Übersicht

Sorglos die Sonne geniessen

Um das Thema Sonnenschutz ranken sich viele Mythen. Der Hautarzt Hans Fischer klärt auf, was tatsächlich beachtet werden muss.

Herr Fischer, gibt es Möglichkeiten, sich auf die Sonne und die Strahlung vorzubereiten?

Man sollte sich vor den Ferien um die richtige Kleidung und den richtigen Sonnenschutz kümmern. So startet man gut vorbereitet in den Urlaub.

Hilft das Vorbräunen im Solarium tatsächlich?

Nein, der Eigenschutzfaktor der Haut wird dadurch zwar leicht erhöht, vor den negativen Auswirkungen der Sonnenstrahlen ist man aber trotzdem nicht geschützt. Zudem erhöhen auch die UV-Strahlen des Solariums das Hautkrebsrisiko und beschleunigen die Hautalterung.

Welche Tipps sollte man beachten, wenn man sich in die Sonne legt?

Die Mittagssonne sollte man meiden. Zu dieser Zeit ist die UV-Belastung am höchsten. Dreissig Minuten vor dem Sonnenbad sollte man das Lichtschutzmittel auftragen. Wichtig ist, dass man alle zwei Stunden oder nach dem Wasserbad nachcremt – auch bei wasserfesten Cremes. Dadurch wird die Menge ausgeglichen, die durch Wasser und Schweiss verloren geht. Mit Parfüms und Bodylotions mit Duftstoffen sollte man vorsichtig sein. Das UVA-Licht kann sonst Hautveränderungen wie Pigmentflecken auslösen.

Wie lange kann man sich maximal in die Sonne legen?

Die maximale Schutzzeit einer Sonnencreme berechnet sich wie folgt: eigene Schutzzeit der Haut x Lichtschutzfaktor = Zeit in Minuten, in denen man sich der Sonne aussetzen darf. Unter Ihrem Hauttyp finden Sie Ihre Eigenschutzzeit. Wichtig: Das mehrfache Eincremen verlängert die Schutzzeit der Sonnencreme nicht.

Schützen Schatten und Wasser?

Nein, im Schatten ist man der Sonnenstrahlung bis zu 80 Prozent ausgesetzt. Auch beim Schwimmen und Schnorcheln besteht die Gefahr eines Sonnenbrandes. Die Sonnenstrahlen dringen bis zu einem Meter tief ins Wasser ein. Auch Wind ist tückisch: Aufgrund der kühlen Luft vergisst man die Sonne schnell.

Sind teure Sonnencremes besser?

Nein, beim Kauf sollte man nicht zu sehr auf den Preis achten. Wichtig sind der Lichtschutzfaktor und die Verträglichkeit. Man sollte eine Creme nehmen, die man als angenehm empfindet.

Was sollte man tun bei Sonnenbrand?

Unbedingt kühlen, zum Beispiel mit feuchten Tüchern, und danach After-Sun-Produkte auftragen. Von Eis, Cold Packs oder Hausmitteln wie Quark sollte man hingegen die Finger lassen. Diese können die Heilung verzögern. Sonnenbrand tritt frühestens vier bis sechs Stunden später auf. Wenn man bereits vor her merkt, dass die Haut gereizt ist, kann ein Gramm Aspirin entzündungshemmend wirken.

Stichworte

Ähnliche Artikel

Schnelle ärztliche Hilfe im Ausland

Bei einer plötzlichen Erkrankung oder einem Unfall im Ausland gilt es, ruhig Blut zu bewahren und die geeigneten Massnahmen zu treffen.

Zu viel Sonne erwischt?

Aua! Die Haut ist gerötet und brennt – Sonnenbrand. Jetzt braucht die Haut besondere Pflege. Tipps aus der Komplementärmedizin.

Optimal versichert

9 Artikel