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«Immer dasselbe mit diesen Krankenkassen!»

Krankenversicherungen sind ein beliebtes Thema, über das immer wieder eifrig diskutiert wird. Hier die fünf häufigsten Behauptungen – inklusive Aufklärung.

«Die machen tonnenweise Kohle mit unseren Prämien!»

Mit den Prämien, die wir in der Grundversicherung einnehmen, darf kein Gewinn erwirtschaftet werden. So schreibt es das Krankenversicherungsaufsichtsgesetz vor. «Kohle machen» ist ein gutes Stichwort – stellen Sie sich hierfür eine Berghütte vor: In den warmen Monaten sammeln Sie Holz für die warme Stube im Winter. Fällt der Winter äusserst kalt aus, sind Sie froh um restliches Brennholz aus dem Vorjahr. Fällt er mild aus, haben Sie eine Reserve für das nächste Jahr. Ähnlich verhält es sich mit unseren Prämiengeldern. Jeden Sommer schlagen wir dem Bundesamt für Gesundheit die neuen Prämien vor und die basieren auf den Vorberechnungen unserer Ausgaben für das kommende Jahr. Unsere Prämienangabe hängt mitunter von den Leistungen ab, die unsere Versicherten beziehen. Sind im Folgejahr unsere Prämieneinnahmen höher als die Ausgaben, legen wir die Überschüsse als Reserve an. Waren unsere Annahmen zu tief, können wir auf diese Reserve zurückgreifen.

«Die geben Unmengen für die Verwaltung aus!»

Angenommen, Sie waren im Spital. Nun wird die Spitalrechnung auf Herz und Nieren oder vielmehr auf Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit geprüft. Unser Datensystem erkennt dabei allerlei Unregelmässigkeiten. So sparen wir jährlich rund 300 Millionen Franken ein. Diese Rechnungskontrolle zum Beispiel ist Teil unserer Verwaltungskosten und kommt Ihrer Prämie zugute.

«Die verbraten Hunderte von Millionen für die Werbung!»

Dem Bundesamt für Gesundheit zufolge haben wir Krankenversicherer im Jahr 2017 insgesamt 105 Millionen Franken für Marketing, Werbung und Provisionen ausgegeben. Im Vergleich zu den Prämieneinnahmen entspricht das einem Wert von 0,3%. Kulinarisch gesprochen wird also nicht wirklich verbraten, sondern vielmehr auf kleiner Flamme gekocht.

«Die interessieren sich doch nur für die Gesunden, weil die nichts kosten.»

Wäre dem tatsächlich so, müssten wir uns als «Gesundenkasse» bezeichnen. Wir engagieren uns für alle unsere Kunden, unabhängig von ihrem Gesundheitszustand. Etwa mit vielen verschiedenen Programmen rund um die Gesundheit. Haben Sie beispielsweise schon von unserem Case Management gehört? Dabei begleiten wir Versicherte nach längerer Krankheit oder Unfall zurück ins Erwerbsleben. Betroffene profitieren so von einer persönlichen Bezugsperson, die ihnen die nötige Sicherheit und Motivation beim Wiedereinstieg gibt. Oder kennen Sie Helsana Business Health? Mit dem betrieblichen Gesundheitsmanagement können KMU ihre Strukturen und Prozesse optimieren, um die physische und psychische Gesundheit ihrer Mitarbeitenden zu fördern. Wir interessieren uns also nicht für die Gesunden, sondern für Ihre Gesundheit.

«Die Kosten steigen, weil wir immer älter werden.»

Man kann vieles aufs Alter abschieben, graue Haare etwa oder Falten im Gesicht. Steigende Gesundheitskosten gehören jedoch nicht dazu. Oder nur zum Teil. Denn laut Bundesamt für Statistik (BFS) ist lediglich knapp 1% der Kostensteigerung auf das Lebensalter der Schweizer Bevölkerung zurückzuführen. Für das Kostenwachstum verantwortlich sind, gemäss BFS-Studie , in erster Linie das Bevölkerungswachstum sowie der technische Fortschritt, welcher immer neue, teurere Behandlungsmethoden und Medikamente hervorbringt. Dank dieser Entwicklung, so die Prognose, wird das Alter künftig eine noch kleinere Rolle spielen.

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