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Gänsehaut, Freudentränen und ganz viel Herz

An den National Summer Games von Special Olympics unterstützten Helsana-Mitarbeitende Coaches und Betreuer der Athleten als sogenannte Delegation Liaison (DL). Zwei DL schildern ihre Erlebnisse.

Es war schon seit Langem unser Wunsch eine Freiwilligenarbeit im sozialen Bereich zu verrichten, nicht zuletzt auch um herauszufinden, wo die eigenen Fähigkeiten, aber auch die eigenen Grenzen sind.

Als wir uns dann vor rund einem Jahr bei den Special Olympics National Games in Genf als Volunteer anmeldeten, wussten wir bei Weitem nicht, was auf uns zukommen würde.

Unsere Aufgabe als Delegation Liaison, kurz DL, sollte die Entlastung der Coaches und Betreuer der Athleten sowie der Gruppen oder Teams in allen organisatorischen Belangen umfassen sowie Unterstützung und Betreuung während der gesamten vier Tage bieten. Geduld, Respekt, Verantwortung, in Krisensituationen einen kühlen Kopf behalten und Mitdenken sind dabei nur einige Anforderungen an einen DL.

Jetzt gilt es ernst im Olympischen Dorf

Endlich ist es soweit. Insgesamt sind wir sieben Helsana-Mitarbeitende, die voller Erwartungen in Genf eintreffen. Unser erstes Briefing findet umgehend am Mittwochabend, vor unserem Vier-Tages-Einsatz, statt. Wir werden auf den Umgang mit Menschen mit geistiger Beeinträchtigung sensibilisiert. Das erste Highlight ist die Eröffnungsfeier mit dem Umzug der einzelnen Delegationen vom Olympischen Dorf zum Parc des Bastions. Begleitet werden wir von zahlreichen Zuschauern und Familienangehörigen. Wir haben schon etwas Gänsehaut, als der Speaker die Gruppen aufruft und uns die Menschen zujubeln. Im Verlauf der Eröffnungszeremonie wird die Flamme der Hoffnung entfacht – die Spiele sind eröffnet.

Selbstwertgefühl, Fitness und Mut für alle

Vor 50 Jahren gegründet, seit 30 Jahren vom Olympischen Komitee anerkannt: Special Olympics ist die weltweit grösste Sportbewegung für Menschen mit einer geistigen oder mehrfachen Beeinträchtigung. Als Partner von Special Olympics ist es unser Anliegen, dass Menschen mit geistiger Beeinträchtigung ihre Freude am Leben und am Sport ausleben können.

Tanz im Festzelt

Am Freitag erfolgt das Divisioning, also die Gruppeneinteilung, mit dem Ziel, gleich starke Athletengruppen zu formieren. Am Abend tanzen wir mit vielen Athleten im grossen Festzelt und erteilen den Coaches die wichtigsten Eckpunkte für den nächsten Tag. Erschöpft und zufrieden gehen wir alle nach einem langen Tag auf unsere Zimmer und fallen müde ins Bett.

Strahlen und Freudentränen vom Ersten bis zum Letztplatzierten

Samstag und Sonntag finden die offiziellen Wettkämpfe statt. Wir fiebern mit, drücken die Daumen und lassen uns von der Begeisterung der Athletinnen und Athleten mitreissen. Besonders emotionell sind die Siegerehrungen, die jeweils umgehend nach dem Wettkampf stattfinden. Es werden nicht nur Medaillen verteilt, jeder Teilnehmer erhält eine Auszeichnung. Dabei zu sein und sein Bestes zu geben, ist für die Athleten das Wichtigste. Freudentränen fliessen beim Erstplatzierten genauso wie beim Letzten. Auch wir DLs greifen öfters mal zum Taschentuch.

Tränen und Handynummern zum Abschied

Nach den letzten Wettkämpfen am Sonntagvormittag findet am Nachmittag die Schlusszeremonie statt. Die Abreise der Gruppen treibt uns wieder Tränen in die Augen. Längst haben wir anfängliche Bedenken gegen verklebte und nach Schweiss riechenden Umarmungen und Küsschen abgelegt. Mit ihrer offenherzigen, ehrlichen und grosszügigen Art haben wir die Athletinnen und Athleten einfach ins Herz geschlossen. Zum Glück sind die Handynummern ausgetauscht, sodass wir in Kontakt bleiben können.

Martina Dumoulin, Betreuerin Broker & Partner

Pascal Känel, Teamleiter Leistungen Spital

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Zwei Medaillen für Jonas

Spannende Tage in Genf mit vielen schönen Erinnerungen – Wir haben Jonas während den National Summer Games von Special Olympics begleitet.

Atmung

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