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Roboter im Gesundheitswesen: Avatar Nao

Roboter werden vermehrt nicht nur in der Industrie, sondern auch im Gesundheitswesen eingesetzt. Avatar Nao übernimmt zum Beispiel den Schulbesuch für Kinder, die wegen Krankheit länger ausfallen.

In der Industrie sind Roboter schon länger im Einsatz. Im Gesundheitswesen müssen sie jedoch andere Voraussetzungen erfüllen, etwa mit Menschen interagieren und sich an veränderte Bedingungen anpassen. Momentan reduzieren Roboter im Gesundheitswesen vor allem die körperliche und administrative Belastung des Pflegepersonals. Sie ersetzen die Pflegekräfte nicht – sie verschaffen ihnen aber mehr Zeit für die Betreuung ihrer Patienten.

Im deutschsprachigen Raum kümmern sich Dienstleistungsroboter im Spitalalltag hauptsächlich um die Wäsche, das Essen und die Medikamente. Auch Reinigungsroboter und Trainingsgeräte sind verbreitet. Die USA konzentrieren sich momentan vor allem auf die Konstruktion von Prothesen. In Japan und Südkorea hingegen sind vermehrt «emotionale» Roboter im Einsatz, also Roboter, die auf menschliche Gefühle reagieren können. Sie stehen in direktem Kontakt mit den Pflegebedürftigen. Gründe für den fortschrittlichen Einsatz von Robotern in diesen Ländern sind die gesundheitspolitische Strategie und damit verbunden die Freigaben für die nötigen finanziellen Mittel.

Roboter können verschiedene Aufgaben und Rollen übernehmen: Trainingsroboter helfen den Patienten bei Bewegungsabläufen und unterstützen deren Mobilität. Assistenzroboter ergänzen den Menschen – sie entlasten oder ersetzen ihn. Telepräsenzroboter begleiten den Menschen und sind sozial interaktiv.

Da es bisher an Erfahrung mangelt, konnten die Vor- und Nachteile von Robotern im Gesundheitswesen noch nicht abschliessend untersucht werden. Dies führt wiederum zu mangelnder Akzeptanz und liefert viel Diskussionsstoff. Es gibt jedoch erfolgreiche Beispiele für den Einsatz von Robotern: Avatar Kids von der Firma Avatarion Technology AG.

Helsana unterstützt Avatar

Helsana leistet einen wichtigen Beitrag zur sozialen Integration und engagiert sich auf vielfältige Art und Weise für Entwicklungen und Innovationen im Gesundheitsbereich. Ein Beispiel für unser Engagement ist das Sponsoring von Avatar Kids.

Avatar-Roboter Nao im Schulzimmer

Kinder, die länger im Spital bleiben müssen, werden plötzlich aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen. Sie sind umgeben von unbekannten Menschen und ihr Alltag verändert sich. Die soziale Isolation kann die Lebensfreude der Kinder beeinträchtigen und diese beeinflusst wiederum den Genesungsverlauf. Der Telepräsenzroboter Nao sorgt dafür, dass Kinder während längeren Spitalaufenthalten mit ihrer Schule und ihrem Umfeld verbunden bleiben. Er ist das Bindeglied zwischen dem Kind und seiner gewohnten Umgebung.

Was kann Nao?

Der Avatar ist mit vielen Sensoren, Kameras und Mikrofonen ausgestattet. Deshalb kann er sich auf praktisch alle Arten bewegen. Während Nao die Schule besucht, kann das Kind via Tablet im Spital oder von zuhause aus am Unterricht teilnehmen. Auf dem Tablet sieht und hört es, was im Klassenzimmer vor sich geht. Und umgekehrt sieht seine Klasse das abwesende Kind auf dem Bildschirm. Die Patientin oder der Patient kann seine Stimme auf zwei Arten zum Avatar übertragen:

  • Über das Mikrofon: Das Kind ist direkt mit seiner Schulklasse verbunden.
  • Über den Chat: Texte, die das Kind eingibt, liest der Avatar vor.

Mit der Fernsteuerung auf dem Tablet steuert das Kind die Bewegungen und Aktionen des Avatars. Nao meldet sich etwa aktiv mittels Handzeichen, wenn das Kind die Antwort auf eine gestellte Frage kennt. Auch die Lehrperson kann den Avatar steuern und verschiedene Programme (Mathematik, Sprache, Sport) im Unterricht nutzen. Individuelle Aufgaben fotografiert die Lehrperson mit dem zugehörigen Tablet und sendet diese ans Kind, welches die Aufgaben sofort am eigenen Tablet mit einem Smart-Pen lösen kann. Der Schüler oder die Schülerin kann aus der Ferne jederzeit Fragen an die Lehrperson richten und wird so individuell unterstützt.

Lesen Sie hier, wie Nao Timea während ihrer Krankheit unterstützt hat.

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