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Impfungen vor Reisen ins Ausland

Wenn Sie eine Reise nach Lateinamerika, Asien, Ozeanien oder Afrika planen, besteht ein erhöhtes Krankheitsrisiko. Sie können dieses minimieren, indem Sie durch entsprechendes Verhalten Kontakte mit Krankheitserregern möglichst ausschliessen. Wirksamen Schutz bieten Impfungen, die für die Einreise in gewisse Zielländer obligatorisch sind.

Impfungen und Vorbeugungen

Vorbeugenden Schutz vor Ansteckung erzielen Sie zum Beispiel durch konsequent hygienisches Verhalten, durch Vorsicht im Umgang mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln, durch Verwendung von Moskitonetzen und Insektenschutzmitteln, Mundschutz usw.

Wie Sie die Frage des Impfens bei Ihren Reisevorbereitungen angehen wollen, hängt von drei Faktoren ab:

  1. von den Einreisevorschriften im Bestimmungsland
  2. von der Verbreitung von übertragbaren Infektionskrankheiten im Bestimmungsland und der Art, wie Sie reisen (Komfortreise, Trekking usw.)
  3. von Ihrem persönlichen Gesundheitszustand
Obligatorische Impfungen

Zu den kritischen ansteckenden Krankheiten zählt Gelbfieber. Die Impfung dagegen empfiehlt sich grundsätzlich bei Reisen in die tropischen Gebiete Südamerikas sowie in die meisten Länder Afrikas südlich der Sahara. Für die Einreise in viele Länder dieser Regionen ist eine Gelbfieberimpfung obligatorisch. Sie müssen mit einem offiziellen Stempel im gelben internationalen Impfausweis den Nachweis für diese Impfung erbringen.

Impfen lassen können Sie sich bei Ihrem Hausarzt, beim Tropenarzt oder in einem Impfzentrum. Für eine Impfung gegen Gelbfieber müssen Sie sich zwingend in ein Impfzentrum oder zu einem autorisierten Impfarzt begeben.

Lassen Sie sich nach Möglichkeit frühzeitig impfen, da verschiedene Impfungen wiederholt werden müssen und manche Impfungen erst nach einer gewissen Zeit ihre volle Wirkung entfalten.

Vorbeugung Malaria
Keinen Impfstoff gibt es gegen die Tropenkrankheit Malaria. Vereinbaren Sie vier bis sechs Wochen vor der Abreise einen Arzttermin, wenn Sie in ein Land mit hohem Malaria-Risiko reisen. Der Arzt kann Ihnen präventive Medikamente zum Schutz vor Ansteckung verschreiben oder Ihnen Medikamente für die Selbstbehandlung im Notfall mit auf die Reise geben. Schützen Sie sich bei Ihrem Aufenthalt im Bestimmungsland auf jeden Fall, indem Sie unter einem imprägnierten Moskitonetz schlafen, langärmlige, eher helle Kleidung tragen und stets einen Mückenspray dabei haben.
Sonderfall Ebola
Das Ebola-Virus ist in Guinea, Liberia und Sierra Leone sowie in Einzelfällen auch in Mali aufgetreten. Nach wie vor ist das Ebola-Problem zur Hauptsache auf Westafrika beschränkt. Konsultieren Sie grundsätzlich die Empfehlungen des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA, wenn Sie eine Reise in ein Risikoland planen.

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