FAQ

Was bedeutet Helsana Business Salary?
Helsana Business Salary ist der Produktname für die Krankentaggeld-Versicherung für Unternehmenskunden von Helsana.
Was bedeutet Helsana Business Accident?
Helsana Business Accident ist der Produktname für die Unfallversicherungen für Unternehmenskunden von Helsana.
Was ist eine Schadenversicherung?

Bei Krankentaggeld-Versicherungen unterscheidet man zwischen Schaden- und Summenversicherungen. Eine Schadenversicherung vergütet nur die Summe für den tatsächlich entstandenen, nachgewiesenen Schaden. Abzüge in Form von Selbstbehalten sind möglich, falls diese im Vertrag vereinbart sind.

Eine Krankentaggeld-Versicherung gilt immer als Schadenversicherung, wenn nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.

Die Alternative ist eine Summenversicherung, bei der im Voraus eine fixe Summe festgelegt wird. Diese wird bei Eintreten eines Schadenfalls fällig. Die tatsächliche Schadenhöhe ist in diesem Fall unerheblich und der Nachweis eines tatsächlichen Schadens entfällt.

Was ist eine Summenversicherung?

Bei einer Summenversicherung wird eine fixe Summe festgelegt, die im Schadenfall fällig wird. Dabei ist die tatsächliche Höhe des Schadens unerheblich, allein die festgelegte Summe ist massgebend. Eine solche Summenversicherung kann für Selbstständige oder in der Police namentlich erwähnte Personen abgeschlossen werden.

Die Alternative ist eine Schadenversicherung, bei welcher nur der tatsächlich entstandene und nachgewiesene Schaden abzüglich der vereinbarten Selbstbehalte vergütet wird.

Was ist eine Überschussbeteiligung?
Leistungen und Verwaltungskosten können in einer vereinbarten Beobachtungsperiode tiefer liegen als die vom Versicherungsnehmer bezahlten Prämien für die gleiche Periode. In diesem Fall entsteht ein sogenannter Überschuss. Ist im Vertrag eine Überschussbeteiligung vereinbart, so erhält der Versicherungsnehmer nach Ablauf der vereinbarten Periode seinen Anteil am Überschuss ausbezahlt.
Wer muss die Prämie bezahlen?

Als Versicherungsnehmer schuldet der Arbeitgeber dem Versicherer die Prämie.

Bei einer Krankentaggeld-Versicherung kann er aber bis zu 50 % der Prämienkosten auf seine Arbeitnehmer übertragen, wenn er ein Taggeld von mindestens 80 % des Lohns versichert hat.

Bei einer gesetzlichen Unfallversicherung kann der Arbeitgeber bis zu 100 % der Nichtberufsunfallprämie auf seine Arbeitnehmer übertragen. Dies gilt aber nicht für die Berufsunfallprämie. Diese trägt er vollumfänglich selber.

Hat der Arbeitgeber eine Unfallzusatzversicherung abgeschlossen, kann er die Prämien für die Berufs- und die Nichtberufsunfallversicherung auf seine Arbeitnehmer übertragen. Üblicherweise regelt der Arbeitgeber die Frage der Kostenübernahme in seinem Personalreglement.

Was versteht man unter Leistungshöhe?

Die Leistungshöhe beschreibt, welcher Prozentsatz des AHV-Lohns als Taggeldleistung (Kranken- oder Unfalltaggeld) oder Rente (Unfallversicherung) ausbezahlt wird.

Im Zusammenhang mit dem Krankentaggeld ist der Arbeitgeber ab einer Leistungshöhe von 80 % von weiteren Verpflichtungen befreit. Daher wird in der Praxis meist eine Krankentaggeldhöhe von 80 % oder mehr gewählt.

Was versteht man unter Personengruppen?
Ein Arbeitgeber kann seine Mitarbeitenden in frei wählbare Personengruppen einteilen, für die er unterschiedliche Versicherungsdeckungen festlegen kann. Die Gruppen dienen lediglich der bedarfsgerechten Unterscheidung von Versicherungsdeckungen.
Welche Lohnsummen können Kunden versichern?

Kunden können ihre tatsächliche Lohnsumme versichern. Pro Einzelperson gilt aber eine Lohnobergrenze von 300 000 Franken. Höhere Einzellöhne sind auf Wunsch versicherbar, bedingen aber eine Gesundheitsprüfung.

Eine einheitliche Lohnsumme kann für alle Personen versichert werden. Auf Wunsch können aber auch unterschiedliche Lohnsummen für verschiedene Personengruppen festgelegt werden.

Krankentaggeldversicherung

Was versteht man unter einer Wartefrist?

Die Wartefrist schiebt den Leistungsbeginn des Versicherers auf. Während der Wartefrist hat der Arbeitnehmer Anspruch auf die Fortzahlung seines Lohns. Die Wartefrist ist somit immer Teil der Leistungsdauer. Allerdings leistet in dieser Zeit nicht der Versicherer die Lohnfortzahlung, sondern der Arbeitgeber.

Schliesst der Arbeitgeber eine Krankentaggeld-Versicherung ab, kann er die Dauer der Wartefrist frei wählen. Typischerweise werden Wartefristen zwischen 0 und 90 Tagen vereinbart, möglich sind bis zu 365 Tage.

In ihrer Wirkung ist die Wartefrist vergleichbar mit der Franchise der obligatorischen Krankenpflegeversicherung. Wählt der Versicherte eine längere Wartefrist, erhöht sich sein Eigenanteil am Risiko. Dafür sinkt die Prämie. Im Gegensatz dazu zieht eine kürzere Wartefrist eine höhere Prämie nach sich, da der Versicherer nun ein höheres Risiko trägt.

Um die Länge der Wartefrist optimal zu bestimmen, sollten Versicherte die Besonderheiten ihres Betriebes sowie ihre finanziellen Möglichkeiten berücksichtigen. Für eine lange Wartefrist sollten sich nur Unternehmen entscheiden, die im Ernstfall auf die nötigen finanziellen Reserven zurückgreifen können.

Was versteht man unter Leistungsdauer?

Die Leistungsdauer beschreibt den maximalen Zeitraum, während dem die versicherte Person Anspruch auf Versicherungsleistungen hat.

Bei einer Krankentaggeld-Versicherung kann zwischen zwei gesetzlichen Grundlagen gewählt werden: Krankenversicherungsgesetz (KVG) und Versicherungsvertragsgesetz (VVG). Je nachdem, welche gesetzliche Grundlage für den Vertrag gewählt wird, unterscheidet sich die Leistungsdauer.

Bei der Variante nach VVG sind Leistungsdauern von 365 oder 730 Tagen wählbar.

Bei der Variante nach KVG werden maximal 720 Taggelder innerhalb einer Periode von 900 Tagen ausbezahlt.

Die Wartefrist ist immer Teil der Leistungsdauer, auch wenn der Versicherer in dieser Zeit keine Leistungen erbringt.

Was sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Krankentaggeld-Versicherung?

Die Krankentaggeld-Versicherung ist in jedem Fall eine freiwillige Versicherung. Durch diese kann ein Unternehmen die finanziellen Risiken decken, die es aufgrund seiner Lohnfortzahlungspflicht nach Art. 324a OR trägt.

Das Unternehmen kann sich von dieser Pflicht gemäss Art. 324a Abs. 4 OR befreien, wenn es eine Versicherung abschliesst, die den Lohnausfall der Mitarbeitenden zu mindestens 80 % deckt.

Diese Versicherung kann nach Krankenversicherungsgesetz (KVG) oder Versicherungsvertragsgesetz (VVG) abgeschlossen werden.

Der wesentliche Unterschied liegt in der Flexibilität. Während das KVG einen bestimmten Leistungsumfang zwingend vorschreibt, kann der Versicherer bei der VVG-Variante die Leistungen auf die Bedürfnisse des Kunden anpassen.

Gesamtarbeitsverträge (GAV) schreiben den Leistungsumfang vor. Wenn ein GAV eine VVG-Variante erlaubt, besteht die Möglichkeit einer VVG-Variante, die inhaltlich mit der KVG-Variante identisch ist.

Was bedeuten KVG und VVG?

KVG ist die Abkürzung für das Krankenversicherungsgesetz.

In Bezug auf das Krankentaggeld regelt es den Leistungsumfang, den eine Krankentaggeld-Versicherung nach KVG haben muss. Eine Abweichung ist nicht möglich, da es sich bei den KVG-Bestimmungen um zwingende gesetzliche Regelungen handelt.

Es ist aber möglich, die Krankentaggeld-Versicherung auf einer anderen gesetzlichen Grundlage abzuschliessen: dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG). Dieses enthält nur wenige zwingende Bestimmungen bezüglich einer Krankentaggeld-Versicherung und lässt den Versicherern damit weitgehende Freiheiten bei der genauen Leistungsausgestaltung.

Für den Kunden sind keine materiellen Unterschiede spürbar. Gewisse Gesamtarbeitsverträge fordern den Leistungsumfang zwingend ein, der im KVG festgelegt ist. Versicherungsgesellschaften bilden heute den KVG-Leistungsumfang auf Basis des VVG nach, da auch VVG-basierte Lösungen diese Forderungen decken können.

Was ist der Sinn und Zweck einer Krankentaggeld-Versicherung?

Aufgrund der gesetzlichen Lohnfortzahlungspflicht tragen Unternehmen bedeutende finanzielle Risiken, sollten Mitarbeitende wegen Krankheit, Schwangerschaft oder Mutterschaft längere Zeit ausfallen.

Gerade für kleinere Unternehmen sind diese Risiken schwer kalkulierbar und können im schlimmsten Fall ihre Existenz bedrohen.

Mit einer Krankentaggeld-Versicherung können Firmen dieses Risiko versichern. Tritt der Fall ein, übernimmt der Versicherer die Kosten für die Lohnfortzahlung. Für die Mehrheit der Schweizer Unternehmen ist diese Versicherung ein fester Bestandteil der Personalvorsorge.

Eine Krankentaggeld-Versicherung bietet jedoch nicht nur den Unternehmen Vorteile, sondern auch den Mitarbeitenden, die sich in den meisten Fällen einen Einkommensersatz bis zum Einsetzen allfälliger Rentenleistungen sichern. Eine derart lückenlose Absicherung ist durch die gesetzliche Lohnfortzahlung im Einzelfall oft nicht gegeben.

Wie kann ich Kosten sparen?

Die zwei wichtigsten Faktoren, um die Absenzkosten zu reduzieren, sind die sogenannte Wartefrist und natürlich die Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden.

Wartefrist

Die direkten Kosten der Absenzen in Ihrem Unternehmen setzen sich aus zwei Elementen zusammen: den Prämienkosten, die Sie Ihrer Taggeldversicherung bezahlen, und den Kosten der Lohnfortzahlung, die Sie während der vereinbarten Wartefrist übernehmen müssen. Denn erst nach Ablauf der Wartefrist setzen die Versicherungsleistungen ein.

Die Prämienkosten können Sie senken, indem Sie eine längere Wartefrist wählen und somit Ihren Eigenanteil an den Lohnfortzahlungen erhöhen. Bedenken Sie jedoch, dass Sie im Ernstfall während der vereinbarten Wartefrist die vollen Kosten tragen. Die Wartefrist bietet also einen Hebel zur Kostenoptimierung, doch muss die Wahl der Wartefrist die individuellen betrieblichen Umstände berücksichtigen. Unsere Berater oder Ihr Broker helfen Ihnen, Ihre betriebliche Situation abzuklären und die für Sie passende Wartefrist zu wählen. Anregungen zur Selbstanalyse finden Sie hier.

Gesundheit der Mitarbeitenden

Der zweite Faktor ist die Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden: Je weniger Absenzen Sie haben, desto tiefer sind Ihre Absenzkosten. Deshalb ist die Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden ein zentraler Faktor, um sowohl die Kosten der Lohnfortzahlungen als auch die Prämienkosten zu reduzieren. Unsere Gesundheitsexperten unterstützen Sie gerne dabei, Ihre Mitarbeitenden fit zu halten.

Zusätzlich sparen

Helsana bietet Ihnen in Zusammenarbeit mit unserem Partner Swiss Life attraktive Kombirabatte. Damit sparen Sie nicht nur Geld, sondern erhalten auch aufeinander abgestimmte Versicherungslösungen aus einer Hand: für Unfall, Krankheit und für die berufliche Vorsorge.

Wie sind andere Unternehmen versichert?

Der Grossteil der versicherten KMU wählt folgende Versicherungsdeckung:

  • Krankentaggeld-Versicherung nach VVG
  • Deckung von 80 % des Erwerbsausfalls
  • Wartefrist von 30 Tagen
  • Leistungsdauer von 730 Tagen

Mit dieser Auswahl ist die Mehrzahl Ihrer Mitarbeitenden bei Krankheit und/oder Unfall optimal abgesichert. Gleichzeitig profitieren Sie und Ihr Unternehmen von einer guten Balance zwischen Eigenverantwortung, Versicherungsleistungen und Prämienkosten.

Die maximale Leistungsdauer von 730 Tagen sichert eine vollständige Deckung bis zum Einsetzen allfälliger Invaliditätsrenten. Sie erlaubt auch, die Leistungspflicht der beruflichen Vorsorge (BVG) um maximal 24 Monate hinauszuzögern. Damit entlasten Sie Ihre Pensionskasse und sparen bei den BVG-Risikoprämien.

Wählen Sie eine gängige Wartefrist von 30 Tagen, muss das Unternehmen während dieser Zeit dem Mitarbeitenden den Lohn selbst weiterzahlen. Eine kürzere Wartefrist verringert diese Belastung, erhöht aber die Prämie deutlich. Mehr Informationen zur Wartefrist finden Sie hier.

Wie kann ich die gesetzliche Mutterschaftsversicherung erweitern?

Die gesetzliche Mutterschaftsversicherung gemäss Erwerbsersatzordnung sichert Müttern nach der Niederkunft für die Dauer von 14 Wochen eine Entschädigung von 80 % ihres letzten Lohns, jedoch von maximal 196 Franken pro Tag, zu.

Mit der Krankentaggeld-Versicherung können Sie die Entschädigung auf bis zu 100 % des Lohns und die Leistungsdauer auf bis zu 16 Wochen erhöhen.

Was umfasst der Unfalleinschluss in der Krankentaggeld-Versicherung?

Der Unfalleinschluss bei einer Krankentaggeld-Versicherung deckt einen unfallbedingten Erwerbsausfall ab. Wer den gleichen Leistungsumfang wie in der obligatorischen Unfallversicherung versichern möchte, z.B. inklusive Rentenleistungen, wählt statt des Unfalleinschlusses in der Krankentaggeld-Versicherung die freiwillige Unfallversicherung nach UVG. Damit geniesst die versicherte Person denselben Schutz wie eine obligatorisch versicherte Person.

Personen, die nicht obligatorisch gegen Unfall versichert sind, sind in ihrer obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) von Gesetzes wegen gemäss KVG gegen Unfall versichert. Gedeckt sind dabei aber nur die anfallenden Heilungskosten wie Arzt- und Spitalkosten oder Medikamente.

Welche Risiken sind bei einer Krankentaggeld-Versicherung versichert?

Versichert ist primär das Risiko Krankheit. Die medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit während einer Schwangerschaft ist der Krankheit gleichgestellt.

Zusätzlich sind die Leistungen der gesetzlichen Mutterschaftsversicherung gemäss Erwerbsersatzordnung durch den optionalen Einschluss von Mutterschaft erweiterbar.

Unfallversicherung

Was versteht man unter einer Wartefrist?

Die Wartefrist schiebt den Leistungsbeginn des Versicherers auf. Während der Wartefrist hat der Arbeitnehmer Anspruch auf die Fortzahlung seines Lohns. Die Wartefrist ist somit immer Teil der Leistungsdauer. Allerdings leistet in dieser Zeit nicht der Versicherer die Lohnfortzahlung, sondern der Arbeitgeber.

Das Bundesgesetz über die Unfallversicherung schreibt eine feste Wartefrist von 2 Tagen nach dem Unfalltag vor.

Bei der Zusatzversicherung zur obligatorischen Unfallversicherung können Versicherte die Wartefrist für die Taggeldergänzungen frei wählen, da durch die obligatorische Unfallversicherung alle gesetzlichen Verpflichtungen bereits gedeckt sind.

Was versteht man unter Leistungsdauer?

Die Leistungsdauer beschreibt den maximalen Zeitraum, während dem die versicherte Person Anspruch auf Versicherungsleistungen hat.

Im Falle eines Unfalls sind die Leistungen nicht zeitlich beschränkt, sondern an gewisse Bedingungen oder Veränderungen der Umstände gebunden.

Der Versicherte erhält solange Unfall-Taggeldleistungen, wie der Heilungsprozess fortschreitet. Sollte sich der Gesundheitszustand und damit die Arbeitsfähigkeit nicht weiter verbessern, endet der Anspruch auf Taggeldleistungen und die Heilbehandlung gilt als abgeschlossen. Dies ist spätestens der Fall, wenn Zahlungen aus der Invalidenrente aufgrund desselben Unfalls einsetzen.

Sollte sich der Gesundheitszustand erneut verschlechtern oder sollten neue Beschwerden auftreten, die ursächlich auf den versicherten Unfall zurückzuführen sind, gilt dies als Rückfall. In diesen Fällen übernimmt der Versicherer ebenfalls Heilungskosten und Taggeldleistungen. Letztere entrichtet er in dem Masse, in dem die versicherte Person unmittelbar vor dem Rückfall erwerbstätig war.

Was sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Unfallversicherung?

Die Unfallversicherung für Mitarbeitende ist obligatorisch und gesetzlich im Unfallversicherungsgesetz (UVG) geregelt.

Alle nicht angestellten Personen können bei ihrer obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) – auch Grundversicherung genannt – das Unfallrisiko mit einschliessen. Diese Krankenpflegeversicherung mit Unfalleinschluss deckt aber nur die anfallenden Heilungskosten wie Arzt- und Spitalkosten oder Medikamente.

Selbstständige können sich freiwillig gegen Unfall versichern. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Die Person kann eine Krankentaggeld-Versicherung abschliessen, bei der Unfall als Ursache für einen Arbeitsausfall eingeschlossen ist. Selbstständige können sich aber auch freiwillig der gesetzlichen Unfallversicherung (UVG) anschliessen. In diesem Fall erhält die Person denselben Schutz und dieselben Leistungen wie eine angestellte Person.

Was bedeuten UVG, UVG-O, UVG-Z und UVG-F?

UVG steht für Unfallversicherungsgesetz. Dieses verlangt, dass alle Arbeitgeber in der Schweiz ihre Mitarbeitenden gegen die Folgen von Unfall und Berufskrankheit obligatorisch versichern müssen. In Zusammenhang mit dieser Regelung spricht man von UVG-O (UVG-Obligatorium).

Die obligatorische Unfallversicherung deckt gewisse Bedürfnisse nur begrenzt ab – insbesondere das Bedürfnis, Löhne über 148 200 Franken zu versichern. Deshalb gibt es Zusatzversicherungen. In diesem Zusammenhang spricht man von UVG-Z – also UVG-Zusatzversicherungen.

Selbstständige können sich freiwillig so absichern, wie es die obligatorische Unfallversicherung vorsieht. Man spricht in diesem Fall von UVG-F (UVG-Freiwillig). In dieser Versicherungsvariante lässt sich der Leistungsumfang nicht individuell anpassen. Für Selbstständige bietet Helsana deshalb alternative Produkte zur individuellen Absicherung.

Gilt die Unfallversicherung nur in der Schweiz?

Die Unfallversicherung und ihre Zusatzversicherungen gelten weltweit.

Geschieht ein Unfall im Ausland, so übernimmt die obligatorische Versicherung maximal den doppelten Betrag dessen, was dieselbe Leistung in der Schweiz gekostet hätte. Innerhalb der EU- und EFTA-Staaten gelten demgegenüber verbesserte Bedingungen.

Ist die Behandlung in der halbprivaten oder privaten Abteilung versichert, so übernimmt die Versicherung diese Kosten auch im Ausland.

In jedem Fall erfolgt bei einem Auslandunfall die medizinische Versorgung und Heilung bis zu dem Punkt, an dem ein Rücktransport in die Schweiz stattfinden kann. Die weitere Heilbehandlung findet dann in der Schweiz statt.

Welche Leistungen erhalte ich aus meiner gesetzlichen Unfallversicherung?

Wenn Sie gesetzlich gegen Unfall versichert sind, erhalten Sie mindestens folgende Leistungen:

Heil- und Pflegeleistungen und damit zusammenhängende Kostenvergütungen

  • Arzt- und Spitalrechnungen für ambulante Leistungen und stationäre Leistungen auf der allgemeinen Spitalabteilung
  • Hilfsmittel wie Stöcke, Rollstühle oder SpezialgeräteReise- und Transportkosten
  • Rettungsmassnahmen
  • Leichenbergung, -transport und Bestattung

Erwerbsausfallentschädigung

  • Taggeld während der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit in Höhe von 80 % von maximal 148 200 Franken

Invaliditäts- und Todesfallleistungen

  • Invaliditätsrente in Höhe von 80 % von maximal 148 200 Franken
  • Integritätsentschädigung für den teilweisen oder ganzen Verlust der körperlichen, geistigen und psychischen Integrität, abgestuft nach dem Grad des Verlusts gemäss Tabelle
  • Hilflosenentschädigung als Beitrag zur Deckung der Kosten der Betreuung einer hilflosen Person
  • Hinterlassenenrente im Todesfall in Höhe von maximal 70 % von maximal 148 200 Franken
Was versteht man unter einem Bagatellunfall?
Wenn die verunfallte Person am dritten Tag nach dem Unfall wieder arbeitsfähig ist, spricht man von einem Bagatellunfall. Es ist ratsam, dem Versicherer auch Bagatellunfälle zu melden, um die Ansprüche im Falle späterer Komplikationen und Folgeschäden zu sichern.
Was versteht man unter dem versicherten Verdienst nach UVG (UVG-Lohn)?

Laut Unfallversicherungsgesetz kann maximal ein Lohn in Höhe von 148 200 Franken versichert werden. Diesen Lohnanteil nennt man UVG-Lohn. Lohnanteile, die dieses Limit übersteigen, sind im Rahmen der obligatorischen Unfallversicherung nicht versichert. Sie können aber im Rahmen einer Zusatzversicherung als sogenannter Überschusslohn versichert werden.

Zwei Beispiele:

  1. Verdient eine Person 120 000 Franken pro Jahr, so ist ihr gesamter Lohn im Rahmen der obligatorischen Unfallversicherung versichert, weil er unter der Höchstgrenze liegt. Die Taggeldleistungen werden auf der Basis dieses Lohns berechnet: 80 % von 120 000 Franken = 96 000 Franken (bei 100 % Leistungsunfähigkeit).
  2. Verdient eine Person 160 000 Franken pro Jahr, so ist ihr Lohn nur bis zur Grenze von 148 200 Franken versichert. Die Taggeldleistungen werden also auf der Basis des Limits berechnet: 80 % von 148 200 Franken = 118 560 Franken (bei 100 % Leistungsunfähigkeit).

Mit der Regelung über den Höchstbetrag des versicherten Lohns wird im Sinne von Art. 15 Abs. 3 UVG sichergestellt, dass rund 92 % bis 96 % der versicherten Arbeitnehmer in der Schweiz durch einen Unfall keine bedeutenden finanziellen Einbussen erleiden.

Was ist ein Überschusslohn?
Als Überschusslohn wird der Lohnanteil bezeichnet, welcher den gesetzlich versicherbaren Höchstlohn von 148 200 Franken übersteigt. Der Überschusslohn wird von der obligatorischen Unfallversicherung nicht abgedeckt, kann aber in einer Unfallzusatzversicherung versichert werden.
Was versteht man unter Heilbehandlungen?
Laut Unfallversicherung gelten alle medizinisch indizierten, zweckmässigen Behandlungen der Unfallfolgen, welche zur Heilung der versicherten Person führen, als Heilbehandlungen. Die gesetzlichen Bestimmungen finden sich in Art. 10 UVG und in Art. 17 bis und mit Art. 21 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV).
Was ist ein Hilfsmittel?
Als Hilfsmittel zählen alle Gegenstände, die körperliche Schädigungen oder Funktionsausfälle ausgleichen. Dazu gibt es eine Liste des Bundes.
Wie hoch fallen die Taggelder aus?

Wenn die versicherte Person voll arbeitsunfähig ist, erhält sie 80 % des versicherten Verdiensts. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird der Betrag entsprechend gekürzt.

Der versicherte Jahresverdienst umfasst in der obligatorischen Unfallversicherung maximal 148 200 Franken. Damit beträgt das höchstmögliche Taggeld 324.80 Franken pro Tag (80 % des maximalen jährlichen UVG-Lohns geteilt durch 365 Tage).

Ein Verdienst von mehr als 148 200 Franken kann über eine ergänzende Unfallzusatzversicherung versichert werden. Weitere Informationen dazu finden Sie unter dem Stichwort UVG-Lohn weiter oben.

Was versteht man unter Invalidität?
Invalidität im Sinne der Unfall- oder Krankenpflegeversicherung ist die medizinisch begründete und nachgewiesene Erwerbsunfähigkeit.
Wann haben Versicherte Anspruch auf Invalidenrenten?

Eine verunfallte Person, die nach Abschluss der Heilbehandlung und der Rehabilitationsmassnahmen immer noch zu mindestens 10 % invalid ist und somit in ihrer Erwerbstätigkeit eingeschränkt bleibt, hat Anspruch auf eine Invalidenrente.

Im Falle einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit (Vollinvalidität) beträgt die Rente 80 % des versicherten Verdiensts. Dieser darf aber auch hier das UVG-Maximum von 148 200 Franken nicht überschreiten. Ist die Person nur teilweise erwerbsunfähig, wird die Rente entsprechend gekürzt.

Was versteht man unter einer Integritätsentschädigung und wann entsteht ein Anspruch?

Verunfallte Personen, deren körperliche, geistige oder psychische Integrität infolge des Unfalls erheblich und dauerhaft verletzt ist, haben Anspruch auf eine Integritätsentschädigung.

Die Integrität ist beispielsweise dann erheblich verletzt, wenn

  • Versicherte Gliedmassen verloren haben oder in deren Gebrauch eingeschränkt sind.
  • Organe nicht mehr funktionieren.
  • geistige und psychische Fähigkeiten derart eingeschränkt sind, dass es den Alltag beeinträchtigt.

Der Verlust oder die Einschränkung der Erwerbsfähigkeit sind keine Voraussetzung für eine Integritätsentschädigung.

Die Höhe der Entschädigung bemisst sich nach der Tabelle der Verordnung über das Unfallversicherungsgesetz.

Was versteht man unter einer Hilflosenentschädigung und wann entsteht ein Anspruch?
Eine verunfallte Person, die aufgrund der Invalidität in ihrem Alltag auf Hilfe Dritter oder persönliche Überwachung angewiesen ist, erhält eine Hilflosenentschädigung. Die Höhe bemisst sich nach der Schwere der Hilflosigkeit und wird für jeden Fall individuell beurteilt.
Wer hat Anspruch auf Hinterlassenenrenten?

Stirbt eine versicherte Person infolge eines Unfalls, haben der überlebende Ehepartner und die Kinder Anspruch auf eine Hinterlassenenrente.

Diese beträgt für den Ehepartner maximal 40 % des versicherten Einkommens und für jedes Kind höchstens 15 %. Insgesamt werden jedoch höchstens 70 % des versicherten Verdiensts ausbezahlt.

Die angegebenen Werte gelten lediglich als Richtwerte, die genaue Summe muss für jeden Fall individuell errechnet werden.

Wo finde ich alle Details zu den Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung?
Die Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung ergeben sich aus dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) und der zugehörigen Verordnung über das Unfallversicherungsgesetz. Hier finden Sie das UVG in elektronischer Form.