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Kreditkartenbetrug im Internet

Die Kreditkarte ist ein beliebtes Zahlungsmittel. Betrüger nutzen dies gerne aus. Im Interview erklärt Ioannis Martinis, wie Sie sich schützen.

Herr Martinis, was gilt als Kreditkartenbetrug?

Unberechtigte benutzen gefälschte oder gestohlene Kreditkartendaten. Damit fügen sie dem Kreditkarteninhaber finanziellen Schaden zu.

Wie unterscheidet sich Kreditkartenmissbrauch davon?

Die beiden Ausdrücke gelten in der Umgangssprache als Synonyme. Juristisch ist das nicht ganz korrekt. Beim Kreditkartenmissbrauch ist der Kreditkarteninhaber selbst der Täter. Er nutzt seine Karte, obwohl er weiss, dass er die Rechnung nicht bezahlen kann. Beim Kreditkartenmissbrauch geht es nicht um einen Angriff von aussen.

Wie sieht denn ein Angriff von aussen aus?

Ein klassischer Angriff geschieht zum Beispiel über Phishing-E-Mails. Ziel dieser Attacken ist es, an Informationen wie Kreditkartennummer, Ablaufdatum der Karte und Sicherheitsziffer zu gelangen. Aber auch Zugangsdaten für E-Banking-Accounts oder Paypal-Kontos sind für die Betrüger interessant.

Wie funktioniert Phishing?

Die Betrüger fordern die Empfänger unter einem Vorwand auf, ihre Kreditkartendaten anzugeben. Dass die E-Mails von einer gefälschten E-Mail-Adresse verschickt wurden, fällt den Empfängern oft nicht auf. Sie glauben, den Absender zu kennen, und geben ihre Daten preis.

Gibt es noch weitere Methoden für Kreditkartenbetrug?

Gefährlich sind zum Beispiel Keylogger-Trojaner. Solche Schadsoftware zeichnet alles auf, was man schreibt: E-Mails, Logins, Kreditkartendaten. Die Informationen werden dann an die Betrüger weitergeleitet. Eine weitere Methode ist das sogenannte Cloning. Bei dieser Methode dupliziert der Täter die Kreditkartendaten, die man auf einer gefälschten Website bei einem Online-Kauf angegeben hat. Die Daten nutzt er dann für eigene Transaktionen. Cloning kann sowohl online wie auch offline passieren. Deshalb sollte man die eigene Kreditkarte nie aus den Augen lassen, wenn man eine Zahlung tätigt.

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 Was immer wieder mal vorkommt: Neben der online bestellten Marken- Sonnenbrille sind auf der Kreditkartenabrechnung viele unerklärliche Positionen aufgeführt. Was nun?

 

 

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Wie schütze ich mich vor Kreditkartenbetrügern?

Vorsicht und gesunder Menschenverstand sind essenziell. Bestellen Sie nur bei vertrauenswürdigen Unternehmen online. Recherchieren Sie kurz. So erfahren Sie schnell mehr über den Anbieter. Löschen Sie verdächtige Nachrichten sofort. Hilfreich sind auch Ländereinstellungen. Sie beschränken die Nutzung der Kreditkarte auf bestimmte Länder. Je weniger Länder Sie für die Nutzung der Karte freigeben, desto grösser ist der Schutz.

Wer bezahlt den entstandenen Schaden?

Ob der Kreditkartenanbieter oder der -inhaber haftet, hängt zum einen von den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Kreditkartenanbieters ab. Zum andern aber auch vom Verhalten des Kunden. Er muss die Sorgfaltspflichten einhalten. Sie zeigen auf, wie man mit der Kreditkarte und den dazugehörigen Daten umgehen sollte.

Zum Beispiel?

Bewahren Sie Ihre Karte an einem sicheren Ort auf und geben Sie sie niemandem weiter. PIN und Karte sollten Sie ausserdem nicht zusammen aufbewahren. Und die Zahlenkombination darf keinesfalls zu einfach sein. Auch rate ich Ihnen, den PIN immer geschützt einzugeben und die Kartenabrechnung sorgfältig zu prüfen. Stimmt etwas nicht, melden Sie es bitte umgehend Ihrer Bank. Wenn Sie Ihre Karte verlieren oder sie gestohlen wird, müssen Sie die Karte sofort sperren lassen.

Wie profitiert man bei Kreditkartenbetrug von Helsana Advocare Extra?

Wir besprechen mit dem Kunden, was genau passiert ist, und schauen uns die Rechtslage an. Wenn der Kreditkartenanbieter haftet, machen wir die Ansprüche für unseren Kunden geltend – allenfalls auch auf dem Rechtsweg. Unser Ziel ist es, den Schaden für den Kunden so gering wie möglich zu halten.

Ioannis Martinis, lic. iur., MAS Digital Business.

  Martinis Ioannis Martinis leitet als Head of Legal Tech und Mitglied des Kaders der Helsana Rechtsschutz AG die Artificial-Intelligence- sowie die Legal-Tech-Projekte. Zudem bearbeitet er Fälle im digitalen Raum. Zusätzlich doziert er an der Zürcher Hochschule für Wirtschaft über Recht im digitalen Zeitalter und ist Leiter des «Digital Law»-Seminars. Er referiert als Sprecher bei Tagungen sowie in Unternehmen und Anwaltskanzleien über die Vermählung von Technologie und Rechtswissenschaft.

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Internetbetrug: Worauf Sie beim Online-Shopping achten müssen, weiss IT-Jurist Ioannis Martinis von der Helsana-Rechtsschutzversicherung.

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