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Dank Avatar trotz Krankheit nichts verpassen

Helsana schenkte im Rahmen ihres Engagements bereits mehreren Spitälern einen Avatar. Nun auch dem Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche in Affoltern am Albis. Der ärztliche Leiter PD Dr. Andreas Meyer-Heim verrät, wie Nao eingesetzt wird.

Das Rehabilitationszentrum in Affoltern am Albis gehört zum Kinderspital Zürich. Das Zentrum therapiert Kinder und Jugendliche mit angeborenen Krankheiten oder nach komplexen Verletzungen. In der Rehabilitation lernen sie, ihren Alltag möglichst selbstständig zu meistern. Im Unterschied zum Avatar-Einsatz wie im Film «Ein Avatar drückt die Schulbank» dokumentiert, wird der kleine Roboter Nao in der Rehabilitation ganz andere Aufgaben übernehmen. «Entscheidend für den Erfolg einer Reha sind die Motivation und die aktive Teilnahme der Patienten an den Therapien», erklärt der ärztliche Leiter Andreas Meyer-Heim vom Rehabilitationszentrum Affoltern. «Die Kinder müssen sich wohlfühlen, damit sie Fortschritte erzielen. Nao wird uns dabei helfen.» Meyer-Heim möchte Avatar Nao etwa als Assistent in der in der Physiotherapie oder Sporttherapie nutzen, «und abends kann Nao die Kinder zu zusätzlichen Übungen aktivieren und anleiten.» Dazu gibt es bereits Vorbilder in der Kinderrehabilitation in Melbourne, wo Avatare als Motivationshelfer in der Physiotherapie eingesetzt werden.

Weitere mögliche Aufgaben wird Nao in der hausinternen Schule übernehmen oder in der Musiktherapie oder auf den Pflegestationen. «Vielleicht wirkt Nao auch als Heimwehpflästerchen; indem er dem traurigen Kind eine Geschichte erzählt, ein Liedchen singt oder eine Runde tanzt oder die Kinder an Ihren Geburtstagen mit einem Happy Birthday begrüsst.»

Wissenschaft an Avatar Nao interessiert

Das Potenzial von Nao ist damit noch längst nicht erschöpft. Das Rehabilitationszentrum will in einem ersten Schritt die Einsatzmöglichkeiten mit den involvierten Fachkräften aus den verschiedenen Therapiedisziplinen, Pflege, Neuropsychologie und Schule ausleuchten und weiterentwickeln. «Sicherlich werden wir uns dann auf einige Projekte fokussieren müssen. Bereits fix geplant ist im Projekt „Einführung Nao“ eine begleitenden Forschung im Rahmen einer Masterarbeit mit der ETH Zürich», so Meyer-Heim. «Denn wir wollen erforschen, was uns diese neue Technologie langfristig bietet und diesen Nutzen auch für andere Zentren und Kliniken beschreiben.»

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