Unfallversicherung

Details zur Unfallversicherung

Wenn Mitarbeitende aufgrund eines Unfalls oder einer Berufskrankheit erwerbsunfähig werden, entstehen hohe Kosten für Sie und die betroffenen Personen. Vor diesen finanziellen Folgen schützt Sie und Ihre Mitarbeitenden die gesetzliche Unfallversicherung (UVG) weitgehend, aber nicht vollumfänglich.

Versicherungspflichten und -möglichkeiten bei Unfall

Details zu Unfall

Legende Blau Obligatorische Versicherungspflicht
Legende Hellblau Freiwillige Versicherungsmöglichkeit

Die obligatorische Unfallversicherung sichert Ihre Mitarbeitenden gegen die Folgen eines Berufsunfalls, Nichtberufsunfalls oder einer Berufskrankheit effizient ab. Heilungskosten, Lohnausfälle sowie langfristige Erwerbseinbussen sind weitgehend gedeckt.


Die Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung sind umfangreich, aber beschränkt. Mit einer Unfallzusatzversicherung können Sie den Schutz Ihrer Mitarbeitenden über das Obligatorium hinaus erhöhen.

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Wieso müssen Arbeitgeber eine obligatorische Unfallversicherung abschliessen?

Sofern Sie nicht selbstständig tätig oder der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) unterstellt sind, müssen Sie laut Gesetz für Ihre Mitarbeitenden die obligatorische Unfallversicherung abschliessen.

Wenn Mitarbeitende verunfallen oder beruflich erkranken, kann das gravierende Folgen für deren Alltag und Erwerbstätigkeit haben. Die obligatorische Unfallversicherung lindert diese Folgen durch solide finanzielle Grundleistungen. Damit wird verhindert, dass die Betroffenen durch ein solches Ereignis in Existenznot geraten.

Welche Kosten muss der Arbeitgeber trotz der obligatorischen Unfallversicherung übernehmen?

Die Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung werden ab dem dritten Tag nach dem Unfall fällig. Gemäss Art. 324b OR muss der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung zu mindestens 80 % während der ersten zwei Tage nach dem Unfall übernehmen.

Die Nichtberufsunfall-Prämie zahlt der Arbeitnehmer, die Prämie für Berufsunfall und Berufskrankheit der Arbeitgeber.

Die Höhe der Prämien variiert je nach Höhe des versicherten Verdienstes und je nach Versicherer. Dagegen ist die Deckung der obligatorischen Unfallversicherung unabhängig vom Anbieter immer gleich.

Die Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung sind immer dieselben, unabhängig davon, wo Sie Ihre Mitarbeitenden versichern. Welche Vorteile bietet Ihnen Helsana?

Bei Helsana erhalten Sie eine Rundumbetreuung, wie sie nur wenige Versicherer bieten können. Wir agieren präventiv und unterstützen Sie auf Wunsch mit Zusatzleistungen – beispielsweise Kursen zur Früherkennung von körperlichen und psychischen Erkrankungen Ihrer Mitarbeitenden. Zudem begleiten wir Sie und Ihre Mitarbeitenden bei der Reintegration in den Arbeitsalltag.

Unser Ziel ist es, die Gesundheit und damit die Arbeitsfähigkeiten Ihrer Mitarbeitenden zu erhalten. Als Versicherungsexperten unterstützen wir Sie bei administrativen Aufgaben und bei der Kommunikation mit anderen beteiligten Institutionen wie beispielsweise der IV. Das alles tun wir mit dem Ziel, Ihr Unternehmen einerseits zu stärken und andererseits zu entlasten.

Welche Leistungen sind versichert?

Die obligatorische Unfallversicherung versichert Berufsunfälle, Nichtberufsunfälle und Berufskrankheiten.

Berufsunfälle sind alle Unfälle, die sich während der Arbeitszeit ereignen. Dazu zählen auch Unfälle, die sich vor und nach der Arbeit ereignen, sofern sie im Zusammenhang mit der Arbeit stehen. So sind auch Unfälle auf dem Arbeitsweg immer versichert. Teilzeitbeschäftigte, die weniger als acht Stunden pro Woche arbeiten, sind nur gegen Berufsunfälle versichert. Für sie gelten Unfälle auf dem Arbeitsweg als Berufsunfälle, für alle anderen Beschäftigten als Nichtberufsunfälle.

Laut UVG gelten Krankheiten dann als Berufskrankheiten, wenn sie bei der beruflichen Tätigkeit ausschliesslich oder vorwiegend durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht wurden. Darüber hinaus sind auch Krankheiten, bei denen nachgewiesen werden kann, dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend durch die berufliche Tätigkeit herbeigeführt worden sind, versichert.

In der obligatorischen Unfallversicherung haben Versicherte je nach den Umständen des Einzelfalles Anspruch auf Heilungskosten, Taggelder, Invalidenrenten, Integritätsentschädigungen, Hilflosenentschädigung und Hinterlassenenrenten.

Zu den Heilungskosten gehören notwendige Heilbehandlungen von Unfallfolgen. Unter Heilungskosten fallen zudem Hilfsmittel, welche die körperliche Schädigung ausgleichen, Sachschäden, Reise-, Transport-, Rettungs- und Bergungskosten sowie Bestattungskosten.

Taggelder werden ab dem dritten Tag nach dem Unfall bis zur Höhe von maximal 80 % des versicherten Verdienstes bezahlt. Den Maximalbetrag erhalten Versicherte, die voll arbeitsunfähig sind. Teilweise Arbeitsunfähige erhalten entsprechend gekürzte Taggelder.

Im Falle einer Invalidität sind Invalidenrenten, Integritätsentschädigungen sowie Hilflosenentschädigungen versichert.

Ist die verunfallte Person zu mindestens 10 % invalid, hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente. Invalidenrenten tragen bei vollständiger Erwerbsunfähigkeit 80 % des versicherten Verdienstes und werden bei teilweiser Erwerbsunfähigkeit entsprechend gekürzt.

Wer durch einen Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet, hat Anspruch auf Integritätsentschädigung. Diese Entschädigung wird in Form einer einmaligen Zahlung ausgerichtet, die sich am Höchstbetrag des versicherten Verdienstes bemisst und diesen nicht übersteigt.

Eine verunfallte Person, die aufgrund von Invalidität in ihrem Alltag auf Hilfe Dritter angewiesen ist, erhält eine Hilflosenentschädigung. Die Entschädigung wird in Form monatlicher Zahlungen ausgerichtet und beträgt mindestens das doppelte, höchstens aber den sechsfachen Höchstbetrag des Tagesverdienstes.

Im Todesfall haben verbliebene Familienglieder Anspruch auf eine Hinterlassenenrente. Die Ehegatten zu 40 %, Vollwaisen zu 25 % und Halbwaisen zu 15 % des versicherten Verdienstes. Insgesamt erhalten alle Hinterlassenen zusammen jedoch höchstens 70 % des versicherten Verdienstes.

Anspruch auf Renten haben Ehegatten nur, wenn sie eigene rentenberechtigte Kinder haben oder mit rentenberechtigten Kindern in einem gemeinsamen Haushalt leben. Zudem haben Ehegatten, die zu mindestens zwei Dritteln invalid sind oder es binnen zwei Jahren nach dem Tode des Ehepartners werden, Anspruch auf Hinterlassenenrenten.

Eine Witwe hat anders als ein Witwer auch dann Anspruch auf eine Rente, wenn sie das 45. Lebensjahr überschritten oder Kinder hat, die nicht mehr rentenberechtigt sind. Ausserdem kann die Versicherung der Witwe eine einmalige Abfindung zusprechen, auch wenn sie keine der Voraussetzungen für den Anspruch auf eine Rente erfüllt.

Wann und wie lange wird im Schadenfall gezahlt?
Als Arbeitgeber sind Sie verpflichtet, den Lohn Ihres Mitarbeitenden im Falle einer Arbeitsunfähigkeit ab dem Unfalltag zu mindestens 80 % weiterzuzahlen. Erst ab dem dritten Tag übernimmt dies die obligatorische Unfallversicherung und zahlt ein Unfalltaggeld. Im Falle einer dauernden Erwerbsunfähigkeit werden Rentenleistungen aus der Invaliden- und Unfallversicherung geprüft. Eine IV-Rente wird bei Pensionierung in eine AHV-Rente umgewandelt. Eine Unfallrente hingegen erhält der Mitarbeitende ein Leben lang.