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Darum steigen die Krankenkassenprämien

Jahr für Jahr steigen die Krankenkassenprämien. Lesen Sie, welche Faktoren die Gesundheitskosten in die Höhe treiben und wohin die Prämiengelder fliessen.

In Kürze werden die Krankenkassenprämien 2019 kommuniziert. Die Gesundheitskosten und die stetig steigenden Krankenkassenprämien beschäftigen die Bevölkerung wie kein anderes Thema. Welche Faktoren des Schweizer Gesundheitssystems sind es, die die Kosten in die Höhe treiben?

Die wichtigsten Kostenfaktoren

Zu den wichtigsten Faktoren, die für den Anstieg der Krankenkassenprämien verantwortlich sind, gehören:

  • der medizinische und technologische Fortschritt
  • neue und teure Medikamente
  • die rasch alternde Gesellschaft
  • die immer höhere Lebenserwartung
  • die stetig steigenden Ansprüche der Versicherten, die immer mehr Leistungen beziehen.

Das heisst, je öfter wir zum Arzt gehen, Medikamente nehmen, Pflege benötigen oder uns einer Operation unterziehen müssen, desto höher steigen die Leistungskosten. Und diese definieren schliesslich die Krankenkassenprämien.

Hierhin fliessen die Prämiengelder
  • 32,8 Milliarden Franken hat das Gesundheitswesen im Jahr 2016 gekostet.
  • Davon waren 31,5 Milliarden Franken für medizinische Leistungen bestimmt.
  • Die Versicherten haben insgesamt 28, 7 Milliarden Franken für die Grundversicherung einbezahlt.
  • Die Beteiligung der Kundinnen und Kunden in Form von Franchisen, Selbstbehalt und Beteiligung an Spitalkosten betrug insgesamt 4,3 Milliarden Franken.
  • Die meisten Gelder fliessen in Arztkosten (22%), stationäre Spitalkosten (21%), ambulante Spitalkosten (17%) und in Medikamente (17%).
So beteiligen sich die Versicherten an den Gesundheitskosten

Franchise: Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Franchisenstufen, von 300 bis 2500 Franken. Dies sind die Kosten, welche die Versicherten aus der eigenen Tasche bezahlen. Im Gegenzug profitieren Sie von tieferen Prämien, wenn sie sich für eine hohe Franchise entscheiden (siehe Prämienspartipps).

Selbstbehalt: nach dem Erreichen der gewählten Franchise beträgt der Selbstbehalt maximal 700 Franken pro Kalenderjahr.

Spitalkostenbeitrag: 15 Franken kostet der Spitalaufenthalt pro Tag ab dem 26. Altersjahr.

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