Prämienrechnung

Rückerstattung aus Umweltabgaben

Der Bund erhebt Lenkungsabgaben auf umweltbelastende Stoffe. Diese Gelder, sogenannte Umweltabgaben, fliessen via die Krankenversicherer an die Bevölkerung zurück.

Seit 2008 erhebt der Bund auf fossilen Brennstoffen wie Heizöl oder Erdgas eine CO2-Abgabe. Die CO2-Abgabe ist keine neue Steuer, sondern eine Lenkungsabgabe, die den sparsamen Umgang mit fossilen Brennstoffen fördern soll. Die Einnahmen bleiben nicht in der Staatskasse: Nach Abzug der Finanzhilfen für Gebäudeprogramme und Technologiefonds werden sie an die Bevölkerung und die Wirtschaft zurückgegeben.

Der andere Teil der Umweltabgabe basiert auf der VOC-Abgabe. Diese flüchtigen organischen Verbindungen (englisch: volatile organic compounds, kurz VOC) werden beispielsweise für die Reinigung von Metallen oder in Farben und Lacken eingesetzt. Sie sind mitverantwortlich für die hohen Ozonwerte im Sommer.

Ausschüttung über Krankenversicherer

Das Bundesamt für Umwelt BAFU sorgt für die Verteilung der Umweltabgaben an die Bevölkerung, und zwar via Krankenversicherer. Aus Sicht des Bundes ist dies der einfachste Weg: Die Krankenversicherungen erreichen zusammen alle Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz, da die Grundversicherung für alle obligatorisch ist.

Die Höhe der Rückerstattung aus Umweltabgaben ist nicht fix. Sie liegt bei wenigen Dutzend Franken pro Person und Jahr und wird jeweils auf der Police ausgewiesen. Die Höhe ist auch in unserer jährlichen Zusammenstellung «Das ändert sich am 1. Januar bei Ihrer Versicherung» aufgeführt. Der Betrag wird von Ihrer Versicherungsprämie automatisch abgezogen, verteilt auf die Anzahl Prämienrechnungen, die Sie pro Jahr erhalten.

Das ändert sich am 1. Januar bei Ihrer Versicherung