Vorgehen im Versicherungsfall

Geburtsgebrechen

Bei angeborenen Krankheiten, sogenannten Geburtsgebrechen, übernimmt die Invalidenversicherung (IV) bis zum 20. Altersjahr die Kosten für medizinische Behandlung.

Kosten von Geburtsgebrechen

Bei angeborenen Krankheiten, sogenannten Geburtsgebrechen, übernimmt die Invalidenversicherung (IV) bis zum 20. Altersjahr die medizinische Behandlung. Anders als Krankenversicherungen verrechnet die IV keine Kostenbeteiligung, sie übernimmt also die gesamten Kosten der medizinischen Behandlung.

Nach dem 20. Altersjahr übernimmt die Grundversicherung (obligatorische Krankenpflegeversicherung) die Behandlungskosten, sofern es sich um eine gesetzliche Pflichtleistung handelt. Der Versicherte übernimmt dabei die Kostenbeteiligung.

Abläufe zwischen der IV und Helsana

Bei Rechnungen, die auf ein Geburtsgebrechen hinweisen, nimmt Helsana Kontakt mit dem behandelnden Arzt des Kindes auf. Dabei wird geprüft, ob es sich um eine angeborene Krankheit handelt. Wenn ja, bittet Helsana die Eltern, das Kind bei der IV anzumelden. Falls die Eltern dieser Bitte nicht nachkommen, ist Helsana berechtigt, die Meldung selbst vorzunehmen. Bis die IV das Geburtsgebrechen anerkennt, übernimmt Helsana weiterhin die Kosten und die Eltern die Kostenbeteiligung. Übernimmt die IV den Fall, wird diese den Eltern später zurückerstattet.

Anmeldung bei der IV

Damit die IV die Behandlungskosten übernimmt, melden Sie als Eltern Ihr Kind bei der IV-Stelle Ihres Wohnkantons an. Dazu steht Ihnen das Anmeldeformular «Anmeldung für Minderjährige» zur Verfügung.