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Der Schweizer Medikamentenmarkt in Zahlen

Die Schweiz ist eine Hochpreisinsel – auch im Gesundheitswesen. Einen hohen Teil der Kosten generieren Medikamente: Dies zeigt der neueste Arzneimittelreport von Helsana. Die wichtigsten Fakten.

Die Arzneimittelkosten machen rund einen Viertel der Gesamtkosten in der Grundversicherung aus. Was heute fehlt, ist einerseits eine systematischere Evaluation der Arzneimittel und andererseits Einblick in den intransparenten behördlichen Festsetzungsprozess der Medikamentenpreise. Den Krankenversicherern und den Konsumentenschutzorganisationen fehlt die Möglichkeit, Beschwerde gegen behördliche Entscheide einzureichen. Einzig die Pharmaindustrie hat dieses Recht.

Die behördliche Preisfestsetzung soll sich auf jene Arzneimittel beschränken, wo mangels Therapie-Alternativen der Wettbewerb nicht spielen kann. Bei Medikamenten, deren Patente abgelaufen sind, soll ein Festbetragssystem eingeführt werden. Die Anbieter vergleichbarer und austauschbarer Medikamente sollen sich dem Wettbewerb stellen. Ausserdem muss das Territorialitätsprinzip gelockert werden: Dies bedeutet, wer im Sinne der Eigenverantwortung vom Arzt verschriebene Medikamente günstiger im benachbarten Ausland bezieht, sollte diese genauso von der Grundversicherung vergütet bekommen.

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