrigierte Rechnung mit einer Gutschrift der zu viel bezahlten Prämien erhalten.

Ist es für Sie ein Problem, die Rechnung zu begleichen? Rufen Sie uns an. Gemeinsam finden wir eine Lösung. Tel. 0844 80 81 82

Beziehen Sie Ergänzungsleistungen?
Klicken Sie hier: Prämienverbilligung aus Ergänzungsleistungen

Die rechtsstehenden Links führen Sie direkt zu den Bedingungen der Kantone und zeigen Ihnen, wie Sie bei einem Gesuch um Prämienverbilligung vorgehen müssen.