Engagements im Überblick

Psychische Gesundheit

Psychische Gesundheit

Eine psychische Störung kann jeden treffen. Rund 17 Prozent der Schweizer Bevölkerung leiden gemäss dem Schweizerischen Gesundheitsobservatorium an einer psychischen Krankheit. Zu den häufigsten zählen Angststörungen, Depressionen und Burnout. Mit persönlicher Schwäche hat das nichts zu tun, wie einige Menschen noch immer glauben. Erfahren Sie, wie Sie psychisch gesund bleiben, Krankheiten erkennen und welche Therapien helfen.

Prävention durch Entspannung

Die psychische Gesundheit ist vielschichtig. Sie hängt von vielen Faktoren ab – nicht alle sind beeinflussbar. Ein wichtiger Schutz ist sicher der gesunde Umgang mit Stress. Hier ein paar Tipps, um die täglichen Belastungen zu meistern.

Bewusst entspannen

Regelmässig entspannen und achtsam leben ist wichtig, damit Körper und Geist auftanken können. Ständig aktiv und gestresst sein ist Gift für die Gesundheit. Wir stellen Ihnen fünf anerkannte Methoden vor, mit denen Sie zur Ruhe kommen und Ihr seelisches Gleichgewicht stärken.

Methode Entspannung

Für Kurse zur Prävention erhalten Sie 75% bis maximal 200 Franken pro Jahr aus den Zusatzversicherungen Sana und Completa, sofern der Kursleiter von uns anerkannt ist.
Mehr Informationen zu Sana und Completa

Zeitmanagement für Job und Familie

Unser Alltag ist in den letzten Jahren stressiger geworden. Zeitdruck und hohe Anforderungen bestimmen das Berufsleben vieler Menschen. Auch das Familienleben wird immer intensiver. Mit einfachen Prinzipien des Zeitmanagements lässt sich der Alltag stressfreier gestalten. Die Leitfrage dabei: Was ist Ihnen persönlich wichtig und was nicht?

Antworten für das Zeitmanagement in der Familie und im Job finden Sie auf den jeweiligen Seiten. Informationen zum allgemeinen Umgang mit Stress sind hier dargestellt.

Gesundheitsbus Helsana-Gesundheitsbus

Kennen Sie Ihren persönlichen Stresslevel? Besuchen Sie den Helsana-Gesundheitsbus in Ihrer Nähe. Machen Sie den Stresstest und holen Sie sich bei unseren spezialisierten Mitarbeitern und Fachpersonen der Schweizerischen Gesellschaft für Angst & Depression und dem Verein Stressmanagement wertvolle Präventionstipps.

Mehr zum Helsana-Gesundheitsbus

Psychische Erkrankungen (er)kennen

Eine psychische Erkrankung lässt sich nicht mit einem einfachen Test feststellen. Auch erlebt sie jede Person anders. Für eine verlässliche Diagnose ist eine Fachperson unerlässlich. Erste Anlaufstelle ist der Hausarzt. Die häufigsten Krankheitstypen gemäss Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind:

Affektive Störungen: Depression, Manie, bipolare Störung, Burnout

Von Stimmungsstörungen sind rund 16 bis 20 Prozent aller Menschen einmal im Leben betroffen. Ihre Stimmung ist entweder gedrückt (Depression) und sie sind interessen- und freudlos oder unangemessen gehoben (Manie) mit Symptomen wie Rastlosigkeit und Selbstüberschätzung. Wechseln sich depressive und manische Phasen ab, handelt es sich um eine bipolare Störung.

Mehr Informationen zu den Themen Depression und Burnout

Persönlichkeitsstörungen: Borderline, multiple Persönlichkeitsstörung

Die schweren Störungen der Persönlichkeit oder des Verhaltens haben verschiedene Ursachen, etwa genetische Faktoren, Entwicklungsbedingungen oder Hirnschäden. Betroffene leiden meist seit Kindheit unter umfassenden Beeinträchtigungen, die sich in allen Lebensbereichen bemerkbar machen, sodass sie häufig mit anderen Menschen oder der Gesellschaft in Konflikt geraten.

Neurotische und somatoforme Störungen, Belastungsstörungen: Angst- und Zwangsstörungen, Hysterie, Hypochondrie, Traumata

Neurose ist ein Sammelbegriff für viele leichte psychische Störungen ohne erkennbare organische Ursache. Typisch für die verschiedenen Krankheitsbilder ist, dass das Verhalten durch Angst und Zwang dominiert wird. Während eine Belastungsstörung stets auf ein konkretes negatives Ereignis zurückgeht, kann es sich ansonsten auch um diffuse oder übertriebene Ängste handeln.

Psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen durch Suchtverhalten

Der Konsum von Rauschmitteln wie Alkohol, Tabak und Medikamenten kann abhängig machen und zu psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen führen. Zum Beispiel zwanghafter Konsumdrang, fehlende Kontrollfähigkeit, Entzugssymptome oder Vernachlässigung von Interessen und Verpflichtungen.

Psychosen: Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Schizophrenie

Bei der Psychose handelt es sich um eine schwere Erkrankung, die sich in einem gestörten Realitätsbezug äussert und zu einer Veränderung der Persönlichkeit führt. Typischerweise sind das Denken und die Wahrnehmung beeinträchtigt. Anders als Neurosen haben Psychosen vermutlich körperliche Ursachen.

Therapien

Für Betroffene ist es nicht immer einfach, die passende Therapie für ihr psychisches Problem zu finden. Sie hängt vom Krankheitsbild, von der Situation und der Persönlichkeit ab. Erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt.

Therapien mit wissenschaftlich nachweisbarer Wirkung

Medikamentöse Therapien

Bei schweren psychischen Erkrankungen ist eine medikamentöse Therapie oft die Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung oder die Teilnahme an anderen therapeutischen Massnahmen. Mit Medikamenten können zum Beispiel Stoffwechselstörungen im Gehirn behandelt werden, die bei psychischen Erkrankungen oft auftreten. Eingesetzt werden Beruhigungsmittel, Antipsychotika (Neuroleptika), Antidepressiva oder stimmungsstabilisierende Medikamente.

Gesprächsorientierte Therapien

In Einzel- und Gruppengesprächen (z.B. Familientherapie) findet eine vertiefte Auseinandersetzung mit den eigenen Problemen statt. In einem ersten Schritt geht es darum, die Schwierigkeiten in Worte zu fassen und den Ursachen auf den Grund zu gehen. Mithilfe des Therapeuten werden sodann Problemlösungsstrategien gesucht und neue Verhaltensweisen eingeübt. Häufige Formen sind: Psychotherapie, Verhaltenstherapie, tiefenpsychologische Ansätze, systemische Therapie.

Therapien mit unterstützender Wirkung

Handlungsorientierte Therapien

Das Ziel von handlungsorientierten Therapien ist, das persönliche Leben aktiv zu gestalten und die eigene Ohnmacht zu überwinden. Patientinnen und Patienten lernen, dass sie sich wirksam in Beziehungen einbringen und auf ihre Umwelt Einfluss nehmen können. Dazu zählen etwa die Ergotherapie, Aktivierungstherapie, Arbeitstherapie, sozio- und Milieutherapie.

Körperorientierte Therapien

In der Körpertherapie geht es um die bewusste Erfahrung des eigenen Körpers. In den verschiedenen Therapieformen wird der Körper durch eine aktive oder passive Teilnahme beeinflusst und gestärkt: Körpertherapie, Aromatherapie, Entspannungsverfahren, Fitness- und Sporttherapie und Physiotherapie.

Ausdrucksorientierte Therapien

Sprache ist nicht die einzige Möglichkeit, sein eigenes Fühlen und Erleben auszudrücken und in Beziehung zu seinen Mitmenschen zu treten. In den ausdrucksorientierten Therapien wie Kunst- oder Musiktherapie werden deshalb gezielt andere Mittel genutzt, um sich mit seinen Gefühlen, Erfahrungen und Konflikten auseinanderzusetzen.

Weitere Informationen zu Krankheitsbildern und Therapien finden Sie bei der Schweizerischen Gesellschaft für Angst und Depression

Unsere Leistungen zu psychischer Gesundheit

Psychische Krankheiten sind mindestens ebenso ernst zu nehmen wie körperliche. Deshalb engagiert sich Helsana zusammen mit Ärzten und Kliniken für eine optimale Versorgung: von der Prävention über die Behandlung bis zur beruflichen Wiedereingliederung psychisch Kranker.

Gesundheitsförderung und Prävention

Entspannungsmethoden wie MBSR, Atemgymnastik oder autogenes Training sorgen für den nötigen Ausgleich und eine gesunde Psyche. Für Kurse zur Prävention erhalten Sie 75% bis maximal 200 Franken pro Jahr aus den Zusatzversicherungen Sana und Completa, sofern der Kursleiter von uns anerkannt ist.
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Früherkennung mit Check-ups

Psychische Erkrankungen werden oft spät erkannt. Wir bieten deshalb mit der Zusatzversicherung Primeo Zugang zu spezialisierten Check-ups . So sind rechtzeitige präventive Massnahmen und erfolgreichere Behandlungen möglich.
Mehr zu den Check-ups und Primeo
Kurzinterview zum Check-up «Mental Health 50+» von Primeo

Psychologische Soforthilfe

Belastende Ereignisse wie ein Unfall oder der Verlust einer nahestehenden Person sind für jeden Menschen schwierig zu bewältigen. Unsere psychologische Soforthilfe ist für Sie da. Eine Notfallpsychologin ruft innerhalb von 24 Stunden zurück und berät Sie absolut vertraulich und professionell.
Mehr zur psychologischen Soforthilfe

Case Management für individuelle Betreuung

Psychische Leiden können so stark einschränken, dass Betroffene arbeitsunfähig werden. Oft fallen sie dann für längere Zeit aus. Unsere Case Manager helfen Menschen in schwierigen Lebenssituationen, gesundheitlich, beruflich, sozial und finanziell wieder Fuss zu fassen.
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Spezialisierte Partnerkliniken

Dank intensiver Zusammenarbeit mit Psychiatriekliniken für Akutbehandlungen und Rehabilitationen erhalten unsere Kunden schweizweit eine qualitativ hochstehende Versorgung – in sämtlichen Fachgebieten psychischer Erkrankungen.
Übersicht Partnerkliniken

Psychatrie Schlössli Gebäude Wo Menschen in der Krise Hilfe finden

In der Clienia Privatklinik Schlössli in Oetwil am See (ZH) erhalten Menschen bei persönlichen und seelischen Krisen professionelle Unterstützung. Ein Besuch in der Abteilung für Stressfolgeerkrankungen und Psychosomatik gibt Einblick in den Stationsalltag.

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