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Wer zahlt die steigenden Kosten für die Pflege?

In der Schweiz gibt es immer mehr ältere Personen. Damit steigen die Kosten für die Pflege. Wie finanzieren wir sie in Zukunft?

«Wer bezahlt meine Pflege, wenn ich mal alt und gebrechlich bin?» Diese Frage treibt immer mehr von uns um. Letztes Jahr erschien der Bericht zur revidierten Pflegefinanzierung von 2011. Was hat sie bis anhin gebracht? Bei der Grundversicherung, welche die Pflege mitfinanziert, sieht das Resultat erfreulich aus: Die Ausgaben haben sich stabilisiert – das ist positiv für die Prämien der Versicherten. Dafür werden Kantone und Gemeinden vermehrt zur Kasse gebeten.

Neu an der aktuellen Pflegefinanzierung ist vor allem, dass die Kosten für die grundversicherten Pflegeleistungen durch drei Kostenträger finanziert werden: Krankenversicherung, Private sowie die öffentliche Hand. Den Höchstbeitrag, den der Patient im Pflegeheim aus eigener Tasche berappen muss, hat das Parlament dabei auf 21.60 Franken pro Tag begrenzt.

Grosszügige und Knausrige

Sämtliche Pflegekosten, die den Beitrag aus der Grundversicherung plus die 21.60 Franken pro Tag übersteigen, übernehmen also Gemeinden und Kantone. Jeder Kanton muss selbst regeln, wie er diese Restfinanzierung organisiert. Der Bundesrat hat festgestellt, dass einige Kantone die Spielregeln nicht so umsetzen, wie sie sollten. Sprich: Sie zahlen den Pflegeheimen und der Spitex zu wenig. Ihre ungedeckten Kosten wiederum wälzen Heime und Spitex deshalb auf die Patienten ab. Dieser unerfreulichen Entwicklung will der Bundesrat nun einen Riegel vorschieben.

Blick in die Zukunft

In seinem Bericht zur Zukunft der Langzeitpflege setzt sich der Bund damit auseinander, wie die Pflege in der Schweiz in Zukunft organisiert und finanziert werden soll. Wie sollen Pflegende in Zukunft wohnen? Womit lässt sich der Pflegeberuf attraktiver gestalten? Und wie lassen sich die steigenden Kosten in den Griff bekommen? Sein Fokus bei der Kostensenkung liegt auf der Prävention: Wenn etwa chronisch kranke Menschen lernen, trotz ihren Beschwerden selbstständig zu leben, oder Risikogruppen wie Diabetiker erfahren, wie sie eine Erkrankung verhindern, ist dies ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen die steigenden Pflegekosten.

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