Schwangerschaft

Suchtverhalten

«Ich rauche und trinke auch ab und zu ein Glas Wein oder Bier. Wie viele Zigaretten und alkoholische Getränke pro Tag liegen während der Schwangerschaft drin? Ist rauchen und trinken wirklich so gefährlich für das Baby?»

Rauchen und Alkohol während der Schwangerschaft wirken sich negativ auf die Entwicklung des Fötus aus. Auch wenn Sie sich nur wenige Zigaretten pro Tag gönnen und nur kleinere Mengen Alkohol zu sich nehmen, gefährden Sie die Gesundheit Ihres ungeborenen Kindes.

Rauchen ist eine akute Gefahr für Ihr Baby

Zahlreiche wissenschaftliche Studien zum Rauchen während der Schwangerschaft belegen die schädigende Wirkung von Nikotin für das ungeborene Kind. Sie zeigen zum Beispiel, dass sich das Geburtsgewicht des Babys bereits ab fünf Zigaretten pro Tag merklich reduziert. Drastische Folgen zeigten sich bei Frauen, die mehr als 20 Zigaretten pro Tag rauchten: Im Durchschnitt war der Kopfumfang ihrer neugeborenen Kinder rund ein Zentimeter kleiner und die Körperlänge rund eineinhalb Zentimeter kürzer als bei Babys von Nichtraucherinnen.

Bei Kindern von Müttern, die während der Schwangerschaft geraucht haben, lassen sich Symptome wie schneller Herzschlag und übertrieben unruhiges Verhalten feststellen. Sie sind deutlich anfälliger für Infektionen und Krankheiten und erleiden häufiger den plötzlichen Kindstod. Im Schulalter fallen sie mehr als andere durch Hyperaktivität und Lernschwierigkeiten auf.

Was macht Rauchen während der Schwangerschaft so gefährlich?

Nikotin gelangt über die Plazenta direkt zum Fötus. Der Schadstoff verengt die Gefässe des Mutterkuchens und stört so die Sauerstoffversorgung des ungeborenen Kindes. Damit erhöht sich das Risiko einer Fehl- oder Frühgeburt markant. Die Statistik weist nach, dass der Anteil Frühgeburten bei Raucherinnen doppelt so hoch ist als bei Nichtraucherinnen. Totgeburten kommen sogar dreimal öfter vor. Das erstaunt nicht: Zigarettenrauch enthält neben Nikotin eine ganze Reihe weiterer giftiger, krebsfördernder und reizender Substanzen.

Jede Zigarette ist eine zu viel

Überwinden Sie sich und lassen Sie das Rauchen während der Schwangerschaft bleiben. Sie möchten doch ein gesundes, fröhliches Kind zur Welt bringen. Wenn Sie auf Zigaretten ganz verzichten, schaffen Sie die besten Voraussetzungen dazu. Die Entwöhnung nützt auch Ihnen selber. Denn sie vermindert die Gefahr von Thrombosen während der Schwangerschaft oder im Wochenbett.

Vielen fällt es schwer, mit dem Rauchen aufzuhören. Wenn Sie es mit gutem Willen allein nicht schaffen, helfen Sie am besten mit einem Medikament zur Entwöhnung nach. Auch Akupunktur kann erfolgreich sein. Keine Angst: Entwöhnung und Entwöhnungskuren mit Nikotinpflastern und ähnlichen Mitteln schaden Ihrem Baby nicht.

Alkohol: während der Schwangerschaft lieber nicht

Zu den Auswirkungen geringer Alkoholmengen auf das ungeborene Kind gibt es keine eindeutigen Studienresultate. Bewiesen ist jedoch, dass übermässiger und dauerhafter Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft die geistige Entwicklung des Kindes verzögert und zu schweren Behinderungen führen kann.

Wo die Grenze zwischen moderatem und übermässigem Alkoholgenuss liegt, hat noch keine Studie aufgezeigt. Sie tun Ihrem Baby und sich selber aber auf jeden Fall den besten Gefallen, wenn Sie während der Schwangerschaft Wein, Bier und andere alkoholische Getränke ganz meiden. Schalten Sie um auf null Promille, wenn Sie den positiven Schwangerschaftstest in den Händen halten.

Nicht verzichten müssen Sie auf mit Alkohol zubereitete Speisen wie Käsefondue oder mit Wein mariniertes Fleisch. Auch der Schuss Cognac in Saucen oder Suppen schadet Ihrem Baby nicht, denn die Hitze lässt den Alkohol verdampfen. Ebenso unbedenklich ist der gelegentliche Genuss einer Praline mit alkoholhaltiger Füllung.

Was macht Alkoholkonsum während der Schwangerschaft gefährlich?

Ihr Baby im Bauch trinkt sozusagen mit. Mit einer kleinen Verzögerung steigt der Alkoholspiegel im Blut des ungeborenen Kindes auf das gleiche Niveau wie der Alkoholspiegel in Ihrem Blut. Bei Ihnen baut die Leber den Alkohol ab. Bei Ihrem Baby schafft das die in der Entwicklung befindliche Leber nicht im erforderlichen Ausmass. Die schädigende Wirkung des Alkohols bleibt bei ihm erhalten, was im schlimmeren Fall die Gehirnfunktionen beeinträchtigen kann.

Was kann Helsana für Sie tun?

Helsana unterstützt Sie bei der Raucherentwöhnung. Aus den Zusatzversicherungen SANA und COMPLETA erhalten Sie die Kosten für die entsprechenden Medikamente. Zum Beispiel:

Depotpflaster, Inhaler, Kaudepots, Microtab, Nasenspray, Kaugummi, Lutschtabletten, Pflaster, Nikotin-Inhalator, Ohr-Clips, Zyban-Tabletten.

Für Informationen zur Kostenübernahme wenden Sie sich bitte an den Kundenservice unter der Nummer 0844 80 81 82.