Baby

Baby-Alltag

«Mein Baby und ich sind schon ein ziemlich gut eingespieltes Team. Trotzdem tauchen immer wieder Fragen und Unsicherheiten auf. Wie oft soll das Baby trinken? Wie oft soll es baden? Wie oft muss es gewickelt werden? Was, wenn es nachts immer wieder schreit? Und wie lange soll ich stillen?»

Baby-Alltag

Nach Schwangerschaft und Geburt kehrt nun bei Ihnen allmählich der Baby-Alltag ein. Sie machen erste Erfahrungen im Umgang mit dem Baby und erleben eine Zeit, die einmalig ist.

Das Baby füttern, wickeln und baden gehört ohne Zweifel zu den schönsten Mutterpflichten. Geniessen Sie diese Augenblicke der intimen Nähe. Je mehr Hautkontakt das Baby hat, desto geborgener und sicherer fühlt es sich.

Bald entdecken Sie, dass Ihr Baby eine eigene Persönlichkeit entwickelt. Es schreit, wenn es etwas braucht oder wenn es sich nicht wohl fühlt. Und es schläft friedlich, wenn seine kleine Welt in Ordnung ist. Wenn es nicht schlafen will, kann das verschiedene Ursachen haben. Neugeborene müssen in den ersten Lebenswochen den Schlafrhythmus zuerst finden. Es ist also ganz normal, wenn es zu jeder Tages- und Nachtzeit aufwacht. Treten Schlafprobleme ungewöhnlich häufig auf, kann Ihnen Ihre Hebamme mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Muttermilch: die beste Säuglingsnahrung

Wunderbar ist es, wenn Sie Ihr Baby stillen können. Ihre Milch ist die beste Nahrung, die das Neugeborene bekommen kann. Babys trinken unterschiedlich lang. Das eine ist in zehn Minuten satt, das andere nuckelt gut und gerne 30 bis 40 Minuten.

In den ersten Wochen will Ihr Baby innerhalb von 24 Stunden acht- bis zwölfmal gestillt werden. Dabei nimmt es nicht nur Nahrung zu sich, sondern erfüllt auch sein Saugbedürfnis. Saugen bringt ihm Entspannung. Wie lange Sie stillen, entscheiden Sie und Ihr Baby. Institutionen wie die Weltgesundheitsorganisation WHO oder die UNICEF empfehlen, Babys mindestens bis zur Vollendung des sechsten Lebensmonats zu stillen. Länger stillen schadet weder Ihnen noch Ihrem Baby. Hingegen raten Experten, die Muttermilch frühestens ab dem vierten und spätestens ab dem sechsten Lebensmonat mit Beikost zu ergänzen. Diese führt dem Kind die nötige Energie zu, um zu wachsen.

Besprechen Sie sich mit Ihrer Hebamme oder Stillberaterin, wenn es mit dem Stillen nicht so recht klappt. Sie kann Ihnen auch bei der Gewichtskontrolle des Babys beratend zur Seite stehen.

Abstillen, wenn die ersten Zähnchen kommen?

Zahnen und Stillen schliessen sich nicht aus. Denn es ist völlig individuell, wann Babys mit dem Zahnen beginnen. Es gibt sogar Babys, die mit Zähnchen zur Welt kommen. In der Regel beissen Babys beim Stillen nicht. Schreien Sie nicht auf, wenn es trotzdem geschieht. Unterbrechen Sie das Stillen kurz und suchen Sie Augenkontakt mit dem Kind.

Zu wenig Muttermilch?

Seien Sie nicht allzu besorgt, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Milchproduktion nicht ausreicht. Meist sind die Ursachen harmlos. Die Grösse der Brüste beeinflusst übrigens die Milchproduktion nicht. Denn ob Sie genügend Milch produzieren, hängt allein vom Brustdrüsengewebe ab. Sie können also auch stillen, wenn Sie kleine Brüste haben.

Stillen und Medikamente

Wenn Sie während der Stillzeit aus irgendeinem Grund Medikamente einnehmen müssen, sollten Sie auch an das Baby denken. Zwar gelangen in der Regel kaum gefährlich grosse Mengen von Arzneimitteln in die Muttermilch. Dennoch sollten Sie sich unbedingt mit Ihrem Arzt absprechen.

Detaillierte Informationen und nützliche Tipps rund ums Stillen finden Sie auf der Website der Stiftung Stillförderung Schweiz.

Babykleidung

Für die Kleidung gibt es eine nützliche Faustregel: Ziehen Sie Ihrem Baby immer eine Schicht mehr an als sich selber. Im Sommer wie im Winter. In der kalten Jahreszeit halten mehrere Schichten übereinander Ihr Baby warm. Wenn es kalte Händchen oder Füsschen hat, ist das kein Alarmzeichen. Legen Sie ihm Handschuhe, respektive Söckchen an. Aber was es jetzt am dringendsten braucht, ist Körperkontakt.

Waschen Sie neu gekaufte Babykleidung vor dem Tragen ein- bis zweimal. Verwenden Sie für die Babywäsche vorzugsweise ein flüssiges unparfümiertes Waschmittel und verzichten Sie auf Weichspüler. Diese können Hautreizungen verursachen. Waschen Sie Babywäsche immer mit 60° C und spülen Sie gründlich nach. So können Sie gegen Allergien vorbeugen.

Wahl eines Kinderarztes

Falls es Ihr erstes Kind ist, sollten Sie sich jetzt nach einer Kinderärztin oder einem Kinderarzt umsehen. Idealerweise wählen Sie eine Praxis, die nicht allzu weit entfernt ist. So sind Sie schnell an Ort und Stelle, wenn Ihr Baby erkrankt oder wenn es eine notfallmässige Behandlung benötigt.

Anmeldung und Versicherung des Babys

Vergessen Sie nicht, dass Ihr Baby bei der Gemeinde angemeldet werden muss. Wenn es im Spital oder Geburtshaus zur Welt gekommen ist, kümmert sich in der Regel das Sekretariat darum. Falls Sie zuhause geboren haben, müssen Sie selber für die Anmeldung besorgt sein. Denken Sie auch daran, dass Ihr Baby nicht nur liebevolle Pflege braucht, sondern auch einen auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Versicherungsschutz. Aber dafür haben Sie möglicherweise bereits vor oder während der Schwangerschaft gesorgt.

Kostenlose Mütter- und Väterberatung

Mit der Ankunft eines Babys stellen sich viele Fragen. Da sind frischgebackene Mütter und Väter möglicherweise dankbar für Tipps und Informationen von Fachpersonen, die ihnen weiterhelfen. Kostenlosen Rat und Unterstützung finden Sie bei Bedarf bei der Mütter- und Väterberatung Ihrer Gemeinde. Zögern Sie nicht, diese zu kontaktieren, wenn Sie Hilfe benötigen.

Was kann Helsana für Sie tun?

Stillberatung

Im Rahmen Ihrer Grundversicherung haben Sie Anrecht auf drei Stillberatungen durch eine Hebamme oder eine andere speziell ausgebildete Pflegefachfrau. Die Stillberatung ersetzt das Stillgeld. Dieses wurde mit der Revision des Krankenversicherungsgesetzes im Jahr 1996 aufgehoben.

Wenn Sie nicht über genügend Muttermilch verfügen, übernimmt die Grundversicherung die Kosten für ergänzende Präparate wie Vitamin D3. Fertigprodukte zum Schöppelen gehen hingegen auf Ihre eigene Rechnung.

Hebamme

Die Kosten für die Leistungen der Hebamme nach der Geburt erhalten Sie bis 8 Wochen nach Geburt aus Ihrer Grundversicherung. Denken Sie daran, dass Hebammen viel beschäftigte Fachfrauen sind. Wenn Sie während der Schwangerschaft noch keine Hebammendienste in Anspruch genommen haben, sollten Sie sich möglichst rasch um einen Kontakt kümmern. Am besten wenden Sie sich gleich an den Schweizerischen Hebammenverband.

Hilfsmittel

Falls Sie eine Milchpumpe brauchen, können Sie diese mieten oder kaufen. Aus Ihrer Grundversicherung erhalten Sie die Mietkosten für eine elektrische Milchpumpe bis zwei Franken pro Tag. Beim Kauf eines handbetriebenen Geräts vergüten wir Ihnen aus der Grundversicherung maximal CHF 30.60. Bitte beachten Sie, dass wir für alle versicherten Kosten ab 8 Wochen nach der Geburt erneute Franchise und Selbstbehalt anrechnen müssen.

Bei der Versandapotheke «Zur Rose» können Sie eine Ihnen zusagende Milchpumpe online bestellen und von zehn Prozent Rabatt profitieren.

Haushaltshilfe

Da Sie nun Ihre ganze Aufmerksamkeit Ihrem Baby und Ihrer Familie widmen, kommt der Haushalt möglicherweise zu kurz. Eine Haushalthilfe kann Ihnen einige Haushaltarbeiten abnehmen, so dass Sie sich möglichst entspannt um sich und Ihre Lieben kümmern können.

Die Kosten für die Dienste einer Haushalthilfe nach der Geburt sind durch Spital-Zusatzversicherungen gedeckt. Je nach der von Ihnen gewählten Zusatzversicherung profitieren Sie von einer Vergütung von 30 bis 90 Franken pro Tag.

Schwangerschaft

Grundversicherung
Untersuchungen und Beratungsangebote

Kontroll- und Ultraschalluntersuchungen

  • Bei einer regulären Schwangerschaft haben Sie Anrecht auf 7 ärztlich durchgeführte Kontrolluntersuchungen oder 6 Untersuchungen durch eine Hebamme.
  • Zusätzlich vergüten wir Ihnen 2 ärztlich durchgeführte Ultraschalluntersuchungen.
  • Bei einer Risikoschwangerschaft sind die Kosten für alle notwendigen Kontroll- und Ultraschalluntersuchungen gedeckt.

Stillberatung

  • Sie erhalten 3 Stillberatungen, durchgeführt durch Hebammen oder durch speziell in Stillberatung ausgebildete Pflegefachpersonen. Bei Mehrlingsgeburten erhalten Sie bis zu 2 Stillberatungen zusätzlich.
  • Die Stillberatung ersetzt das Stillgeld. Dieses wurde mit der Revision des Krankenversicherungsgesetzes im Jahr 1996 aufgehoben.

COMPLETA
90% bis CHF 750.–

Die 750 Franken gelten gesamthaft für alle präventivmedizinischen Massnahmen.

In Ergänzung zu den Schwangerschaftsleistungen der Grundversicherung erhalten Sie 90% der Kosten bis 750 Franken pro Kalenderjahr für zusätzliche Ultraschalluntersuchungen.


Produktinformationen:
COMPLETA

Hilfsmittel und Gegenstände

Grundversicherung
Nach Liste

Sie erhalten die Kosten bis zum gesetzlich festgelegten Höchstbetrag für ärztlich verordnete Hilfsmittel und Gegenstände wie z.B. Krücken, Blutzuckermessgeräte, Inhalations- und Atemtherapiegeräte, Kompressionsstrümpfe, etc.

Voraussetzung ist, dass die Hilfsmittel in der Mittel- und Gegenstandsliste aufgeführt sind und dass Sie diese bei einer zugelassenen Abgabestelle beziehen.


TOP
90% bis CHF 1000.– bzw. festgelegter Betrag

Sie erhalten 90% der Kosten bis 1000 Franken pro Jahr für ärztlich verordnete Hilfsmittel und Gegenstände, die den Gebrauch eingeschränkter Körperfunktionen verbessern wie z.B. Blutdruckmessgeräte oder massgeschneiderte Schuheinlagen, etc.

Voraussetzung ist, dass die Hilfsmittel und Gegenstände von uns anerkannt sind.

Für wiederverwendbare Hilfsmittel erhalten Sie die Kosten bis zum festgelegten Betrag. Diesen finden Sie in der Liste der wiederverwendbaren Mittel und Gegenstände.


Produktinformationen:
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COMPLETA
90% bis CHF 1500.– bzw. festgelegter Betrag

Sie erhalten 90% der Kosten bis 1500 Franken pro Jahr für ärztlich verordnete Hilfsmittel und Gegenstände, die den Gebrauch eingeschränkter Körperfunktionen verbessern wie z.B. Blutdruckmessgeräte oder massgeschneiderte Schuheinlagen, etc.

Voraussetzung ist, dass die Hilfsmittel und Gegenstände von uns anerkannt sind.

Für wiederverwendbare Hilfsmittel erhalten Sie die Kosten bis zum festgelegten Betrag. Diesen finden Sie in der Liste der wiederverwendbaren Mittel und Gegenstände.


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Übersteigender Betrag

Gilt dann, wenn Sie auch einen Beitrag aus der Grundversicherung erhalten.

Für Selbstbehalte anderer Sozialversicherer wie AHV oder IV erhalten Sie keinen Beitrag.

Falls Sie aus der Grundversicherung Leistungen für Hilfsmittel beziehen, die nicht die gesamten Kosten abdecken, erhalten Sie bis 5000 Franken pro Jahr an die ungedeckten Kosten.


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