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Prämienentwicklung und Spartipps

Geschäftsleitungsmitglied Rudolf Bruder erklärt, weshalb die Durchschnittsprämie im Standardmodell wenig aussagekräftig ist und wie Sie Ihre persönliche Prämie optimieren können.

Herr Bruder, wie viel werden wir 2019 für unsere Prämie zahlen?

Die Prämien steigen auch in diesem Jahr, allerdings auf einem eher tiefen Niveau. Sie steigen jedes Jahr, weil sie letztlich der Entwicklung der Leistungskosten folgen. Doch der Kunde sollte sich auch in diesem Jahr nicht auf diese Prozentzahl fixieren, die in den Medien verkündet wird. Denn diese Zahl hat nichts mit der individuellen Prämiensituation zu tun.

Können Sie das näher erklären?

Die Medien kommunizieren jeweils die sogenannte Durchschnittsprämie im Standardmodell. Doch die eine Prämie gibt es nicht. Je nachdem, in welcher Region Sie wohnen – es gibt Kantone mit bis zu drei Regionen –, welches Modell und welche Franchise Sie wählen, zahlen Sie eine ganz andere Prämie. In der Regel ist es eine andere Prämie als diejenige, die Sie in den Zeitungen lesen. Jeder Versicherte hat es selber in der Hand, seine Prämie so zu optimieren, dass er weniger zahlen muss, komfortmässig aber trotzdem keine Einbussen hat.

Wie kann man die eigene Prämie optimieren?

Wählen Sie ein alternatives Versicherungsmodell, ein AVM. Mit dem Hausarztmodell, also wenn Sie zum Beispiel eine HMO-Gruppenpraxis wählen, erhalten Sie bereits einen Rabatt von mindestens 12 Prozent. Rund 70 Prozent aller Versicherten sind bereits in einem AVM versichert, wie die Auswertung im Helsana-Prämienreport zeigt. Eine höhere Franchise bringt ebenfalls eine hohe Ersparnis. Schliessen Sie Ihre Unfallversicherung aus, wenn Sie mehr als acht Stunden pro Woche beim selben Arbeitgeber tätig sind, denn Sie sind dann über den Arbeitgeber versichert. Prüfen Sie auch, ob Sie Anspruch auf eine Prämienverbilligung haben. Infos dazu finden Sie auf unserer Webseite.

Kann man auch bei den Zusatzversicherungen sparen?

Ja, auch da gibt es diverse Möglichkeiten. Prüfen Sie, ob Sie über eine Mitgliedschaft in einem Verein einem Kollektivvertrag beitreten können, schliessen Sie einen Mehrjahresvertrag ab, nutzen Sie den Familienrabatt und optimieren Sie Ihre Spitaldeckung, indem Sie sich halbprivat statt privat versichern lassen und die Franchise erhöhen. Dadurch lässt sich einiges einsparen, bei einem immer noch sehr hohen Komfort.

Wie kann ich sicher sein, das Optimum bei meiner Prämie herauszuholen?

Auf unserer Webseite können Sie die diversen Produkte ganz einfach vergleichen. Oder nehmen Sie mit dem Kundenservice in Ihrer Region Kontakt auf, wir beraten Sie sehr gerne persönlich. Nutzen Sie diese Möglichkeiten. Es lohnt sich.

Welche Fragen stellen die Kunden jeweils unserem Kundenservice im Herbst?

Die Frage nach dem Sparpotenzial ist sehr häufig. Dann möchten die Versicherten wissen, welche Leistungen exakt in ihren gewählten Produkten enthalten sind. Sie erkundigen sich nach den Kündigungsfristen, die ja bei der Zusatzversicherung anders sind als bei der Grundversicherung. Gerne erklären wir den Kunden auch, wie sich die Kosten zusammensetzen, beziehungsweise welche Faktoren die Kosten in die Höhe treiben. So schaffen wir Verständnis und Transparenz. Ausserdem erklären wir auch, dass nicht wir als Krankenversicherung die Prämien bestimmen, sondern das Bundesamt für Gesundheit.

Welche Kunden rufen am häufigsten an?

Dort, wo die Prämien am meisten steigen, ist auch das Interesse am grössten. Die Versicherten wollen verstehen, wie die Prämien entstehen, weshalb gerade in ihrer Region die Prämien stärker gestiegen sind als anderswo. Wenn wir ihnen erklären, wie es dazu kommt, können wir viel Verständnis schaffen.

Wie bereiten sich unsere Mitarbeitenden auf die Fragen rund um die Prämie und den Prämienanstieg vor?

Die Mitarbeitenden im Kundenservice werden speziell geschult. Zunächst allgemein zu Themen, die alle Kunden betreffen, dann aber auch im Besonderen zu Bedürfnissen, die regionenspezifisch sind. Jedes Jahr werden die Unterlagen und Schulungen der Aktualität angepasst, damit alle Mitarbeitenden auf dem aktuellsten Stand sind. Im Oktober und November dürfen wir jeweils bis zu 50 Prozent mehr Anrufe entgegennehmen – pro Woche sind es dann ca. 50‘000 Kundengespräche, die wir führen. Unser Anspruch ist ganz klar, dass wir jeden Anruf schnell und kompetent beantworten. Deshalb bedienen in unserer «Saison» mehr Mitarbeitende als sonst das Telefon und wir arbeiten gerne ein paar Stunden mehr.

Welches sind Ihre ganz persönlichen Spartipps, Herr Bruder?

Auch persönlich halte ich es wie empfohlen: AVM und hohe Franchise in der Grundversicherung. In der Zusatzversicherung ist uns eine gute Zusatzdeckung wichtig, mit Mehrjahresvertrag und Familienrabatt.

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