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«Ich konzentriere mich auf meine Züge und vergesse den Alltag.»

Ein Leben ohne Schwimmen kann ich mir nicht vorstellen. Dreimal pro Woche steige ich abends nach der Arbeit ins Wasser. Ich konzentriere mich auf meine Züge und vergesse den Alltag. Dabei fällt aller Stress ab. Da ich für ein Ironman-Rennen in der Karibik trainiere, ist das Ziehen der Bahnen nur ein Bestandteil des Trainings, aber ein wichtiger. Bereits als Kind war ich im Schwimmverein und nahm an vielen Meisterschaften teil, bis ich mit 19 Jahren die Nase voll hatte.

Zwar trieb ich immer viel Sport und probierte alles Mögliche aus, von Basketball bis hin zu afrikanischem Tanz, aber mit Schwimmen begann ich erst wieder, als ich mich 2005 auf den ersten Triathlon vorbereitete.

Ich fand es erstaunlich und auch ermutigend, wie schnell ich nach all den Jahren wieder den Rhythmus fand. Wie schon in der Kindheit begeistert mich auch heute wieder dieses befreiende Gefühl, das das Gleiten im Wasser mit sich bringt.

Manchmal muss ich mich auch dazu überwinden, in den Pool zu steigen. Dafür fühle ich mich hinterher umso besser und bin stolz auf mich. Richtiggehend unausgeglichen werde ich dagegen, wenn ich einmal ein paar Tage nicht im Wasser war. Dieses Training wirkt sich nicht nur positiv auf Stimmung und Kondition aus. Ich habe das Gefühl, dass ich dank des Schwimmens auch mit einer aufrechteren und selbstbewussteren Haltung durchs Leben gehe. Wer übrigens denkt, dass das ein einsamer Sport ist, irrt gewaltig. Ich habe entlang des Beckenrandes schon viele interessante Menschen getroffen.

Quelle: Senso 2012

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