Balsam für den Verdauungstrakt: Kurkuma

Kurkuma gibt der Currymischung die gelbe Farbe und den herben Geschmack, der sowohl kulinarisch wie auch heilend seine Wirkung hat. Die Fähigkeit, den Verdauungstrakt rundum zu sanieren und zu stärken, hat Kurkuma auf Platz 3 der wissenschaftlichen Arzneipflanzenforschung vorrücken lassen.

13.02.2017 Lara Brunner 2 Minuten

Kurkuma ist mit dem Ingwer verwandt, hat jedoch intensiv gelbes Fleisch

Die Anwendung von Kurkuma stammt ursprünglich aus dem asiatischen Raum. In der ayurvedischen Tradition setzt man die Heilpflanze ein, um den Magen-Darm-Trakt von Grund auf zu reinigen. Ein Universalmittel, da eine gut funk­tionierende Verdauung die Basis der Gesundheit darstellt. Diese Erkenntnis ist auch in europäische Kräuterbücher (Tabernaemontanus, 1613; Loeber, 1748) eingeflossen, die Kurkuma bei schwacher Gesundheit anwenden lassen. Heute ist das breite Wirkspektrum von Kurkuma weltweit Gegenstand zahlreicher Fachartikel und hat ein ähnliches Marktpotenzial bezüglich Magen-Darm-Beschwerden wie Johanniskraut gegen Depression und Ginkgo gegen Demenz.

Universalmittel für die Verdauung

Kurkuma fördert die Gallensaftproduktion und deren Ausschüttung via Gallenblase in den Dünndarm, wo sie für die Fettverdauung verantwortlich ist. Diese «cholagoge» Wirkung fördert den Stuhlgang und wirkt gegen Verstopfung. Im Weitern werden Entzündungen der Darmschleimhaut gelindert und die Bluttfettwerte gesenkt. Kurkuma wirkt zusätzlich immunmodulierend und reinigt den Verdauungstrakt von Würmern, Bakterien und Viren.

Durch ihre antioxidative Wirkung schützt die Pflanze zudem die Leberzellen vor Gifteinwirkung, wodurch die Leber ihre Funktion der Entgiftung vollumfänglich wahrnehmen kann. Kurkuma eignet sich nicht für eine rein wässrige Teezubereitung, da die wirksamen Inhaltsstoffe der Pflanze fettliebend und somit nicht wasserlöslich sind.

Wie kleine Bananenstauden

Kurkuma wird etwa einen Meter gross und erinnert an eine kleine Bananenstaude. Sie hat Blätter wie Lilien und einen eingerollten Stängel. Die Blüte ist dachziegelförmig aufgebaut und leuchtet knallrot. Die Heilkunde kennt zwei Arten von Kurkuma, die therapeutisch gleichwertig sind: Curcuma longa, als Gelbwurzelstock oder Turmeric bekannt, und Curcuma xanthorrhiza als Javanische Gelbwurz.

Curcuma longa schmeckt roh brennend bitter, xanthorrhiza nur leicht bitter. Nach der Ernte wird longa heiss überbrüht, damit sie nicht austreibt, xanthorrhiza benötigt diese Behandlung nicht. Daher ist longa im Querschnitt einheitlich gelb, xanthorrhiza weist in Ringen eine orange Farbe auf.

Anwendung

Gegen Nahrungsmittelunverträglichkeit, chronische Verdauungsbeschwerden und Leberschwäche.

Als standardisiertes Heilmittel

Täglich 2-mal eine Dosis in Kapselform einnehmen. Wenn der Magen zu sehr gereizt wird, soll die Dosis reduziert werden, um mögliche Übelkeit zu verhindern. Der Magen ist in diesem Fall noch zu schwach und muss langsam auf seine gesunde Stärke aufgebaut werden.

In Form von losem Pulver

1 Teelöffel pulverisierter Kurkuma (3 g) in warmer Milch aufgerührt, morgens nüchtern und abends vor dem Schlafengehen schluckweise trinken. Kurmässig während mindestens 6 Wochen einnehmen, kann bis auf 3 Monate verlängert werden.

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