Neue Qualitätsstandards für Telefonmarketing

Der Branchenverband Curafutura setzt klare Richtlinien für die Zusammenarbeit mit Vermittlern. Damit sollen unseriöse, unerbetene Werbeanrufe aus dem Markt verschwinden.

11.11.2015

Verbindliche Qualitätsstandards für alle Curafutura-Mitglieder (Helsana, CSS, Sanitas und KPT) regeln in Zukunft die Zusammenarbeit zwischen Krankenversicherern und Vermittlern. Diese Standards gelten für die Grundversicherung und für die Zusatzversicherung und treten per 1. Januar 2016 in Kraft. Damit verpflichten sich alle Mitglieder, nur mit gut ausgebildeten Vermittlern zusammenzuarbeiten, die bei der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) registriert sind, nachweislich auf Eignung und Integrität überprüft wurden und eine hohe Beratungskompetenz sicherstellen. Unseriöse, unerbetene Werbeanrufe sollen damit aus dem Markt verschwinden.

Diese Qualitätsstrategie hat Helsana schon per 1. Juli 2015 eingeleitet. Zusätzlich zu den bereits umgesetzten Standards wie die Einführung des Beratungsprotokolls und das Beilegen der aktuellen Kopie der Police des Vorversicherers, verzichten Curafutura-Mitglieder auch auf telefonische Kaltakquise (Anrufe ohne vorherige Zustimmung des Angerufenen).

Regelmässige Überprüfung der Richtlinien

Eine Begleitgruppe, der sogenannte Advisory Circle, wird regelmässig überprüfen, ob sich die Vermittler an die neuen Richtlinien halten und ob die Massnahmen die gewünschte Wirkung erzielen, nämlich das Vertrauen der Kunden zu gewinnen. Curafutura hat Konsumentenschutzorganisationen eingeladen, im Advisory Circle mitzuarbeiten. Auf diese Weise will der Branchenverband mehr über Marktprobleme aus Konsumentensicht erfahren sowie gemeinsam weitere Verbesserungsmöglichkeiten diskutieren.

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