Psychisch kranke Menschen erzählen

Psychische Störungen gehören zu den häufigsten Krankheiten in der Schweiz. Rund 17 Prozent der Bevölkerung leiden gemäss dem Schweizerischen Gesundheitsobservatorium an einer oder mehreren psychischen Erkrankungen. Vier Betroffene erzählen von ihrer Krankheit, wie sie mit ihr umgehen und was ihnen hilft, wieder zu genesen. Mit ihren Geschichte möchten sie anderen Mut machen.

13.02.2017

Conny Grossenbacher (52), Wirtin, Diagnose: Panikattacken

Sie hat Schmerzen und Symptome wie bei einem Herzinfarkt. Doch die Ärzte finden nichts. Schliesslich liegt Conny Grossenbacher wegen ihrer Panikattacken nur noch weinend im Bett. Wie sie wieder sicheren Boden unter den Füssen fand, erzählt sie im Video.

Hans Schmied (56), ehemaliger Hotelier, Diagnose: Posttraumatische Belastungsstörung

Das Gefühl, «für nichts mehr zu gebrauchen» zu sein, war für Hans Schmied das Schlimmste. Elfmal war er seit einem Verkehrsunfall in der psychiatrischen Klinik. Was er aus der Krankheit gelernt hat und wie er anderen mit seiner Erfahrung hilft, verrät er im Video.

So viele Betroffene gibt es in der Schweiz

800 000 Menschen sind in der Schweiz von Angststörungen wie Panikattacken betroffen.

100 000 bis 200 000 Menschen sind in der Schweiz von Zwangsstörungen betroffen.

20% der Schweizerinnen und Schweizer leiden mindestens einmal im Leben an einer Depression. Hierzulande ist sie die häufigste psychische Erkrankung.

49 000 bis 54 000 Personen werden aktuell in der Schweiz im Zusammenhang mit Suchtproblemen beraten oder behandelt.

Silvie Hofmann (38), Bankangestellte, Diagnose: Zwangserkrankungen mit Depressionen

Waschen, bis die Hände blutig sind. Ekel vor anderen Menschen. Solche Zwänge dominierten Silvie Hofmanns Leben. Im Film spricht sie über ihr Leiden und ihre Therapie, die selbst Menschen ohne Zwangsneurose ganz schön fordern würde.

Jürg B.* (31), Pflegefachmann, Diagnose: Drogensucht

«Im Juni war ich vier Wochen im Entzug. Es war mein erster und soll auch mein letzter sein. In der Therapie habe ich wieder zum Malen gefunden. Ausser meiner Frau wusste niemand von meiner Sucht. Diese hatte begonnen, als ich zwanzig war. Wie viele andere Drogensüchtige habe ich immer gearbeitet und in der Gesellschaft bestens funktioniert. Meine Welt brach zusammen, als ich meinen Job verlor: Ich stahl Medikamente zum Eigenkonsum. Meine Sucht offenzulegen, war ein riesiger Schritt. Genauso schwierig war es für mich, Hilfe anzunehmen. Dass mir jetzt von allen Seiten Verständnis entgegengebracht wird, gibt mir Kraft.»

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