Arzneimittelreport

Der Arzneimittelreport 2021 bietet neben einem allgemeinen Teil Analysen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Bezüge und behandelt das Thema Lieferengpässe. Helsana sorgt damit für mehr Transparenz im Gesundheitswesen und trägt dazu bei, die Versorgung unserer Kundinnen und Kunden zu verbessern.

Der neuste Helsana-Arzneimittelreport zeigt: Die Medikamentenkosten zu Lasten der Grundversicherung belaufen sich 2020 auf CHF 7.7 Milliarden. Obwohl gegenüber 2019 etwas weniger Medikamente bezogen wurden, stiegen die Gesamtkosten weiter an. Die höchsten Arzneimittelkosten generierten die Gruppe der Immunsuppressiva. An zweiter Stelle rangieren die Krebsmedikamente mit einer Kostensteigerung von +10.5% allein gegenüber dem Vorjahr. Die achte Auflage des Helsana-Arzneimittelreport fokussiert zusätzlich auf Analysen zur Medikation während der Corona-Pandemie und Lieferengpässen bei Medikamenten.

Die wichtigsten Erkenntnisse in Kürze:

  • Das Jahr 2020 war stark durch die weltweite COVID-19-Pandemie geprägt. Vor allem die klassische Hausapotheke wurde aufgerüstet; mit Medikamenten gegen Schmerzen, Husten und Schnupfen sowie Augentropfen oder Vitamin D3-Präparaten.
  • Durch die hohe psychische Belastung und Verunsicherung wurden während des Lockdowns vermehrt Psychoanaleptika und Schlafmittel bezogen.
  • Bei Krebspatienten wurden auch während des Lockdowns lebensnotwendige Therapien wie Zytostatika- und Immuntherapien begonnen, es kam nur zu kurzzeitigen Verzögerungen.
  • In der Schweiz nimmt die Zahl der Lieferengpässe bei Medikamenten seit einigen Jahren stetig zu. Ursache des Problems ist ein weltweiter Rückgang der Hersteller und die dadurch resultierende Konzentration der Produktion auf nur wenige Standorte. Da der Schweizer Markt klein ist, ist er oft einer der ersten, der unter Lieferengpässen leidet.
  • Glücklicherweise waren die Lieferengpässe grösstenteils wenig kritisch, da noch andere Packungsgrössen oder Dosierungsstärken zur Kompensation vorrätig waren.
  • Fast ein Drittel der Engpässe erwies sich jedoch als sehr kritisch, da jeweils nur ein Präparat auf dem Schweizer Markt verfügbar ist. Lieferengpässe führen zu einem beachtlichen zu Versorgungsengpässen und -problemen, die es zu verhindern gilt.
Helsana Arzneimittelreport 2021

Mehr Transparenz in der Arzneimittelversorgung

Der Helsana-Arzneimittelreport ist schweizweit einzigartig. Der Bericht verschafft authentische Einblicke in die Arzneimittelversorgung in der Schweiz. Helsana erstellt ihn in Kooperation mit dem Universitätsspital Basel (USB) und dem Institut für Pharmazeutische Medizin (ECPM) der Universität Basel.

Der Report ist in Deutsch. Vorwort und Zusammenfassung sind in Deutsch, Französisch und Englisch verfügbar.

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