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Unterstützung in finanziellen Notlagen

Wer mit der Bezahlung der Versicherungsprämien in Rückstand gerät und weitere Schulden anhäuft, muss im schlimmsten Fall mit einer Betreibung rechnen.

Finanzielle Notlage

Es kann passieren, dass eine Familie in finanzielle Schwierigkeiten gerät. Dafür brauchen Sie sich nicht zu schämen. Wenn alle Beteiligten guten Willens sind, findet sich fast immer eine vernünftige Lösung.

Prämienverbilligung

Ein Lichtblick bietet Ihnen möglicherweise eine Prämienverbilligung. In der Schweiz werden Personen in bescheidenen finanziellen Verhältnissen beim Bezahlen der Prämien für die Krankenversicherung unterstützt. Der Anspruch ist kantonal geregelt und gilt nur für die Grundversicherung. Wie hoch die Vergünstigung ausfällt, hängt vom versteuerten Einkommen und von der Anzahl Kinder ab. In einigen Kantonen informiert die Verwaltung die anspruchsberechtigten Personen automatisch aufgrund der Steuerdeklaration. In anderen Kantonen müssen Sie selber aktiv werden und die Prämienverbilligung jedes Jahr bei Ihrer Gemeinde neu beantragen. Grundsätzlich erfolgt die Auszahlung direkt an die Krankenversicherung. Sie erhalten also das Geld nicht direkt.

Mehr Informationen zu Prämienverbilligung

Familienzulagen

Eltern können je nach kantonaler Regelung Familienzulagen beantragen. Möglich ist der Bezug von Kinderzulagen und Ausbildungszulagen. Einige Kantone richten auch Geburtszulagen und Adoptionszulagen aus. Die Höhe der Kinderzulage beträgt für Kinder bis 16 Jahre sowie behinderte erwerbsunfähige Kinder bis 20 Jahre mindestens 200 Franken pro Kind und Monat. Für Jugendliche in Ausbildung bis 20 Jahre mindestens 250 Franken pro Kind und Monat. Antworten auf zahlreiche Fragen zu Familienzulagen finden Sie auf der Website des Bundes.

Wenn Sie berufstätig sind, stellt Ihr Arbeitgeber den Antrag für eine Familienzulage, die Ihnen zusammen mit dem Lohn ausbezahlt wird. Wenn Sie nicht berufstätig sind, müssen Sie die Familienzulage bei der für Sie zuständigen Familienausgleichskasse beantragen. Die Adressen der Kassen in den Kantonen finden Sie auf der AHV-Website unter Wenn Sie berufstätig sind, stellt Ihr Arbeitgeber den Antrag für eine Familienzulage, die Ihnen zusammen mit dem Lohn ausbezahlt wird. Wenn Sie nicht berufstätig sind, müssen Sie die Familienzulage bei der für Sie zuständigen Familienausgleichskasse beantragen. Die Adressen der Kassen in den Kantonen finden Sie auf der AHV-Website unter Kantonale Ausgleichskassen. Falls Sie arbeitslos sind, wenden Sie sich an die Verwaltung Ihrer Wohngemeinde.

Ergänzungsleistungen

Das Sozialsystem in der Schweiz sieht Ergänzungsleistungen für AHV- und IV-Bezüger vor. Ein Anspruch besteht, wenn das Einkommen die minimalen Lebenskosten nicht deckt. Ergänzungsleistungen sind ein rechtlicher Anspruch und keine Fürsorge oder Sozialhilfe.

Ergänzungsleistungen sind für Sie als Familie gegebenenfalls ein Thema, wenn Sie finanziell schlecht gestellte nahe Familienangehörige im Rentenalter haben und selber nicht in der Lage sind, diese Person finanziell zu unterstützen.

Mehr Informationen

Hilfe vom Sozialamt
Die schweizerische Bundesverfassung garantiert den in der Schweiz lebenden Menschen einen Anspruch auf Hilfe in Notlagen. Der entsprechende Verfassungsartikel lautet: «Wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen, hat Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind.» Wenden Sie sich an das Sozialamt Ihrer Gemeinde oder Ihres Kantons, wenn Sie nicht mehr ein und aus wissen.

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