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Was sind eigentlich Franchise und Selbstbehalt?

Der Krankenkassen-Jargon einfach und verständlich erklärt. Werden Sie Versicherungsprofi bei den Themen Franchise und Selbstbehalt.

Franchise einfach erklärt

Jeder Erwachsene in der Schweiz muss pro Kalenderjahr einen fixen Betrag an seine Behandlungskosten leisten: die Franchise. Die Mindestfranchise für Erwachsene in der Grundversicherung beträgt 300 Franken pro Jahr. Wählen Sie etwa eine 300-Franken-Franchise, bezahlen Sie die ersten 300 Franken selbst.

Wahl der Franchisen in der Grundversicherung:

  • 300 Franken
  • 500 Franken
  • 1000 Franken
  • 1500 Franken
  • 2000 Franken
  • 2500 Franken

Für Kinder gibt es in der Schweiz keine gesetzlich festgelegte Jahresfranchise. An den Kosten beteiligt sich die Krankenkasse von Anfang an. Auch bei Kindern kann die Franchise bei Helsana auf 500 Franken erhöht werden. So lassen sich zusätzlich Prämien sparen.

Der Nutzen einer höheren Franchise

Auch Helsana gewährt, wie alle Versicherer, ihren Versicherten einen Rabatt bei einer höher gewählten Franchise. Je höher Ihre Franchise in der Grundversicherung, desto günstiger Ihre Prämie. Wählen Sie die höchste Franchise von 2500 Franken, profitieren Sie von mindestens 19 Prozent Rabatt auf Ihre Prämien. Weitere Informationen sowie eine Übersicht über alle Rabatte finden Sie hier. Berechnen Sie auch gleich Ihre Prämie.

Was ist der Selbstbehalt?

Der Selbstbehalt wird belastet, sobald die von Ihnen gewählte Franchise pro Kalenderjahr ausgeschöpft ist. Ab dann übernimmt die Krankenkasse 90 Prozent der Kosten. Sofern diese von der Grundversicherung gedeckt sind und im selben Kalenderjahr anfallen. Die restlichen 10 Prozent tragen Sie selbst. Diesen Betrag nennt man Selbstbehalt. Er ist ebenfalls Teil Ihrer Kostenbeteiligung.

Auch der Selbstbehalt hat eine Limite: Bei Erwachsenen 700 Franken, für Kinder 350 Franken pro Kalenderjahr. Sobald Sie den maximalen Selbstbehalt bezahlt haben, übernimmt die Krankenkasse alle weiteren von der Grundversicherung gedeckten Kosten zu 100 Prozent.

Franchise und Selbstbehalt – ein Beispiel

Angenommen, Ihre Franchise in der Grundversicherung beträgt 300 Franken. Nun erhalten Sie Ihre erste Arztrechnung im Kalenderjahr in der Höhe von 400 Franken. Von diesem Betrag zahlen Sie Ihre Franchise von 300 Franken und – von den restlichen 100 Franken – den Selbstbehalt von 10 Prozent, also 10 Franken. Insgesamt zahlen Sie also 310 Franken selber.

Wenn Sie nun im gleichen Kalender eine weitere Rechnung von Ihrem Hausarzt erhalten in der Höhe von 200 Franken, zahlen Sie davon nur noch die 10 Prozent Selbstbehalt, also 20 Franken.

Spitalkostenbeitrag: ebenfalls Teil der Kostenbeteiligung

Bei stationären Spitalaufenthalten bezahlen Versicherte den gesetzlich vorgeschriebenen Spitalkostenbeitrag. Dieser beträgt 15 Franken pro Tag. Diese Summe entspricht den Lebenshaltungskosten für Strom, Verpflegung etc., die Sie auch zu Hause tragen müssten. Deshalb zahlen Sie den Spitalkostenbeitrag auch dann, wenn Sie das Maximum von Franchise und Selbstbehalt bereits ausgeschöpft haben. Wer vom Spitalkostenbeitrag befreit ist, erfahren Sie hier.

Von der Kostenbeteiligung ausgeschlossen

Es gibt medizinische Leistungen, die zu 100 Prozent von Ihrer Krankenkasse bezahlt werden. Das bedeutet, dass Sie von Franchise und Selbstbehalt befreit sind. Zu diesen Leistungen gehören etwa Mutterschaftsleistungen wie (maximal sieben) Kontrolluntersuchungen oder Geburtsvorbereitungskurse. Zudem müssen sich Frauen ab der 13. Schwangerschaftswoche und bis acht Wochen nach der Geburt nicht mehr an den Kosten für allgemeine Leistungen und Pflegeleistungen bei Krankheit beteiligen.

Krankenkasse einfach erklärt

Hier finden Sie die wichtigsten Begriffe rund um Ihre Krankenversicherung und was diese zahlt.

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