Prämienrechnung

Ausgleich von Prämienungleichgewichten gemäss Artikel 106 und 106a des Krankenversicherungsgesetzes (KVG)

Das eidgenössische Parlament hat am 21. März 2014 beschlossen, die in den Jahren 1996 bis 2013 aufgelaufenen kantonalen Prämienungleichgewichte in der sozialen Krankenversicherung teilweise auszugleichen.

  1. Prämiengestaltung
  2. Berechnungsgrundlagen
  3. Was bedeutet das für Sie (Art. 106 KVG) ?
  4. Informationen zur Prämienrechnung für die Versicherten der Kantonsgruppe 1 (ZH, ZG, FR, AI, GR, TG, TI, VD, GE)
  5. Informationen zur Prämienrechnung für die Versicherten der Kantonsgruppe 2 (AR, BE, BL, GL, JU, LU, NW, OW, SH, SO, UR)
  6. Informationen zur Prämienrechnung für die Versicherten der Kantonsgruppe 3 (AG, BS, NE, SG, SZ, VS)
  7. Was passiert bei einem Wohnsitzwechsel im 2016?
  8. Prämienzuschlag für das Jahr 2016 gemäss Artikel 106a KVG
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Prämiengestaltung

Die Ungleichgewichte resultieren aus dem Umstand, dass die Versicherten in einigen Kantonen – gemessen an ihren Leistungskosten – anteilsmässig mehr an die Kosten der Grundversicherung bezahlt haben als in anderen Kantonen; trotz

behördlicher Prämiengenehmigung. Die Krankenversicherer haben sich über all die Jahre stets an die rechtlichen Vorgaben der Prämiengestaltung gehalten.

Die Prämienkorrektur der Vergangenheit erfolgt in den Jahren 2015 bis 2017 und ist abschliessend.

Insgesamt wird ein Betrag von CHF 800 Millionen ausgeglichen, der wie folgt finanziert wird:

  • ⅓ mittels Umverteilung unter den Versicherten
  • ⅓ aus allgemeinen Steuergeldern des Bundes
  • ⅓ aus freien Reserven der Krankenversicherer
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Berechnungsgrundlagen

Verantwortlich für die Berechnungen der Prämienkorrektur ist das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Die Zahlen des BAG sind für alle Krankenversicherer identisch und verbindlich. Die Krankenversicherer ihrerseits sind zuständig für die Umsetzung der vom Parlament beschlossenen Prämienkorrektur.

Massgebend für die Prämienkorrektur ist ihr gesetzlicher Wohnsitz am 1. Januar 2016. Wo Sie diesen vorher hatten ist für die Umverteilung unerheblich.

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Was bedeutet das für Sie (Art. 106 KVG) ?

Je nachdem in welchem Kanton Sie am 1. Januar 2016 Ihren Wohnsitz hatten, gehören Sie zu einer der folgenden Kantonsgruppen.

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Informationen zur Prämienrechnung für die Versicherten der Kantonsgruppe 1 (ZH, ZG, FR, AI, GR, TG, TI, VD, GE)

Wenn Sie am 1.1.2016 Ihren gesetzlichen Wohnsitz in einem dieser Kantone haben, erhalten Sie im Juni 2016 eine einmalige Prämiengutschrift (zusammengesetzt aus einem Prämienabschlag und einer Prämienrückerstattung). Sie erhalten keine Gutschrift, wenn Sie den Wohnsitz vor diesem Stichtag in einen Kanton der Kantonsgruppe 2 oder 3 verlegen. Der Gutschriftsbetrag wird verrechnet oder ausbezahlt.

Übersicht Prämiengutschrift pro Kanton

Kanton Gutschrift pro Person in Franken
ZH 37.00
ZG 13.35
FR 16.25
AI 20.75
GR 0.45
TG 48.10
TI 60.75
VD 86.05
GE 57.30

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Informationen zur Prämienrechnung für die Versicherten der Kantonsgruppe 2 (AR, BE, BL, GL, JU, LU, NW, OW, SH, SO, UR)

Wenn Sie Ihren gesetzlichen Wohnsitz am 1.1.2016 in einem dieser Kantone haben, müssen Sie einen monatlichen Prämienzuschlag bezahlen. Der Prämienzuschlag wurde vom Bundesamt für Gesundheit für das Jahr 2016 wie folgt festgelegt: Die Einwohner der Kantone AR, BE, BL, GL, JU, NW, OW, SH, SO, UR bezahlen CHF 4.- pro Monat. Die Einwohner des Kantons LU bezahlen CHF 1.50 pro Monat. Der Prämienzuschlag wird jeweils mit der Prämie in der obligatorischen Grundversicherung verrechnet und separat auf der Police ausgewiesen. Er ist für jede versicherte Person pro Kanton gleich.

Diese Prämienkorrektur wird auf jeder KVG-Police mit einer zusätzlichen Zeile ausgewiesen: «Prämienzuschlag nach Art. 106 KVG»

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Informationen zur Prämienrechnung für die Versicherten der Kantonsgruppe 3 (AG, BS, NE, SG, SZ, VS)

Wenn Sie Ihren gesetzlichen Wohnsitz am 1.1.2016 in einem dieser Kantone haben, sind Sie von der Prämienkorrektur nicht betroffen. Sie erhalten den ordentlichen Betrag der Rückverteilung der Umweltabgaben. Sie können diesen Ihrer KVG-Police entnehmen.

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Was passiert bei einem Wohnsitzwechsel im 2016?

Ausschlaggebend für die Berechnung Ihrer Prämienkorrektur ist der Wohnsitz am 1. Januar 2016. Wo Sie vorher gewohnt haben oder nachher wohnen, wird bei der Umverteilung nicht berücksichtigt.

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Prämienzuschlag für das Jahr 2016 gemäss Artikel 106a KVG

Avanex wurde von der Aufsichtsbehörde, dem Bundesamt für Gesundheit (BAG), aufgefordert, im Rahmen des Ausgleichs der Prämienungleichgewichte gemäss Artikel 106a KVG ausschliesslich für das Jahr 2016 jedem Versicherten total CHF 33.– zu belasten. Bei monatlicher Prämienzahlung beläuft sich der Betrag auf CHF 2.75. Sie finden den entsprechenden Zuschlag auf Ihrer Versicherungspolice. Avanex hat sich bis zuletzt gegen diese Belastung gewehrt und wollte den Gesamtbetrag aus den Reserven bezahlen. Das BAG hat dieses Begehren jedoch abgelehnt.