Rund um die Finanzen

Ergänzungsleistungen zur AHV und IV

Personen im AHV-Alter und Invalide können mit Ergänzungsleistungen zur AHV und IV einen angemessenen Lebensstandard sicherstellen. Wenn die persönlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen erfüllt sind, haben Sie rechtlichen Anspruch auf diese Leistungen.

Die Ergänzungsleistungen (EL) zur AHV und IV sind monatliche Beiträge der Sozialversicherung. Sie werden dann zugesprochen, wenn die Renten mit den weiteren Einkünften und dem Vermögen der versicherten Person die minimalen Lebenskosten nicht decken. Die Kantone richten die Beiträge aus.

Berechnung der Leistungen

Die jährlichen Ergänzungsleistungen entsprechen der Differenz zwischen den anerkannten Ausgaben und den anrechenbaren Einnahmen. Erwerbseinkommen wird nur teilweise als Einkommen angerechnet.

Einen Teil des Vermögens muss man sich als Einkommen (Vermögensverzehr) anrechnen lassen. Bereits verschenktes Vermögen und gewährte Darlehen werden bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen berücksichtigt.

Vergütung von Krankheitskosten

Separat und zusätzlich zu den EL werden Krankheitskosten rückerstattet. Dazu gehören der Selbstbehalt und die Franchise der obligatorischen Krankenpflegeversicherung, Zahnbehandlungen, Haushaltshilfe, Transportkosten, Erholungskuren und anderes.

Prämienverbilligung aus Ergänzungsleistungen

Seit Januar 2014 wird den EL-Berechtigten der Anteil für die Prämienverbilligung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nicht mehr ausbezahlt. Das Guthaben wird zweckgebunden direkt dem entsprechenden Krankenversicherer zugestellt, der die Prämienverbilligung mit der monatlichen Prämie verrechnet.

EL-Berechtigten wird die Prämie der obligatorischen Krankenpflegeversicherung – respektive die jeweilige kantonale Durchschnittsprämie – vergütet.

Gut zu wissen

EL-Berechtigte sind von der Gebührenpflicht für Radio und Fernsehen befreit. Es reicht, der Billag die EL-Verfügung einzureichen.

Wenn Sie Ihren Anspruch auf EL geltend machen wollen, müssen Sie sich bei der AHV-Zweigstelle Ihrer Wohngemeinde melden. Personen im AHV-Alter können sich auch bei Pro Senectute und Invalide bei Pro Infirmis beraten lassen. Auf der Website von Pro Senectute können Sie einfach berechnen, ob und in welcher Höhe Sie Anspruch auf EL haben.