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Viele Heimbewohner erhalten potentiell ungeeignete Medikamente

Über die Qualität der medikamentösen Versorgung in Schweizer Pflegheimen war bisher wenig bekannt. Helsanas Arzneimittelreport 2017 zeigt: Viele Heimbewohner erhalten potentiell ungeeignete Medikamente.

Über die Qualität der medikamentösen Versorgung in Schweizer Pflegeheimen war bisher wenig bekannt. Helsanas Arzneimittelreport 2017 zeigt auf, dass viele Heimbewohner potentiell ungeeignete Medikamente erhalten. Schäden, die durch ungeeignete Medikation verursacht werden, sind in den meisten Fällen ungewollt und vermeidbar. Es besteht also Handlungsbedarf; die involvierten medizinischen Fachkräfte sind gefordert. Doch eine Verbesserung der Situation ist angesichts der oft unkoordinierten Versorgung schwierig zu erreichen. Verschiedene Massnahmen zur Verbesserung der Medikamentenversorgung werden in der wissenschaftlichen Literatur empfohlen und sind erprobt.

In der Westschweiz beispielsweise hat sich die sogenannte "Assistance pharmaceutique" bewährt, die pharmazeutische Betreuung des Pflegeheims durch einen Apotheker. Denn wenn Ärzte, Apotheker und Pflegepersonal des Heims gut zusammenarbeiten, wird die Versorgungsqualität besser und die Krankenversicherungen respektive die Prämienzahler sparen Geld.

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