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Medizinische Richtlinien und Empfehlungen: wie beeinflussen sie die medizinische Behandlung?

01.01.2013

Prof. Dr. Matthias Schwenkglenks, Finanzierung: Schweizerischer Nationalfonds

Medizinische Richtlinien und Empfehlungen: wie beeinflussen sie die medizinische Behandlung?

2016–laufend
Prof. Dr. Matthias Schwenkglenks, Finanzierung: Schweizerischer Nationalfonds

Hintergrund

Die Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen variiert nicht nur über die Zeit, sondern auch zwischen den Regionen beträchtlich. Gründe sind der medizinische Fortschritt, unterschiedliche Bedürfnisse der Menschen oder der unterschiedliche Stellenwert von präventiven Massnahmen. Grosse regionale Unterschiede können auch auf eine Unter- oder Überversorgung von Bevölkerungsgruppen hinweisen. Diese ist – gerade im Bereich der chronischen Krankheiten – mit bedeutenden Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung und die Gesundheitskosten verbunden. Ziel der Studie ist, aufzuzeigen und zu beschreiben, welche regionalen Unterschiede in der Behandlung von chronischen Krankheiten bestehen. Insbesondere wird untersucht, wie medizinische Richtlinien und Empfehlungen die Wahl der Behandlung beeinflussen. Es sollen Erkenntnisse gewonnen werden, wie der Nutzen von Empfehlungen verbessert werden kann. In einem ersten Schritt werden für ausgewählte chronische Krankheiten mögliche Behandlungsarten ermittelt und die zugehörigen medizinischen Richtlinien und Empfehlungen analysiert. Im zweiten Schritt werden anhand von Helsana-Abrechnungsdaten regionale Unterschiede in der Behandlung untersucht. Zudem wird der Zusammenhang zwischen der Wahl der Behandlung und den verfügbaren medizinischen Richtlinien und Empfehlungen analysiert. In einem dritten Schritt wird untersucht, wie sich regionale Unterschiede in der Behandlung auf die Gesundheitskosten, die Spitaleinweisungen sowie allenfalls die Sterblichkeit auswirken. Die Studie liefert einen Überblick über medizinische Richtlinien und Empfehlungen zur Behandlung von chronischen Krankheiten. Sie zeigt auf, wie diese Richtlinien und Empfehlungen die Wahl der Behandlung beeinflussen und gibt Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten, um einer Über- oder Unterversorgung von chronisch Kranken entgegenzuwirken.

Kooperation

Universität Zürich, Helsana